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Durfte die letzten zehn Minuten spielen: Kevin-Prince Boateng (rechts).
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Durfte die letzten zehn Minuten spielen: Kevin-Prince Boateng (rechts).

Hertha

Hertha siegt in Frankfurt: Es geht auch ohne den lieben Gott

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Der Berliner Trainer Pal Dardai stand gehörig unter Druck, seine Mannschaft liefert „das beste Spiel der Saison“, wie Sportboss Fredi Bobic findet.

Die finalen zehn Minuten durfte auch der Rückkehrer noch mitmachen. Nach 83 Minuten betrat Kevin-Prince Boateng den Rasen, es gab Pfiffe, die sich in der Mehrzahl aber wohl aufs Berliner Zeitspiel bezogen, nicht auf den ehemaligen Frankfurter im Hertha-Dress. Beim Aufwärmen noch spendeten etliche Eintracht-Fans ihrem einstigen Pokalhelden warmen Applaus – und der klatschte artig zurück. Ob nun Pfiffe gegen ihn oder nicht, das tangierte Boateng ohnehin nicht an diesem Samstagnachmittag. Es gab ja Wichtigeres aus seiner Sicht: den 2:1-Auswärtserfolg zum Beispiel.

Boateng also mühte sich sofort nach hinten in den Strafraum, um den Kollegen zu helfen, der Schritt wacklig, eiernd fast, aber für zehn Minuten sollte das bei solch einem Klassekicker noch locker reichen. Also half er erst hinten aus, holte kurz drauf vorne einen Freistoß heraus, spielte einen klugen Pass, dirigierte viel. Das, was er mit seinen 34 Jahren eben noch so alles kann. Job erfüllt, drei Punkte im Gepäck, Rückkehr nach Frankfurt geglückt.

Prince Boateng ist so etwas wie der spielenden Co-Trainer von Pal Dardai, dem Chefcoach. Und der war nach dem dritten Dreier der Saison zufrieden. Gerade die erste Hälfte hatte es ihm, der bei einer erneuten Pleite wohl um seinen Job hätte bangen müssen, angetan. „Das war perfekt“, so Dardai. Einsatz, taktische Disziplin, Flankenspiel, da passte viel zusammen. Lediglich ein, zwei Tore mehr hätten es sein können. Schließlich lobte der 45-Jährige seine Truppe noch für ihren „großen Fight“ am Ende des Spiels.

Ein Schritt nach vorne sei das alles in allem gewesen, gerade im Vergleich zur misslungenen Vorsaison. „Da hat der liebe Gott die Mannschaft in der Liga gehalten“, so Dardai, jetzt sei das eine ganz andere Ausgangslage. Im Team herrsche „Vertrauen und gute Laune“. Und manchmal reicht alleine das offenbar für „die beste Leistung der Saison“, wie der zweite Frankfurt-Rückkehrer Fredi Bobic, mittlerweile Sportchef in Berlin, sagte. dani/kil

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