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Legende als Repräsentant: Jürgen Grabowski (hier zusammen mir Willi Neuberger) wird offizieller Eintracht-Repräsentant.

Jürgen Grabowski

Grabowski wird Repräsentant

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Nach einem Streit folgt die Versöhnung. Weltmeister und Ehrenspielführer Jürgen Grabowski wird Repräsentant von Eintracht Frankfurt. Dazu wird der Klub Johannes Flum und Sonny Kittel nach ihren Verletzungen nicht im Stich lassen.

In diesen unruhigen Tagen hat der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen zum Telefon gegriffen und hat Jürgen Grabowski angerufen. Das war dem Klubchef ein echtes Anliegen, denn der Ehrenspielführer war ein bisschen sauer auf die Eintracht. Der Vorfall liegt schon mehr als ein Jahr zurück, Stopper Marco Russ hatte nach einer Heimniederlage in höchster Erregung gegen den Weltmeister von 1974 geschossen.  „Wenn so Vollexperten wie Grabi, der in den 20er-Jahren gespielt hat, das Maul aufreißen, dann interessiert uns das nicht“, hatte  Russ seinerzeit gesagt. Und die Eintracht hatte diese grobe Unsportlichkeit erst ganze zwei Wochen später zurückgewiesen, Russ musste sich öffentlich (aber viel zu spät) entschuldigen.

„Das habe ich versäumt. Ich habe versäumt, sogleich mein Missfallen auszudrücken“, sagte am Montag Klubchef Bruchhagen. In der Folgezeit war Grabowski persönlich betroffen und nicht mehr regelmäßig ins Stadion gekommen.

Angebote für Kittel und Flum

Nun ist Bruchhagen auf Grabowski zugegangen, er hat das Missverständnis ausgeräumt und Jürgen Grabowski sogleich gebeten, als Repräsentant für Eintracht Frankfurt eingebunden zu werden – wie das schon Bernd Hölzenbein und Karl-Heinz Körbel auch tun. Grabi hat seine Bereitschaft signalisiert. „Darüber“, sagte Bruchhagen, „bin ich froh.“

Darüber hinaus deutete Bruchhagen an, fair  mit den derzeit verletzten Spielern Johannes Flum und Sonny Kittel umzugehen. Flum wird nach einem Kniescheibenbruch in dieser Saison nicht mehr Fußball spielen, auch Sonny Kittel ist nach vielen Knie-Operationen wieder angeschlagen. „Eintracht Frankfurt wird beide Spieler nicht im Stich lassen“, sagte Bruchhagen. „Wir werden gemäß unserer Vereinsmentalität so handeln, wie es sich gehört“. Wahrscheinlich ist, dass der Klub beiden Profis  eine Verlängerung ihrer im Sommer auslaufenden Verträge anbieten wird.

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