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Hat mit der Eintracht noch einiges vor, mit der österreichischen Nationalmannschaft natürlich auch: Martin Hinteregger.
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Hat mit der Eintracht noch einiges vor, mit der österreichischen Nationalmannschaft natürlich auch: Martin Hinteregger.

SGE

Eintracht Frankfurt: Martin Hinteregger schwärmt von Oliver Glasner

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Frank Hellmann
    Frank Hellmann
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Eintracht-Profi Martin Hinteregger hält große Stücke auf den zukünftigen Trainer Oliver Glasner und weint Adi Hütter doch einige Tränen hinterher.

Frankfurt - Das Südburgenland kennt Martin Hinteregger zwar nicht so gut wie seine Kärntner Heimat, aber oft genug hat sich der Abwehrspieler von Eintracht Frankfurt hier schon in einer Vorbereitung aufgehalten. Das österreichische Nationalteam schätzt die Kraftquellen etwas mehr eine Autostunde südlich von Wien. Seit dem vergangenen Donnerstag bereiten sich Hinteregger und Gefährten in einem feudalen Resort im beschaulichen Bad Tatzmannsdorf auf die Europameisterschaft vor. Als der Frankfurter Verteidiger nun zu einer digitalen Medienrunde erschien, ging es allerdings nicht allein um die ÖFB-Auswahl.

Freimütig erzählte der 28-Jährige erst einmal davon, dass er vor zwei Jahren beinahe beim VfL Wolfsburg gelandet wäre – dort buhlte nämlich ein gewisser Oliver Glasner hartnäckig um seine Dienste. Hintergrund: Der künftige Eintracht-Trainer kannte den kantigen Abwehrspieler aus der gemeinsamen Zeit beim FC Red Bull Salzburg, wo Glasner zwischen 2012 und 2014 als Assistent arbeitete. „Er war der perfekte Co-Trainer von Roger Schmidt. Da war er außergewöhnlich gut“, erinnert sich Hinteregger. „Er wollte mich vor zwei Jahren nach Wolfsburg holen, aber ich habe immer gesagt, dass Eintracht Frankfurt mein erster Ansprechpartner ist. Deswegen ist es ein bisschen lustig und komisch, dass es jetzt doch noch geklappt hat. Ich freue mich riesig. Was er in Wolfsburg geleistet hat, war richtig stark.“ Da empfängt einer den neuen Chef von Eintracht Frankfurt mit offenen Armen.

Eintracht Frankfurt: Matrin Hinteregger trifft Abgang von Adi Hütter

Keinen Hehl macht der Frankfurter Publikumsliebling daraus, dass ihn der Abgang seines Landsmann Adi Hütter getroffen hat. Vielleicht erklärt das auch so manchen Wackler des 53-fachen österreichischen Nationalspieler in der Endphase der Bundesliga-Saison bei Eintracht Frankfurt.

„Hinti“ war im Schlussspurt nicht mehr der alte „Hinti“, da nagte etwas an ihm, er wirkte fast schon lethargisch, schien belastet, gedanklich weit weg. Bezeichnend die Szene im Spiel gegen Mainz, als er sich während der Trinkpause im Fünfmeterraum auf den Ball hockte, einen Smalltalk mit Torwart Kevin Trapp abhielt und nicht wie die übrigen Kameraden den Anweisungen des Coaches von Eintracht Frankfurt an der Seitenlinie folgte. So merkwürdig spielte er auch.

Hinteregger muss sich wohlfühlen, vertrauen können, sich wertgeschätzt fühlen, dann wächst er über sich hinaus. Das war bei Adi Hütter der Fall. „Vor zweieinhalb Jahren war ich ein ganz anderer Spieler. Er hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Er hat einen großen Anteil daran“, sagt der Kultkicker von Eintracht Frankfurt. „Es ist sehr schade, dass er geht.“ Doch übel stößt ihm der Wechsel nicht auf, auch wenn er ihn belastet hat. „Ich kann das nachvollziehen. Wenn ein Max Eberl anruft, dann kann man schwer Nein sagen.“

NameMartin Hinteregger
Alter28 Jahre
Größe1,84 Meter
VereinEintracht Frankfurt
PositionInnenverteidiger
FußLinksfuß

Martin Hinteregger bekennt sich zu Eintracht Frankfurt

Hinteregger hat sich vom Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach schließlich selbst mal überzeugen lassen, als er von Januar bis Juni 2016 für die Fohlenelf kickte. Letztlich wurde der eigenwillige Profi in Gladbach aber nicht glücklich, ging zurück nach Salzburg, um dann beim FC Augsburg einen zweiten Anlauf in Deutschland zu nehmen. 2019 wechselte er bekanntlich zunächst auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt, ehe ihn die Eintracht für fast zehn Millionen Euro kaufte, sein Vertrag läuft bis 2024.

Kurios: Eine Antwort auf seinen definitiven Verbleib bei Eintracht Frankfurt beantwortete Hinteregger in der digitalen Runde nur deshalb nicht, weil ihn aufgrund von technischen Störungen die Frage nicht erreichte. Doch dass er dem Frankfurter Klub die Treue hält, stellte er schon vorher klar: Niemand müsse sich „Sorgen machen“, dass er ebenfalls abdanken werde, befand er unlängst. „Ich liebe Frankfurt und gehöre an den Main.“ Nun wird er seine Mission unter Glasner fortführen: „Jetzt kommt der nächste alte Bekannte, der mich hoffentlich auch auf eine höhere Stufe pushen wird.“

Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt konzentriert sich auf Nationalmannschaft

Vorerst gilt sein Fokus aber nicht Eintracht Frankfurt, sondern erst einmal den Aufgaben mit dem Nationalteam. Österreich trifft in einer EM-Vorrundengruppe auf die Niederlande, Ukraine und Deutschland-Bezwinger Nordmazedonien. Ein Weiterkommen sollte möglich sein, doch im März hat ein verstörendes 0:4 im WM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark mal wieder aufgeregte Reaktionen in der Alpenrepublik ausgelöst. Hinteregger fehlte damals verletzt.

Eintracht impft los

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat seinen Spieler unmittelbar nach Saisonende ein Impfangebot unterbreitet, das die meisten Akteure angenommen haben. Das hatte zunächst der „Kicker“ berichtet. Nach der letzten Partie gegen den SC Freiburg (3:1) erhielten die willigen Fußballer eine Spritze mit dem in Deutschland bisher wenig verwendeten Impfstoff Johnson & Johnson. Der Vorteil bei diesem Mittel: Es wirkt vollumfänglich bereits nach nur einer Dosis und nicht wie bei den anderen zugelassenen Vakzinen erst nach der zweiten. Die Eintracht ist nicht der einzige Profiklub, der so verfuhr, auch Jahn Regensburg oder der 1.FC Nürnberg boten ihren Spielern Termine an, andere Vereine werden nachziehen. Die Eintracht legte Wert auf die Feststellung, dass man sich an die bestehenden Regeln gehalten habe. „Wir sind nicht im rechtsfreien Raum und sind keine Vordrängler“, sagte Medienchef Jan Martin Strasheim. „Der Vorgang ist mit allen Behörden und Ämtern abgestimmt.“ dur

Er will die Erwartungshaltung für die EM nicht zu hoch schrauben: „Vor fünf Jahren haben wir bei der Europameisterschaft unser blaues Wunder erlebt. Ich hoffe, dass das ein bisschen eine Warnung ist.“ Vor der EM 2016 in Frankreich galten die Österreicher nach starken Leistungen in der Qualifikation und wegen der Qualitäten der vielen Bundesligaspieler um David Alaba vom FC Bayern fast schon als Geheimfavorit. Hinteregger spürte damals schon den Schlendrian in der Vorbereitung, bereits die Testspiele seien „nicht optimal“ gewesen: „Damals haben wir gedacht, wir können den Schalter leicht umlegen – das war aber nicht der Fall. Diesmal müssen wir das genau andersrum machen.“ (Ingo Durstewitz und Frank Hellmann)

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