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Oliver Glasner von Eintracht Frankfurt
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Eintracht-Trainer Oliver Glasner am Spielfeldrand.

Kommentar

Höchst alarmierend: Eine Eintracht ohne DNA

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Wenn es mit diesem Team hart auf hart in den Abstiegskampf geht, dann muss einem angst und bange werden um Eintracht Frankfurt. Ein Kommentar.

Eintracht Frankfurt im wechselhaften Herbst 2021 liest sich in nackten Zahlen wie folgt: 2:1-Sieg beim deutschen Meister FC Bayern München, 1:2 gegen Krisenklub Hertha Berlin, 3:1 gegen den griechischen Titelträger Olympiakos Piräus, 0:2 bei Aufsteiger VfL Bochum. Auf und nieder, immer wieder. Viel mehr Wankelmütigkeit geht nicht.

Der erneuerte Bundesligist aus dem Hessischen gibt Rätsel auf, es ist viel Wundertütenpotenzial dabei. Keiner ahnt, ob sich die Mannschaft zu einer Leistung aufraffen kann, die es ihr ermöglicht, Spitzenteams zu bezwingen, oder aber ob sie derart blutleer und schlapp auftritt, dass sie auch gegen Kellerkinder nahezu chancenlos untergeht. Ein Team, zwei Gesichter.

Eintracht Frankfurt: Keine DNA zu erkennen

Trainer Oliver Glasner wirkt zunehmend ratlos. Eine Spielidee ist nicht auszumachen: Wofür steht diese Mannschaft? Wie genau ist ihr Plan? Wie soll sie zum Erfolg kommen? Eine Identität, eine eigene DNA ist nicht zu erkennen. Wo Eintracht Frankfurt draufsteht, ist oft genug nicht Eintracht Frankfurt drin. Auch nach 13 Pflichtspielen ist keine Entwicklung zu erkennen, zumindest keine nachhaltige. Da ist vieles gestückelt und gepuzzelt, auf Zufall basierend.

Wirkt fast schon ratlos. Eintracht-Trainer Oliver Glasner.

In Summe ist das von allem zu wenig. Die Mannschaft hat nichts, auf was sie sich zurückziehen kann, sie ist schwer zu greifen, die Lage diffus. Das alles sind Folgen des Umbruchs auf allen Ebenen und auch der Einkaufspolitik, die absolut kritikwürdig ist. Der Mannschaft ist schlichtweg nicht genügend Qualität zugeführt worden.

Eintracht Frankfurt: SGE muss sich Charakterfrage stellen lassen

Nun ist die Situation besorgniserregend, in höchstem Maße alarmierend. Bedenklich auch, dass in den letzten beiden Bundesligaspielen die Einstellung nicht mehr stimmte, weshalb die Charakterfrager zulässig ist. Oder ist gar zu viel Harmonie im Spiel? Die Mannschaft kommt aus einem autoritären Führungsstil Adi Hütters heraus, fehlt nun womöglich etwas Reibung?

Die Eintracht rutscht mitten hinein in den Abstiegskampf. Das ist nicht gut, denn dieser Kader ist für eine solche Nervenschlacht und gegen ums Überleben kämpfender Opponenten nicht gemacht. Dazu ist das Ensemble zu unausgewogen, zu labil und anfällig, auch mit zu vielen Schöngeistern gespickt, die meinen, es besser zu können oder bei zu großem Druck eben einknicken. Wenn es mit diesem Team und in dieser Zusammenstellung hart auf hart geht, dann kann einem angst und bange werden um Eintracht Frankfurt. (Ingo Durstewitz)

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