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Kein Durchkommen: Geraldine Reuteler scheitert an Hoffenheims Torfrau Ann-Katrin Dilfer.

Eintracht Frankfurt Frauen

Intensive Nullnummer

  • vonKatja Sturm
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Die Eintracht-Spielerinnen müssen sich gegen Hoffenheim mit 0:0 begnügen.

Der erste Vergleich in einem Pflichtspiel mit dem Vorjahresdritten TSG Hoffenheim sollte den Frankfurter Bundesliga-Fußballerinnen einen deutlichen Hinweis darauf geben, wo sie in dieser, ihrer ersten Saison als Eintracht landen werden. Doch mit dem 0:0 gab es am Sonntag, wie schon bei einer Testpartie im Sommer gegen die Gäste, ein wenig aussagekräftiges Unentschieden. Entsprechend verhalten gestalteten sich die Emotionen nach dem Abpfiff. „Wir waren über 90 Minuten das klar bessere Team“, resümierte die Kapitänin der Adlerträgerinnen, Tanja Pawollek. Eine Belohnung gab es dafür nicht. So müsse man, wie die Spielführerin erklärte, mit dem einen Punkt zufrieden sein, wo man doch nach zwei Erfolgen zuvor über Aufsteiger Werder Bremen und die SGS Essen erneut drei Zähler in den Blick gefasst hatte. In der Tabelle bedeutet das, dass die Hessinnen vorerst auf dem dritten Platz rangieren.

Beide Mannschaften taten sich in einem über lange Strecken sehr fair geführten Spiel vor den Augen der beiden Eintracht-Vorstände Fredi Bobic und Axel Hellmann anfangs schwer, in den Strafraum der anderen vorzudringen. Der heimische Trainer Niko Arnautis, der in der Startelf diesmal aus Verletzungsgründen auf Laura Feiersinger und Virginia Kirchberger verzichten musste, versuchte deshalb, mit der Einwechslung von Neuzugang Lara Prasnikar anstelle von Theresa Panfil nach der Pause für mehr Feuer in der Offensive zu sorgen. Der Plan schien erst mal aufzugehen, doch auf der anderen Seite regte sich kurz darauf ebenfalls mehr Angriffslust. „Es war eine intensive Partie“, sollte Arnautis später sagen, in der „wir schneller und zielstrebiger waren“. Doch selbst die beste Chance, von Geraldine Reuteler ausgeführt, verhinderte ganz knapp die erst 18-jährige TSG-Torfrau Ann-Kathrin Dilfer.

Die insgesamt 360 Zuschauer, die überwiegend ordentlich sortiert auf der Tribüne des Stadions am Brentanobad saßen, sorgten bei der Rückkehr der Hausherrinnen schon wieder für ein bisschen Stimmung. „Man hört, dass die Fans einen anfeuern, wenn man einen Angriff startet. Das ist super“, betonte Pawollek. Von der Atmosphäre her sei das ein deutlicher Unterschied zu den „stillen“ Auftritten, mit denen aufgrund der Corona-Krise die letzte Saison des FFC im Juni zu Ende gegangen war. „Wir freuen uns über jeden Fan mehr“, so die 21-Jährige.

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