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Kultspieler auf dem Vormarsch: Martin Hinteregger.
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Kultspieler auf dem Vormarsch: Martin Hinteregger.

SGE

Eintracht Frankfurt: Hinteregger wird zur zentralen Figur

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Eintracht-Verteidiger Hinteregger wird auf seine ganz eigene Art zur zentralen Figur, gibt sich meinungsstark und ulkig.

  • Martin Hinteregger wird bei Eintracht Frankfurt zur zentralen Figur.
  • Der Verteidiger gibt sich meinungsstark und ulkig.
  • Auch neben dem Platz übernimmt Hinteregger immer mehr Verantwortung bei der SGE.

Zum Schluss gab’s noch einen Klaps, einen leichten auf den Hinterkopf, nicht schlimm, aber das mag er ja, der Martin Hinteregger, mit diesen kleinen körperlichen Wachmachern spielt er besser Fußball. Das hat er zumindest einst so erzählt. In diesem Fall aber erhielt der Verteidiger von Bundesligist Eintracht Frankfurt ihn als Anerkennung für seine starke Leistung – vom Chef höchstpersönlich, von Trainer Adi Hütter direkt nach dem Abpfiff.

Eintracht Frankfurt: Gut gemacht, Hinti

„Für ihn freut es mich besonders“, sagte Hütter wenig später in der Pressekonferenz und bezog sich auf Hintereggers 2:1 nach 84 Minuten im Heimspiel gegen Hertha BSC. Da war der Blondschopf mit nach vorne geeilt, hatte die Flanke von Teamkollege Almamy Touré richtig antizipiert und den Ball mit dem Kopf im kurzen Eck versenkt. „Ich kenne Almamy, er spielt oft die Flanken auf den ersten Pfosten, das habe ich gewusst und bin zum Glück zur richtigen Stelle gelaufen. Ich musste nur noch meinen Schädel hinhalten.“ Für den Österreicher, der vergangene Runde zu den treffsichersten Abwehrmännern Europas zählte, war es der erste Saisontreffer im 19. Einsatz, zuletzt hatte er sich diesem stetig angenähert – mal scheiterte er jedoch an den gegnerischen Torhütern, mal klatschte der Ball ans Aluminium. „Das war ein super Zeitpunkt für das erste Saisontor“, sagte der 28-Jährige. In der Tat.

Eintracht Frankfurt: Meinungsstark, nahbar, ulkig

An diesem verschneiten, ekligen Samstag im Frankfurter Stadtwald war es bezeichnend, dass ausgerechnet ein beinharter Verteidiger die Eintracht auf die Siegerstraße wuchtete. Hinteregger, zuvor im persönlichen Dauerclinch mit dem Berliner Krzysztof Piatek fast immer Sieger geblieben – beim 0:1 konnte er nichts ausrichten –, hat sich in dieser Saison sukzessive in der Teamhierarchie zu einem Anführer nach oben gearbeitet.

Zum einen natürlich durch stabilen Leistungen auf dem Rasen, durch seine kompromisslose Spielweise, die ihn zu „einem der besten Verteidiger der Liga“ (Hütter) macht. Zum anderen aber vor allem durch seine offenbar gewachsene Persönlichkeit. Hinteregger gibt deutlich mehr Anweisungen als früher, er coacht als Libero seine Kollegen in zentraler Rolle, gegen die Hertha durfte er nach der Auswechslung von Makoto Hasebe gar die regenbogenfarbene Kapitänsbinde übernehmen. Nicht unwahrscheinlich ist, dass der Linksfuß die Armbinde kommende Runde regelmäßig tragen wird.

Eintracht Frankfurt: Hinteregger übernimmt Verantwortung

Auch abseits des Feldes übernimmt Hinteregger mehr Verantwortung als früher. Quasi nach jedem Spiel wird er von der Frankfurter Medienabteilung vor die TV-Kameras gebeten und lässt dort regelmäßig markige Sprüche fallen. Bereits Anfang Januar nach dem Sieg in Mainz sprach er offen das Ziel Europapokal an. „Wir sind stolz auf unsere Leistungen und darauf, wie dominant wir auftreten“, sagte er nach dem 3:1 gegen die Hertha: „Wir kommen auch nach Rückschlägen zurück. Wir haben viel Qualität, das zeigen wir aktuell eindrucksvoll.“

Die Offenheit kommt an, vor allem bei den Fans, die seit einigen Wochen auch in den Sozialen Netzwerken mit ulkigen Hinti-Inhalten unterhalten werden. Mal präsentiert der nahbare Kärtner da seine Ziehharmonikakünste im eigenen Wohnzimmer, mal sein Lieblingsnudelrezept von der Oma. Irgendwie passend auch am Samstag seine unfreiwillig, humoristische Replik auf die Frage nach einer möglichen Frankfurter Champions-League-Quali: „Ich antworte mal demokratisch: Wir schauen von Spiel zu Spiel.“ Könnte ein Klassiker werde.

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