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Adi Hütter, Trainer von Eintracht Frankfurt.
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Verspielt Eintracht-Trainer Adi Hütter mit seiner Personalwahl die Champions League-Chancen der SGE?

SGE

Eintracht Frankfurt: Warum setzte Adi Hütter ausgerechnet Amin Younes auf die Bank?

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Bei Eintracht Frankfurt setzt Trainer Adi Hütter nicht mehr auf Dribbelgroßmeister Amin Younes. Woran liegt das?

Frankfurt - Auch in der Nachspielzeit noch, als die wenigen Beobachter im Stadionrund längst einen langen Freistoßschlag von der Mittellinie erwarteten, nach dem Motto: Auf gut Glück die Murmel einfach mal nach vorne blasen, irgendwie reinkommen in den Mainzer Sechzehner. In diesem Moment also fuchtelte Amin Younes am Mittelkreis seinem Mitspieler Ajdin Hrustic zu. „Hierher, spiel’ die Kugel hierher, nicht lang, lieber zu mir“, bedeutete der kleine Dribbelgroßmeister von Fußballbundesligist Eintracht Frankfurt. Und er bekam den Ball dann auch, trieb ihn nach vorne, Doppelpass mit Luka Jovic, Querpass, Abschluss von André Silva. Nicht sonderlich gefährlich, am 1:1-Endstand änderte die Aktion nichts – bezeichnend war sie aber allemal.

Erst mit der Einwechslung von Amin Younes nach 64 Minuten war endlich Spielkultur und Kreativität bei der Eintracht zu erkennen. Also drängte sich hinterher natürlich die Frage auf: Warum, bitte schön, haben Sie Amin Younes so lange auf der Bank schmoren lassen, Herr Adi Hütter? Die Antwort des Eintracht-Trainers: „Ich habe ihn nicht von Beginn an gebracht, weil er verletzt war und nicht mit der Mannschaft trainieren konnte.“ Außerdem habe er es halt mit zwei Spitzen und nur einem Spielmacher, Daichi Kamada, probieren wollen. Fazit: ein misslungener Versuch. Das Angriffsdoppel Jovic/Silva hing in der Luft, war wirkungslos, ebenso wie Kamada. Ein zusätzlicher Aufmischer im offensiven Mittelfeld hätte der Eintracht gerade gegen die tief verteidigenden Mainzer gutgetan.

Eintracht Frankfurt: Adi Hütter sieht keinen Fehler in Nichtberücksichtigung von Amin Younes

Younes, der bei weitem nicht alles richtig machte an diesem Sonntag, aber eben viel, viel weniger falsch als seine Mitspieler, war es auch, der den Ausgleich von Hrustic mit einem Solo vorbereitete. „Amin hatte beim Ausgleich seine Füße im Spiel und daher auch seinen Teil zum Unentschieden beigetragen“, so Hütter maximal reserviert ob der Personalie. Seinen Fehler, den Techniker nicht schon zur Pause oder – wohl noch sinnvoller – ihn gar von Anfang gebracht zu haben, wollte Hütter jedenfalls nicht als solchen bewerten.

NameAmin Younes
VereinEintracht Frankfurt
PositionOffensives Mittelfeld
Alter27 Jahre (06.08.1993)
GeburtsortDüsseldorf
Bisherige VereineEintracht Frankfurt (seit 2020)
SSC Neapel (2018-2020)
Ajax Amsterdam (2015-2018)
1. FC Kaiserslautern (2014-2015)
Borussia Mönchengladbach (2000-2015)

Seit dem Husarenritt in Dortmund (2:1) am 3. April ist Younes nur zweite Wahl. In den darauffolgenden fünf Spielen kam er jeweils von der Ersatzbank – für sieben Minuten gegen Wolfsburg, 25 in Gladbach, 11 gegen Augsburg, 13 in Leverkusen und nun für 26 gegen Mainz. Das ist wenig. Der Nationalspieler soll nicht fit sein, heißt es vonseiten des Trainers, verbrieft ist aber ebenso ein lautstarker Disput in der Halbzeitpause des Dortmund-Spiels zwischen Hütter und dem meinungsstarken Spieler. Wirkt das noch nach?

Mainz-Trainer Bo Svensson schwärmt von SGE-Dribbler Amin Younes: Adi Hütter setzt ihn auf die Bank

Der 27-Jährige jedenfalls präsentierte sich, wie schon in den Partien zuvor, quietschfidel gegen die Nullfünfer, keineswegs gehemmt von seiner angeblich so hemmenden Adduktorenblessur. Selbst Mainz-Trainer Bo Svensson konnte seine Verwunderung ob des Younes-Bankplatzes nicht ganz verbergen.

Bereitete das 1:1 vor: Frankfurts Amin Younes.

Er sagte zwar, dass er sein Team vorher auf eine Eintracht-Mannschaft mit und ohne den Dribbler eingestellt habe, lobte den gegnerischen Spieler anschließend aber auffallend ausschweifend. Younes, so Svensson, bewege sich gut in den Räumen, könne Überzahl schaffen, sei wendig und einfach „ein guter Fußballer“. Nur für Adi Hütter zurzeit nicht gut genug. (Ingo Durstewitz und Daniel Schmitt)

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