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Rückkehr ins Wohnzimmer: Trainer Armin Veh (hier beim Abschied im Mai 2014).
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Rückkehr ins Wohnzimmer: Trainer Armin Veh (hier beim Abschied im Mai 2014).

Eintracht Frankfurt - FC Augsburg

Das große Kribbeln

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Klappt's am zweiten Spieltag der Ersten Fußball-Bundesliga mit den ersten drei Punkten? Eintracht Frankfurt und Trainer-Rückkehrer Armin Veh freuen sich jedenfalls auf die Heimpremiere gegen den FC Augsburg.

Natürlich ist die erste Bundesligabegegnung der neuen Saison im Frankfurter Stadtwald für den Eintracht-Trainer Armin Veh etwas ganz Besonderes. Nicht unbedingt, weil der mittlerweile 54-Jährige als junger Kerl beim heutigen Gegner das Fußballspielen erlernte, zum Profi reifte und auch in Augsburg das Licht der Welt erblickte. Nein, deshalb ist die Partie für den Fußballlehrer keine spezielle Angelegenheit mehr, zu viele Partien hat es schon gegen den FCA gegeben.

Aber die Rückkehr in sein Wohnzimmer, das er für ein Jahr verlassen hatte, das ist für Armin Veh sehr wohl eine emotionale Geschichte. „Für mich wird es so sein, als wenn ich das erste Mal rausgehen werde. Wenn ich dieses Kribbeln nicht mehr hätte, würde ich aufhören“, sagte der Frankfurter Chefcoach einen Tag vor dem Spiel nur ein paar Meter von dem Heiligen Rasen entfernt. Gestern hat noch nichts gekribbelt. Heute wird es schon.

Doch es ist nicht nur die pure Vorfreude, die Armin Veh heute um kurz vor halb vier auf seinem Weg hinaus in die Arena begleiten wird. „Da ist auch eine Menge Anspannung dabei, weil man als Trainer Verantwortung trägt.“ Und die ständige Ungewissheit, ob der ausgeklügelte Plan aufgeht, ob die Mannschaft so ins Spiel kommt wie gewünscht, ob all das greift, was man sich in den vielen Trockenübungen unter der Woche erarbeitet hat. Der Druck, das Spiel zu gewinnen, ist nicht immens hoch, dazu ist die Saison noch viel zu frisch. Aber es ist auch nicht so, dass man frei von der Leber wegspielen könnte. Beide Teams haben ihr Auftaktmatch verloren, „und es will natürlich keiner das zweite Spiel auch noch verlieren“.

Wieder Lob für die Talente

Doch man müsse sich freimachen von dem Zwang, drei Punkte holen zu müssen. „Wir sind im Profisport, da geht es um Ergebnisse, und natürlich will man gut reinkommen in die Bundesliga. Aber trotzdem darf man sich nicht verrückt machen lassen.“

Von seiner Mannschaft erwartet er im Vergleich zum Start in Wolfsburg eine Steigerung, gerade in punkto Ballsicherheit. „Wir haben zu viele leichte Bälle hergeschenkt.“ Und auch die Mischung zwischen Kombinationen auf Höhe der Grasnarbe und dem weit geschlagenen Ball als taktisches Mittel müsse besser werden.

„Wir wollen nur lang spielen, wenn es auch Sinn macht“, betonte Veh. „Da brauchen wir noch das richtige Timing, das muss sich einpendeln.“ Über die grundsätzliche Taktik wollte der Coach nichts verraten. Aber man werde das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen. „Wir wollen unser Spiel durchbringen. Wir werden uns nicht 30 Meter vor dem eigenen Tor aufstellen.“

Keine große Umstellung

Der Fußballlehrer wird seine Mannschaft nicht großartig durcheinanderwirbeln. „Wir haben ein Drittel neue Spieler, da sollten wir die Aufstellung nicht jede Woche hin- und herwerfen.“ Nach Stand der Dinge wird nur Takashi Inui seinen Platz am linken Flügel verlieren, sehr wahrscheinlich an Vaclav Kadlec. Veh wollte das nicht bestätigen: „Entweder es gibt eine kleine oder keine Umstellung – eine große Umstellung wird es sicher nicht geben.“

Vielleicht ergattert ja einer der beiden Jungsprofis Joel Gerezgiher oder Luca Waldschmidt einen Platz im Team. Veh lobte sie erneut ausdrücklich. „Das sind große Talente, die es schaffen können“, sagte der Trainer und zählte auch Marc Stendera sowie Neuzugang Mijat Gacinovic noch dazu. „Ich glaube an die Jungs.“ Endlich habe man auch junge Spieler, die talentiert seien. „Das ist der größte Unterschied zu damals.“ Er habe sie in Wolfsburg gewiss nicht eingewechselt, weil „es nett ausschaut, wenn man junge Spieler bringt. Das wäre ja völliger Blödsinn und Populismus. Da wäre ich ziemlich dumm, so was zu machen.“

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