Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Fürther Cedric Itten (li.) und der Ex-Frankfurter Branimir Hrgota.
+
Die Fürther Cedric Itten (li.) und der Ex-Frankfurter Branimir Hrgota.

Eintracht-Gegner Greuther Fürth

Hrgota, Willems, Meyerhöfer: Drei Ex-Frankfurter wollen es wissen

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Drei Ex-Frankfurter wollen den bislang hoffnungslos unterlegenen Aufsteiger am Sonntag gegen die Frankfurter Eintracht zum Premierensieg führen.

Branimir Hrgota hat in diesen Tagen zu kämpfen, mich sich selbst, mit dem Klub, mit seiner besonderen Rolle für die Spielvereinigung. Der 28-Jährige von Bundesliga-Schlusslicht Greuther Fürth, fühlt sich noch ein Stück weit mehr verantwortlich als andere für Wohl und Wehe. Hrgota ist Kapitän der Franken, er ist zudem ein reflektierender Typ, und nach seiner starken Vorsaison, in der er die Fürther zum Aufstieg führte und schoss, wollte er nun unbedingt den nächsten Coup landen, einen noch weitaus größeren: den Ligaerhalt.

Bereits nach zehn Spieltagen und vor dem Sonntagsduell gegen seinen ehemaligen Verein Eintracht Frankfurt (19.30 Uhr/Dazn) wirkt dieses Unterfangen, Hrgotas Wunsch, wie ein unerfüllbarer Traum. Einen mickrigen Punkt sammelte Fürth bisher – das ist historisch schlecht. Einzig der 1. FC Saarbrücken hatte in der ersten Bundesligasaison 1963/64 eine ebenso miese Ausbeute. Und Hrgota nimmt das mit. „Jedes Mal wenn wir verlieren, tut das sehr weh, vor allem mir als Kapitän“, sagt er. Vor kurzem nach einer Pleite gegen Bochum mischten sich Tränchen in die ins Leere schauenden Augen.

Jetro Willems: „Gute Zeit“ in Frankfurt

Es sind gewiss nicht die ersten Rückschläge, die der schwedische Stürmer in seiner wechselhaften Karriere erlebt. In Gladbach schaffte er den Durchbruch nicht, mit der Eintracht holte er zwar den Pokal, saß dabei aber auf der Tribüne. Am Ende standen sechs Tore in drei Jahren - nicht die Bilanz eines Stammspielers. Trotzdem überwiegen für ihn die positiven Erinnerungen, so ist er halt, der Brane, der Teamplayer. „Frankfurt war eine gute Zeit für mich, vor allem das erste Jahr“, sagt er. „Ich werde nie vergessen, wie wir den Pokal geholt haben.“

Nun also wollte er es im dritten Erstligaanlauf allen beweisen. Seine persönliche Ausbeute bisher: drei Tore, bester Schütze der Fürther. Hrgota kann mithalten in der Bundesliga, viele andere Fürther eher weniger. Mit einem Etat von 17,7 Millionen Euro für die Profis hat der Klub das schmalste Portemonnaie. Gar dem Mitaufsteiger Bochum stehen fünf Millionen mehr zur Verfügung.

Marco Meyerhöfer: Jugendspieler bei Eintracht Frankfurt

Zur misslichen sportlichen Lage gesellen sich personelle Probleme. Fünf Spieler fehlen wegen Corona-Quarantänen auch am Sonntag, elf Profis insgesamt. Trainer Stefan Leitl konnte auf dem Übungsplatz nur 16 Kicker begrüßen. Unter ihnen neben Hrgota weitere Ex-Frankfurter: So schnürt Linksverteidiger Jetro Willems, 27, seit Sommer die Schuhe für Fürth, ist Stammkraft, ohne jedoch bisher für entscheidende Impulse gesorgt zu haben. Der Niederländer zählte einst unter Trainer Niko Kovac zum erweiterten Stammpersonal bei der Eintracht, ehe dessen Nachfolger Adi Hütter erst selten und dann gar nicht mehr auf ihn baute. „Es wird keine Revanche, so denke ich nicht“, sagt Willems dennoch: „Ich freue mich einfach, gegen die früheren Kollegen zu spielen.“

Dritter Fürther mit Frankfurter Vergangenheit ist Marco Meyerhöfer. Der Rechtsverteidiger, 25, geboren in Bad Homburg, kickte in der Jugend für die Hessen. Zu den Profis schaffte er es aber nie, und auch später in Saarbrücken und Mannheim war Meyerhöfer nie die große Nummer, ein Unterschätzter, der sich zeit seiner Karriere durchbiss und andere, höher gehandelte Profis hinter sich ließ. Der Lohn: Stammspieler in der Bundesliga, wenn auch ohne Sieg. Stehaufmänner wie Hrgota, Willems und Meyerhöfer aber geben niemals auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare