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Verstehen sich prima: Jesper Lindström (links) und Jens Petter Hauge.
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Verstehen sich prima: Jesper Lindström (links) und Jens Petter Hauge.

SGE-Sieg in Piräus

Strahlende Nordlichter der Eintracht

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die oft gescholtenen Eintracht-Neuzugänge Jesper Lindström und Jens Petter Hauge sorgen für den Sieg in Piräus und wähnen sich jetzt auf dem richtigen Weg.

Frankfurt/Piräus – Das kurzzeitige Erfolgsrezept des Jens Petter Hauge ist genauso simpel wie durchschlagend, man könnte es auch „Vogel-Strauß-Politik“ nennen. Oder es halten wie die drei Affen, die ja über Schlechtes weise hinwegsehen. Der Eintracht-Stürmer hat es so oder so ähnlich gemacht, von Kritik will der 22-Jährige nämlich nichts gehört oder gelesen haben. „Es ist mir egal, was die Presse schreibt“, sagte der Norweger, nachdem er Eintracht Frankfurt mit seinem Tor in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg in Piräus geschossen und damit das Überwintern in der Europa League sichergestellt hatte. Ihn interessiere nur, was der Trainer sage, „das ist das Wichtigste“.

Man kann das glauben oder auch nicht, zumal Coach Oliver Glasner selbst sagte, er habe seine arg ins Trudeln geratenen Neuzugängen zuletzt so ein bisschen „aus der Schusslinie“ nehmen müssen. Doch Fakt ist: Es ist in erster Linie den zuletzt doch ziemlich gescholtenen Nordlichtern Jens Petter Hauge und Jesper Lindström zu verdanken, dass die Eintracht diesen Europa-Coup feiern konnte, von dem sie im Frankfurter Lager natürlich hoffen, dass von ihm eine Initialzündung ausgeht und die Wende zum Guten geschafft ist.

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Schwieriger als Hauges Treffer aus Nahdistanz war gewiss die Vorarbeit des Dänen Lindström, der endlich mal seine Schnelligkeit ausspielte, am linken Flügel zielstrebig durchgebrochen war und den Ball zu seinem Partner in die Mitte passte. Der Rest war Formsache, der Rest war grenzenloser Jubel. Schnell ist er, der Jesper Lindström, pfeilschnell gar, er macht nur oft zu wenig daraus, was auch an seiner Statur liegt, der Bursche ist doch arg schmächtig, vier, fünf Kilo wird er an Muskelmasse noch draufpacken müssen, um in der Bundesliga zu bestehen oder gar eine tragende Rolle einzunehmen. Doch schon die Auswärtspartie in Antwerpen hatte der 21-Jährige maßgeblich zu Gunsten der Eintracht beeinflusst, als er ebenfalls kurz vor Schluss ins Dribbling ging und einen Strafstoß herausholte, den Goncalo Paciencia zum 1:0-Sieg verwandelte. Er kann es also.

Eintracht Frankfurt: Sam Lammers fehlt „Leichtigkeit“

Vielleicht hat es den beiden Jungprofis auch mal ganz gutgetan, für ein paar Spiele von der Bank zu kommen und nicht dem großen Druck ausgesetzt zu sein. Insofern hat Trainer Oliver Glasner zuletzt ziemlich viel richtig gemacht. Hauge und Lindström werden wohl noch etwas Zeit brauchen, aber ihr Potenzial haben sie angedeutet. „Ich freue mich für sie“, sagte Glasner, beiden hätten keine leichte Zeit hinter sich. „Das ist gut für unser Klima.“

Nicht so gut lief es indes in Griechenland erneut für Mittelstürmer Sam Lammers, dem die einfachsten Dinge missrieten, er wirkt nach wie vor wie ein Fremdkörper, ohne Zutrauen und Körperspannung. Glasner ist das natürlich nicht verborgen geblieben. Der sensible Kerl, 24 Jahre jung, mache sich „zu viele Gedanken“, findet der Coach, „vielleicht liest er auch zu viel“. Im Gegensatz zum Kollegen Hauge. Er, Glasner, habe die „absolute Hoffnung“, dass Lammers noch durchstarte. „Er hatte keine einfache Zeit.“ Noch in Italien habe er sich einer Schulter-OP unterziehen müssen, hatte keinen Rhythmus. „Und dann sollte er hier vom ersten Tag an funktionieren und der Toptorjäger sein.“ Das hat nicht so geklappt.

Der Angreifer braucht laut Glasner mal ein Erfolgserlebnis, damit „die Leichtigkeit wieder kommt“. Lammers sei ein „super Typ und ein feiner Fußballer“, technisch gut und stark im Abschluss – „doch zurzeit zeigt er es zu wenig.“ Fallen lassen werde er den Niederländer aber nicht. „Wir zweifeln nicht an ihm.“ (Ingo Durstewitz)

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