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Vergeblich gestreckt: Berlins Keeper Luthe kommt nicht ran, Silva schiebt ein.
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Vergeblich gestreckt: Berlins Keeper Luthe kommt nicht ran, Silva schiebt ein.

André Silva

Gut in Schuss

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Wieder einmal retten die Tore von André Silva die Eintracht aus der Patsche. Zum Sieg bei Union Berlin reicht das aber nicht.

An der Wuhlweide 263 in 12555 Berlin-Köpenick ist keine gute Adresse für Kevin Trapp, schöne Erinnerungen an die Alte Försterei hat der Nationaltorwart nicht. Vor mehr als einem Jahr zog er sich bei einer Abwehraktion eine komplizierte Verletzung an der Schulter zu, am Samstag ließ er eine lächerlich harmlose Hereingabe von Marcus Ingvartsen vom Körper abprallen, Robert Andrich staubte nach dem kapitalen Bock zur Berliner Führung ab. Es war der Beginn einer desaströsen Anfangsviertelstunde, „mit das Schlimmste, was einem passieren kann“, sagte der anfangs so wenig zupackende Schlussmann, der mit seinem ungewöhnlichen Lapsus das eigene Team gewaltig verunsichert hatte. „Tut mir Leid.“ Auch Martin Hinteregger, noch so ein wackeliger Leistungsträger, sah das so: „Das darf Trappo nicht passieren.“ Der kantige Stopper war selbst alles andere als frei von Schuld, zwei Minuten später verursachte er tumb einen Strafstoß an Taiwo Awoniyi. „Ich wusste genau, was er tut“, sagte er und meinte den früheren Stürmer des FSV Frankfurt, „ich habe einen Denkfehler gemacht“. Er selbst ging mit sich ins Gericht: „Auch ich habe die ersten Minuten verschlafen.“ Immerhin rafften sich beide Unglücksraben noch zu ordentlichen Leistungen auf, „wichtig ist, die Mentalität zu haben und weiterzumachen“, fand Trapp.

Doch es war ein anderer, der die Eintracht in die Erfolgsspur zurückbrachte, einer, der seit Wochen und Monaten in Topform ist und im Kern zu den ganz wenigen Unterschiedsspielern im Team zählt: André Silva. Der Portugiese war es, der noch vor der Pause mit seinen beiden Treffern (27., 37.) für den Ausgleich sorgte. Bislang hat er siebenmal getroffen in dieser Saison, Platz drei der aktuellen Torjägerliste. Und damit hat André Silva, der in Frankfurt bis 2023 unter Vertrag steht und dessen Marktwert auf 28 Millionen Euro taxiert ist, genau die Hälfte aller hessischen Tore erzielt.

Schüsse am Fließband

Seit dem Re-Start Mitte Mai ist er richtig gut in Schuss: Da hat der 25-Jährige in 19 Ligaspielen 15 Treffer erzielt, nur Robert Lewandowski ist da besser. Auf die Treffsicherheit von Silva ist Verlass, dazu ist er ein steter Unruheherd. Am Samstag in Köpenick war er erneut gefährlichster Stürmer, ums Haar hätte er noch öfter getroffen, fünfmal schoss er aufs Tor. Ohnehin ist er der Angreifer, der in der gesamten Liga am häufigsten zum Torabschluss kommt: In den bisherigen neun Bundesligapartien gab er 37 Versuche ab, Lewandowski kommt auf 35, der Dortmunder Erling Haaland auf 29.

Trotz des Doppelpacks, des dritten in seiner Frankfurter Zeit (er erzielte zudem gegen Hertha und gegen Salzburg zwei Tore), war er unzufrieden nach dem Schlusspfiff, weil die Mannschaft „nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle“ eine 3:2-Führung nicht über die Zeit gebracht hätte. „Ich bin traurig, weil es wieder nicht zum Sieg gereicht hat“

Es ist ja nicht allein seine permanente Torgefahr, die den 37-maligen portugiesischen Nationalspieler auszeichnet. Er ist es auch, der vorne sehr beweglich ist, auf die Flügel ausweicht, Bälle hält und als einer der besten Techniker im Team für das Kombinationsspiel unverzichtbar ist. Und er ist präsenter als sein Pendant Bas Dost, der bisweilen abtaucht. Eines freilich ist er nicht: ein Sprinter. Aber es reicht ja, wenn André Silva beim Toreschießen zur Stelle ist.

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