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Immer mittendrin: Eintracht-Kapitän Chris.
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Immer mittendrin: Eintracht-Kapitän Chris.

Eintracht-Kapitän

Mit der Harpune ins Getümmel

Der brasilianische Spielführer Chris zeigt als unermüdlicher Antreiber im defensiven Mittelfeld eine Leistung, die kaum noch Raum für eine Steigerung lässt. Eintracht-Trainer Michael Skibbe weiß um den Wert seines Kapitäns: „Er könnte auch in jedem Top-Klub spielen“ .

Natürlich hatte Christian Maicon Hening, der alle überragende Mann auf dem Platz, auch bei der größten Frankfurter Chance seine Füße im Spiel. Der Kapitän der Frankfurter Eintracht war ja sowieso überall auf dem Platz zu finden an diesem Nachmittag, er mehr als 90 Ballkontakte, das ist eine enorm gute Bilanz für einen Mittelfeldspieler. Und ehe Halil Altintop in dieser 68. Minute den Ball in den Himmel drosch, hatte Chris die Kugel mit einer schier unglaublichen Grätsche erkämpft. Klubchef Heribert Bruchhagen umschrieb diese Szene und das Spiel seines besten Mannes hinterher treffend so. „Chris ist in die Zweikämpfe reingestoßen wie eine Harpune.“

Chris, 32, war in der Tat ein unermüdlicher Antreiber, der im defensiven Mittelfeld eine Leistung zeigte, die kaum noch Raum für eine Steigerung lässt. Der Brasilianer war schlichtweg außergewöhnlich. Präsent in allen Zweikämpfen, auch den harten, der König der Lüfte, ohne Angst und mit einem Löwenherzen. Chris präsentierte sich an diesem Nachmittag wie ein echter Anführer. Entsprechend euphorisch lobte Trainer Michael Skibbe seinen Kapitän: „Es ist schön, dass er bei Eintracht Frankfurt spielt“, sagte er. Chris könne nämlich auch bei Schalke 04 oder jedem anderen Topklub spielen. „Er ist für uns nicht zu ersetzen“, sagte Skibbe. „Dieses Zweikampfverhalten, dieser Mut in den Zweikämpfen – das ist einfach richtig gut.“ Gemeinsam mit Pirmin Schwegler, der ebenfalls stark aufspielte und mit klugen Bällen in die Spitze glänzte, braucht sich dieses Duo in der Bundesliga nicht zu verstecken. „Ich glaube, die beiden haben keinen einzigen Zweikampf verloren“, sagte Skibbe.

Rückkehr in Innenverteidigung kein Thema

Mit Chris im defensiven Mittelfeld hat die Eintracht an Stabilität gewonnen, eine Rückkehr in die Innenverteidigung ist derzeit kein Thema. Umso ärgerlicher für Chris, dass seine herausragende Leistung nicht mit einem Sieg gekrönt wurde. „Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben das Spiel dominiert. Schalke kann megazufrieden sein, hier einen Punkt mitgenommen zu haben“, sagte er.

Das Spiel gegen Schalke war für ihn aus zwei Gründen ein ganz besonderes: Zum einen wurde die Partie live im brasilianischen Fernsehen übertragen, zum anderen saß erstmals in dieser Saison sein Vater auf der Tribüne. Da wollte er erst recht glänzen.

Dazu kommt, dass Chris, seit 2003 in Frankfurt und damit einer der dienstältesten Spieler, endlich auch körperlich wieder fit ist. Der sehr verletzungsanfällige Dauerrenner hatte ja wegen diverser Verletzungen (Faserriss, Leisten-Operation) in dieser Runde keine richtige Vorbereitung, holte sich seine Fitness in den Spielen. „Mittlerweile kann ich wieder mit Power spielen“, sagt der Vater des kleinen Enzo. Zwei Tore hat er bislang erzielt, eines mehr als in der ganzen letzten Saison.

Chris fühlt sich in Frankfurt wohl

Der in Blumenau in Brasiliens Süden geborene Chris steht bei den Hessen noch bis 2012 unter Vertrag. Er hat aber kein Hehl daraus gemacht, gerne verlängern zu wollen und seine Karriere in Frankfurt zu beenden. „Juventus Turin wird nicht mehr anfragen“, sagte er unlängst. Seine Familie und er fühlen sich wohl hier, womöglich kehrt er nach seinem Karriereende gar nicht sofort nach Brasilien zurück. Ein paar Jahre würde er freilich gerne noch Fußball spielen. Verzichten, so viel steht fest, kann Eintracht Frankfurt derzeit nicht auf ihn. ( kil/dur)

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