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Kaum zu stoppen: Marathonmann Djibril Sow (rechts).
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Kaum zu stoppen: Marathonmann Djibril Sow (rechts).

SGE

Eintracht-Mittelfeld: Djibril Sow mit erstaunlicher Entwicklung

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
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Die erstaunliche Entwicklung des mutig gewordenen Djibril Sow – an der Seite von Altmeister Makot Hasebe.

In zwei Wochen wird Makoto Hasebe 37 Jahre alt. Ein fürwahr stolzes Alter für einen Bundesligaprofi, aber für den jung gebliebenen Japaner allemal kein Grund, nicht einen Florian Wirtz, diesen 17 Jahre alten Emporkömmling, der sein Sohn hätte sein können, locker aus dem Spiel zu nehmen. Hasebe hat das getan, auf seine spezielle leise Art, die viel mit Spielintelligenz, mit Antizipation, mit Cleverness zu tun hat. „Dieser Mann ist Wahnsinn“, hat Martin Hinteregger hinterher zu der sehr ausgebufften Leistung des Liga-Methusalems gesagt. „Als ich die Aufstellung mit Makoto auf der Sechs gesehen habe, habe ich mich richtig gefreut.“

Mit Hasebe zu spielen, mache Spaß, er tue der Mannschaft richtig gut. „Er schlägt die Bälle nicht einfach blind weg, sondern bringt sie immer zu Mann“, lobte der Österreicher überschwänglich, und dank eines schlauen japanischen Spielaufbaus eröffneten sich den Frankfurtern viel mehr Chancen.

Der Schachzug von Trainer Adi Hütter, Hasebe ins defensive Mittelfeld zu beordern, erstmals in dieser Saison, war voll aufgegangen. Der Japaner ordnete das Spiel mit seiner Coolness und der ganzen Erfahrung einer bald 20-jährigen internationalen Karriere. Es sei ein Spiel, wie gemalt für Hasebe gewesen, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, bei der Eintracht habe man gewusst, dass Leverkusen Räume lasse, man habe dem ballsicheren Gegner einen spielstarken Widerpart dagegensetzen wollen, „Makoto hat ein tolles Spiel gemacht.“ Ob Hasebe auch im nächsten Spiel gegen kämpferisch deutlich engagiertere Mainzer erneut im defensiven Mittelfeld agieren wird, ist ungewiss, zumal der dieses Mal gelbgesperrte Sebastian Rode wieder mittun darf.

An der Seite von Hasebe hat sich erneut Djibril Sow zu einer außerordentlich guten Partie aufgeschwungen, vielleicht seiner besten im Eintracht-Dress. Seit Wochen schon ist der 23 Jahre alte Schweizer einer der stabilsten Spieler. Langsam habe er das Niveau erreicht, das „ich mir von ihm von Anfang an erwünscht“ hätte, sagte Hütter, sein großer Mentor. Von Spiel zu Spiel wird der Dauerläufer immer besser, man spürt förmlich, wie viel Ballast er in den letzten Wochen abgeworfen hat, wie sehr ihn der Druck belastet hat, funktionieren zu müssen.

In Frankfurt angekommen

Der gebürtige Zürcher mit senegalesischen Wurzeln ist ein sensibler Spieler, der einen erfahrenen Mann an seiner Seite braucht, der ihm Verantwortung abnimmt. In der Schweizer Nationalmannschaft ist das Granit Xhaka, sein großes Vorbild. Die FR hat Sow den „Schattenmann“ genannt, nach und nach scheint er aber aus eben jenem Schatten herauszutreten und bei der Eintracht immer dominanter aufzutreten. Mittlerweile traut er sich auch was zu, Selbstvertrauen hat er sich bei guten Spielen mit der Schweizer Nationalelf geholt, zudem: Den Pass zum 1:1 auf Amin Younes hatte er gespielt. Nach eineinhalb Jahren und einem „unheimlich schwierigen Einstand“ (Hütter) inklusive einer schweren Verletzung ist der für stolze zehn Millionen Euro von Young Boys Bern 2019 geholte Schweizer mittlerweile in Frankfurt angekommen.

Djibril Sow hat sich selbst aus diesem Sumpf herausgezogen. „Ich habe an mir gearbeitet“, sagt er selbst, mit „Ruhe, Souveränität und beinhartem Training“ habe er sich zurückgekämpft, lobte Hütter. In den ersten sieben Partien spielte er keine Rolle, seit dem Spiel gegen RB Leipzig stand er stets in der Startelf und seinen Mann. „Überglücklich“ sei er, sagte er nach dem 2:1 gegen Bayer. Und gab die Komplimente artig weiter. „An der Seite von Hasebe zu spielen, ist relativ einfach, er hilft mir als jungem Spieler sehr.“ Aber eigentlich „coacht er das ganze Team“.

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