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Eintracht-Idole unter sich: Yeboah (vorne von links), Okocha, Fjörtoft und Nikolov.

Deutscher Sportpresseball

Die Helden von einst

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Eintracht Frankfurt präsentiert Ikonen von früher als internationale Markenbotschafter. Okocha und Yeboah werden gefeiert.

Klack, klack, klack. Blitzlichtgewitter. „Tooony hierher bitte, Jay-Jaaay nach links schauen.“ Klack, klack, klack, Blitzlichtgewitter. „Tooony hier, auf der rechten Seite.“ Klack, klack, klack, Blitzlichtgewitter. „Jay-Jaaay, noch einmal lächeln bitte.“ Blitzlichtgewitter. Als die Helden von einst, diese beiden afrikanischen Fußballkünstler, die den Fans von Eintracht Frankfurt in den 90er-Jahren so viele berauschende Momente im Waldstadion beschert hatten, über den roten Teppich schlenderten, da waren die Fotografen in ihrem Element. 

Anthony Yeboah und Jay-Jay Okocha, das war weder zu überhören noch zu übersehen - zur Erinnerung: klack, klack, klack und Blitzlichtgewitter -, sie waren an diesem Samstagabend beim Deutschen Sportpresseball in der Alten Oper der Hingucker - trotz aller extravaganten Kleider, trotz aller Prominenz aus Sport, Politik und Showbusiness, trotz des Weltmeisters Philipp Lahm und der Wimbledonsiegerin Angelique Kerber. Die wohligen Erinnerungen an Tore nach gefühlt zehn Haken (Okocha), an Treffer aus eigentlich allen Lagen (Yeboah), sie waren sofort präsent.

Yeboah und Okocha, mittlerweile 52 (oder 54) und 45 Jahre alt, gaben sich die Ehre in der Stadt am Main. Sie waren in offizieller Mission unterwegs - als internationale Markenbotschafter von Eintracht Frankfurt. „Es ist schön, alte Kollegen zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hat. Ich bin sehr glücklich, künftig als Botschafter für einen Klub wie die Eintracht zu arbeiten, der mir in meiner Karriere viel gegeben hat“, sagte Yeboah. 

Neue Markenbotschafter

Es ist keine ganz neue Idee des hessischen Bundesligisten, ehemalige Idole an den Klub zu binden. Schon vor zwei Jahren präsentierten die Frankfurter acht Ehemalige wie Charly Körbel, Uwe Bein oder Bernd Hölzenbein als ihre Markenbotschafter, diesmal kamen sechs internationale dazu. Neben Yeboah und Okocha sind das Bum-kun Cha, Jan-Aage Fjörtoft, Oka Nikolov und Chen Yang. Klangvolle Namen im Hessenland, aber eben auch in der ganzen Republik und den Heimatländern der ehemaligen Profikicker.

„Es ist toll, dass diese Persönlichkeiten, die aufgrund ihrer sportlichen Leistungen große Verdienste um die Eintracht erworben haben, für uns Aufgaben übernehmen“, sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann: „Vor allem vor dem Hintergrund unserer internationalen Aktivitäten werden uns alle Botschafter helfen, das Eintracht-Gefühl in die Welt zu tragen.“ 

Zugegeben, ziemlich pathetische Worte, an diesem Abend funktionierte das Werben mit den Helden von einst aber mühelos. Als Yeboah, Okocha und Kollegen zu später Stunde nach und nach auf die Bühne des großen Ballsaals traten, brandete jedes Mal großer Applaus auf. Und spätestens als Yeboah, der mit seiner Tochter gekommen war, auch noch zwei Sätzchen ins Mikrofon sprach, sein „tolles Gefühl“ erwähnte, da waren die Erinnerungen an früher wieder da. An Tore nach gefühlt zehn Haken, an Treffer aus eigentlich allen Lagen, an berauschende Fußballspiele im Waldstadion. Klack, klack, klack. Blitzlichtgewitter.

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