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Auch in Zukunft bei der Eintracht? Halil Altintop und Marcel Heller.
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Auch in Zukunft bei der Eintracht? Halil Altintop und Marcel Heller.

Heribert Bruchhagen

"Ich denke, dass Altintop bleibt"

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Boss Bruchhagen bricht eine Lanze für Stürmer Altintop: "Er ist kein Zocker." Bruchhagen verhandelt zudem mit Heller - und sorgt sich ein bisschen um das Eintracht-Juwel Sonny Kittel. Von Ingo Durstewitz

Für den Frankfurter Vorstandschef Heribert Bruchhagen gibt es arbeitsamere Tage als die während der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Eintracht-Boss sieht sich in seinem Büro in der Frankfurter Arena die Spiele im Fernsehen an, in der Geschäftsstelle ist das Leben fast zum Erliegen gekommen, es ist ruhig, viele Mitarbeiter sind im Urlaub, Chefscout Bernd Hölzenbein weilt zur Spielerbeobachtung in Südafrika, auch Trainer Michael Skibbe schaut nur sporadisch rein, "nicht mal Journalisten rufen an", sagt Bruchhagen. Er lacht.

Dieser Tage gab es immerhin zwei geschäftliche Treffen, eines mit Gerd vom Bruch, Berater von Marcel Heller, ein anderes mit Reza Fazeli, der Halil Altintop vertritt. Bei beiden Frankfurter Profis standen die Zeichen zuletzt eher auf Trennung - nun scheint eine Trendwende eingetreten.

Gerade bei Altintop ist das ein wenig überraschend, denn Fazeli war in den vergangenen Wochen auf Tour, um seinen Klienten anzubieten - offenbar erfolglos. "Dass Fazeli hier war, ist ja kein schlechtes Indiz", sagt Bruchhagen, der vor zwei Wochen die mit 1,5 Millionen Euro Jahresgehalt datierte Offerte an Altintop zurückgezogen hatte.

Nun stehen neue Verhandlungen an, und der Vorstandsvorsitzende ist guter Dinge, dass sie zu einem guten Abschluss gebracht werden können: "Ich denke, dass Halil bleiben wird." Bruchhagen betont, dass Altintop kein Spieler sei, der um mehr Gehalt pokert: "Er ist kein Zocker, er ist ein sehr angenehmer Junge." Bruchhagen weiß von Angeboten aus der Türkei für den 27 Jahre alten Deutsch-Türken. "Die gibt es, das ist nicht erfunden, und dort würde er sehr viel mehr Geld verdienen."

Aber den in Frankfurt bisher eher glücklos spielenden Stürmer zieht es nicht in die Heimat. Bruchhagen glaubt auch zu wissen, weshalb: "Die Altintop-Brüder haben eine sehr große Bindung zu ihrer Familie, sie werden immer in dem Land spielen, in dem ihre Eltern leben. Und ihre Eltern leben in Wattenscheid."

Auch Marcel Heller kann sich mittlerweile gut vorstellen, in Frankfurt zu bleiben. Berater Gerd vom Bruch lotete in den zurückliegenden Wochen die Möglichkeiten aus, bei einem anderen Klub unterzukommen. "Wir prüfen immer noch alle Optionen", sagt Heller. "Dann werden wir gemeinsam entscheiden, was das Beste für mich ist."

Heller hat sich selbst für die nächste Saison ein klares Ziel gesetzt: "Ich will regelmäßig spielen." In Frankfurt? Trainer Michael Skibbe hat ihm eine gute Entwicklung bescheinigt. "Er hat mir Mut gemacht und mir gesagt, dass er mir noch viel zutraut und noch mehr aus mir herausholen kann", sagt der schnelle Außenstürmer, der sich in Frankfurt allerdings harter Konkurrenz erwehren müsste. "Garantien gibt es nirgends, ich habe das Zeug, mich durchzuboxen", sagt Heller.

Bruchhagen hat ein erstes Sondierungsgespräch mit vom Bruch geführt. Konkrete Verhandlungen werden in den nächsten Tagen folgen. Das gilt auch für Markus Steinhöfer, der bisher an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Mittelfeldspieler wird nun auch vom VfL Bochum mit Ex-Trainer Friedhelm Funkel umworben.

Bruchhagen wird die Gespräche entspannt angehen, er sieht die Eintracht in der Offensive ohnehin als fast schon überbesetzt an. "Wir haben da "zwölf, 13 Spieler", sagt er. "Ich bin mal gespannt, wer spielen wird."

Zu den Offensivkräften der Profis wird auch bald Sonny Kittel gehören, der als eines der größten Talente im deutschen Nachwuchsfußball gilt. Der 17-Jährige spielt zurzeit mit der U17 der Eintracht um die deutsche Meisterschaft, im ersten Halbfinalspiel gegen Hertha BSC Berlin bereitete der offensive Mittelfeldspieler beim 2:1-Sieg der Frankfurter beide Tore vor. "Das hat er klasse gemacht", lobt Bruchhagen, der aber mit der Körpersprache des Kreativen nicht immer einverstanden ist.

Abwinken oder nach einem Ballverlust nicht nachsetzen - das wird er sich bei den Profis nicht erlauben können. Der Eintracht-Boss warnt alle davor warnt, das Talent mit Erwartungen zu überfrachten: "Ich kann nur den Rat geben, jetzt keinen Hype um den Jungen zu machen."

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