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Kaffee, Kreppel, Kantersieg.

Eintracht-Kolumne Ballhorn

Haris macht blau

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Der Auftritt von Eintracht Frankfurt in Mainz – irgendwoher kommt einem die Sportart bekannt vor, aber Fußball kann das eigentlich nicht gewesen sein. Fußball ist doch dieses Spiel mit Kampf und Leidenschaft und Fairness.

Ballhorn, der langsamste Liveticker der Welt, sitzt seit dreihundert Jahren bei jedem Spiel der Frankfurter Eintracht vor dem Fernseher und versucht dem Treiben etwas Unterhaltsames abzugewinnen. Wenn es nicht so besonders lustig wird, kann das an Ballhorn liegen oder an der Eintracht. Woran es diesmal gehapert hat – entscheiden Sie bitte selbst.   

-20 Minuten: Ja, Kinder, was soll ich schreiben?

-18 Minuten: Weghauen. Auswärtssieg. Is doch klar.

-15 Minuten: Was mir nicht so gefällt:

-12 Minute: Wie Esther Sedlaczek (Sky) immer gefühlte sieben Minuten eingefroren in die Kamera grinst, bevor die Werbung kommt.

-10 Minuten: Was mir aber grundsätzlich durchaus gut gefällt:

-9 Minuten: Esther Sedlaczek (Sky). 

-7 Minuten: Mainzer können offenbar nicht ohne fremde Hilfe laufen.

-6 Minuten: Oder warum singen die „You’ll never walk alone“?

-5 Minuten: Wahrscheinlich der Restalkohol. Karnevalverein. 

-4 Minuten: So, die Mainzer sind vom Bezahlfernsehen ausführlich interviewt worden.

-3 Minuten: Dann darf Thomas Schaaf auch noch für zehn Sekunden was sagen, nämlich das hier: (nach dem Klick hier unten drunter irgendwo)

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-2 Minuten: Na ja. War nicht so spannend.

Anpfiff: Dr. Felix Brych (ledig). (Laut Wikipedia).

1. Minute: Mögen die Mainzer auch restalkoholisiert sein …

2. Minute: … wir sind jedenfalls blau. Wie neulich in Augsburg.

5. Minute: Und wir spielen auch schon wieder so.

7. Minute: Hinten offen wie die Schiersteiner Brücke vor drei Wochen und vorne nach dem Motto:

8. Minute: Haris macht blau.

10. Minute: Aber das Schlimmste ist …

11. Minute: Lesen Sie das Schlimmste im Ballhorn-Viertelhalbzeit-Fazit nach dem Klick.

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13. Minute: Unsere Schildchen stehen schon wieder hinten raus.  

14. Minute: Die Kragenschildchen. Mit den Wasch-Anweisungen. Im Nacken. 

16. Minute: Mann, ist das peinlich.

17. Minute: Sky-Reporter Marc Hindelang: Ilse Aigner ist der Spielertyp, „der kommt auch noch mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit“.

19. Minute: Guter Hinweis. Ab jetzt also Ilses Beiname:

21. Minute: Der fast kopflose Aiges. 

24. Minute: Also, ehrlich gesagt, unser Aufbauspiel …

26. Minute: … wenn das ein Auto wäre, unser Aufbauspiel, dann würde ich als Hersteller jetzt eine Rückrufaktion starten. Aber mal ganz hastig.

28. Minute: Uuuuuh! Aus dem Nichts ein Traumpass von Stendera auf den fast Kopflosen, aber Meier in der Mitte hatte noch die Sitzheizung an.

32. Minute: Abgesehen davon das einzig Überragende nach gut einer halben Stunde: Erfahren Sie’s nach dem Klick.

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34. Minute: Richtig. Überragend sind nur unsere Kragenschildchen.

35. Minute: TOOOOOR! Der fast kopflose Aiges mit dem rechten Fuß!

36. Minute: Passend zum Thema diese Erinnerung von Marc Hindelang: „Der unvergessene Alexander Schur hat sich ein Denkmal geköpft.“

38. Minute: Damals, beim 6:3. Den Zusammenhang hab ich nicht verstannndennnnnnn – und Ausgleich.

39. Minute: Unsere Innenverteidigung. Zu lahm.

43. Minute: Komisches Spiel. Eigentlich hat man auf beiden Seiten nicht das Gefühl, die könnten ein Tor schießen.

45. Minute: Aber sie tun es trotzdem.

HZP: Kaffee.

INHZP: Kreppel.

INHZP: Kantersieg.

INHZP: Alles nach dem Klick.

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46. Minute: Okay. Alles gelogen.

47. Minute: Auch Trapp ist nicht unfehlbar. Zwoeins Mainz.

50. Minute: Unsere Abwehr ist sowieso nicht unfehlbar. Dreieins Mainz.

53. Minute: Kann mal jemand unsere Mannschaft aus der Kabine holen? Das Spiel geht doch längst weiter!

55. Minute: Alex Meier hat die entscheidenden Schritte nicht mehr drauf, die einen Kicker von einem Fußballgott unterscheiden.

56. Minute: Und von Marco Russ ist mir bisher insgesamt ein Pass aufgefallen, der beim eigenen Mann ankam.

57. Minute: Okay, waren angeblich 18 laut dfl.de. Und neun zum Gegner.

59. Minute: Fünfte Gelbe. Jetzt macht Haris gegen den HSV wirklich blau.

61. Minute: Hier kommen alle Faktoren, die dafür sprechen, dass wir noch mindestens einen Punkt holen: (nach dem Klick)

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65. Minute: Hm?

66. Minute: Oh, Pardon, ich muss eingenickt sein.

68. Minute: Aber hey – noch fast eine halbe Stunde! 

69. Minute: Und wir haben jetzt Sonny Kittel auf dem Platz!

71. Minute: Ja, DEN Sonny Kittel! Deutscher Meister 2010!

73. Minute: Fünf Jahre ist das schon wieder her?

74. Minute: Kinder, wie die Zeit vergeht. Die halbe Stunde ist auch gleich rum.

75. Minute: Na also! Unseren ersten Eckball in diesem Spiel hatten wir gerade.

79. Minute: Das ist doch auch ein schöner Erfolg.

83. Minute: Wir bringen’s mit zehn Mann zu Ende. Carlos Z. geht schon mal vor.

87. Minute: Nach dem Klick: die positive Erkenntnis des Spiels.

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89. Minute: Vor dem Klick: leere Versprechung.

91. Minute: Na komm, eine positive Sache ist da schon: Auch ein beschissenes Spiel dauert meist nicht wesentlich länger als 90 Minuten.

Abpfiff: Und wann kommt der Fußball, Herr Schaaf?

94. Minute: Und wann kommt das gepflegte Angriffsspiel?

95. Minute: Und wann erleben wir die Idee, den Plan vom Frankfurter Fußball, mit dem man sich nicht vor dem Emporkömmling aus Rheinhessen blamiert?

97. Minute: Wieder mal mit heruntergelassenen Hosen erwischt. Wieder mal die Hütte vollgekriegt.

99. Minute: Wieder mal nur Rüpelei und Getrete in der Abwehrzentrale und sonst nix.

100. Minute: Das ist unsympathisch. Das gefällt mir nicht.

102. Minute: Lächerlich, dass wir mit diesen Leistungen immer noch zwei Punkte hinter dem Siebten sind.

105. Minute: Das dicke Ende kommt dann von hinten.

107. Minute: Ballhorn sagt gute Nacht. 

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