1. Startseite
  2. Eintracht

Hasebe könnte fit fürs Köln-Spiel werden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Kilchenstein, Daniel Schmitt

Kommentare

Enorm wichtig für die Eintracht: Makoto Hasebe (re.) Foto: dpa
Enorm wichtig für die Eintracht: Makoto Hasebe (re.) © dpa

Der Japaner Makoto Hasebe trainierte am Mittwoch schon wieder mit der Mannschaft und bestritt sogar Zweikämpfe

Dass Makoto Hasebe ein schier unverwüstlicher Routinier bei Eintracht Frankfurt ist, ist nichts Neues. Dass er aber auch über erstaunliches Heilfleisch verfügt, ist neu, aber auch nicht überraschend: Der 38 Jahre alte Japaner hat nur neun Tage nach seinem schweren Zusammenprall mit dem eigenen Torwart Kevin Trapp im Spiel beim VfB Stuttgart am Dienstagnachmittag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert - und zwar weitgehend ohne Einschränkungen. Selbst Zweikämpfe bestritt der 38-Jährige, nur das Abschlussspielchen ließ er dann doch vorsichtshalber aus.

Dadurch dürfte der Japaner wieder eine Option für die Partie am kommenden Samstag beim 1. FC Köln sein, mindestens. Hasebe hatte sich bei dem Zusammenstoß Prellungen des Brustkorbs zugezogen, die nach stationären Aufenthalten in Krankenhäusern in Stuttgart und Frankfurt als Pneumothorax diagnostiziert wurden.

Sollte Hasebe in Köln tatsächlich einsatzfähig sei, hätte er Eintracht-Trainer Oliver Glasner viel Denksport erspart. Seit Tagen grübelt der Fußballlehrer darüber, wie er die instabile Frankfurter Hintermannschaft endlich dicht bekommt. Denn Martin Hinteregger, der erste Vertreter Hasebes, befindet sich momentan in keiner guten Form, er steht fast komplett neben den Schuhen, wirkt verunsichert. Gegen den VfL Wolfsburg verschuldete er beim 0:2 beide Gegentore, zudem wirkte der Österreicher alles andere als in Form. Derzeit entpuppt sich der 29 Jahre alte Publikumsliebling eher als Sicherheitsrisiko für die Hessen.

Eintracht Frankfurt: Glasners Gedankenspiele

Glasner hat schon überlegt, die Abwehr umzubauen: Entweder mit Stefan Illsanker als zentraler Abwehrmann oder mit dem jungen Brasilianer Tuta. Oder aber er greift auf eine Viererabwehrkette zurück. Die Mannschaft fühlt sich aber in einem 3-5-2-System wohler. Und obwohl Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Glasner dem „Hinti“ verbal den Rücken gestärkt hatten, schien es eher unwahrscheinlich, dass er noch am Samstag erneut in der Startformation stehen würde.

Sollte Hasebe tatsächlich wieder fit fürs Köln-Spiel werden, hätte er Trainer Glasner einen großen Gefallen getan. Ein Hasebe tut der Frankfurter Mannschaft, vor allem was den Spielaufbau angeht, gut. Entscheidend wird aber sein, wie sehr Hasebe sich in der Lage sieht, Schmerzen zu tolerieren. Aber auch in diesem Punkt ist der Routinier eine Ausnahmeerscheinung. (Thomas Kilchenstein und Daniel Schmitt)

Auch interessant

Kommentare