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Adi Hütter wurde von Schiedsrichter William Collum auf die Tribüne geschickt und ist nun automatisch in Mailand gesperrt.

Adi Hütter gesperrt

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Eintracht Frankfurt legt gegen die Sperre von Adi Hütter Einspruch ein.

Gegen die Sperre von Trainer Adi Hütter für das Achtelfinal-Rückspiel gegen Inter Mailand am kommenden Donnerstag hat Eintracht Frankfurt Einspruch eingelegt. Auch wenn die Erfolgschancen denkbar gering sind, will der Klub die Uefa-Entscheidung nicht einfach so hinnehmen. Dazu wird die Uefa den „Fall Hütter“ am 28. März verhandeln, womöglich bekommt der 49 Jahre alte Coach noch eine Geldstrafe oder eine weitere Spielsperre. Sehr wahrscheinlich ist das jedoch nicht. Weil Hütter am vergangenen Donnerstag von Schiedsrichter William Collum auf die Tribüne geschickt wurde, greift automatisch eine Sperre im nächsten Spiel des entsprechenden Wettbewerbs.

Für Eintracht Frankfurt ist das Fehlen des Trainers in diesem entscheidenden Spiel natürlich ein großer Nachteil. Adi Hütter muss sich am Donnerstag in Mailand von seinen Spielern fernhalten. In Artikel 69 - Zusatzbestimmungen für Trainer - steht: „Ein der technischen Zone verwiesener oder mit einer Funktionssperre belegter Trainer darf sich während des Spiels weder in der technischen Zone aufhalten noch direkt oder indirekt mit den Spielern und/oder dem Trainerstab kommunizieren. Zudem darf ein Trainer, der mit einer Funktionssperre belegt ist, die Umkleidekabine oder den Spielertunnel vor oder während des Spiels nicht betreten.“ Allerdings kann er im Mannschaftsbus anreisen, dann muss er jedoch auf die Tribüne, erst 15 Minuten nach dem Abpfiff kann er wieder zu seinem Team, Flash-Interviews vor oder nach dem Spiel darf er ebenfalls keine geben. Das zumindest wird er verschmerzen können.

Wer aber weiß, wie entscheidend etwa die Pausenansprachen von Hütter in den Spielen gegen Hannover 96 oder Inter Mailand waren, nach denen die Elf in der zweiten Hälfte komplett anders auftrat, kann ermessen, wie schwer die Sperre die Eintracht trifft. Die Co-Trainer Christian Peintinger und Armin Reutershahn werden das Team im Giuseppe-Meazza-Stadion betreuen.

Die Strafe ausgerechnet für Adi Hütter ist auch insofern kurios, weil der Österreicher an der Linie bislang als ausgesprochen unaufgeregt und zurückhaltend aufgetreten ist. Von emotionalen Ausbrüchen ist nichts bekannt, ganz anders als bei Niko Kovac, der von der ersten Minute an ununterbrochen auf den Vierten Offiziellen einredet, von einem Christian Streich, dem leicht aufbrausenden Energiebündel, ganz zu schweigen. Aber die haben auch nicht gegen eine unschuldige Trinkflasche getreten.

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