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David Abraham macht schon früher Feierabend. Rot war nicht der Wein.

Florida Boy

Goodbye und Gude

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Mach's gut, Florida. Es war nett mit dir. Schön, wieder in Frankfurt zu sein.

Zuerst einmal die wichtigste Nachricht: Der Übeltäter ist gefunden. Was gemeint ist, wissen regelmäßige Leser des Florida Boys natürlich sofort, der Rest sei kurz aufgeklärt. Vergangene Woche war das, da hatte sich doch tatsächlich jemand erdreistet, auf einem Whiteboard im Presseraum die Buchstaben OFC zu hinterlassen. Eine intensive Recherche und einige Kaltgetränke später gab es schließlich auch ein Ergebnis dieser Sherlockschen Spurensuche: Der mitgereiste Boulevard benötigte dringend eine empörende Geschichte. Nun ja, hat geklappt, wenngleich davon später seltsamerweise nie eine Zeile im bunten Blättchen zu lesen war. Vielleicht doch nur ein kurzer Moment der Schwäche? Lassen wir es mal so durchgehen.

Denn zugegeben, ansonsten waren nette Skandälchen rar gesät. Keine nächtlichen Eskapaden, keine mit Zahnpaste eingeschmierten Türklinken, nicht einmal goldige Abendmahle. Der Adi hatte seine Bande voll im Griff. Wie öde. Nur einmal, am Freitag, schlug sie gehörig über die Stränge. Da hatten die Eintracht-Offiziellen ihre Ballkünstler sowie einige Anhänger und Sponsoren in ein schickes Hart-Felsen-Hotel geladen. Zu allem Überfluss waren auch die Florida Boys über hochrangige Kontakte (Psst, der Axel war’s) an einen Stehtisch besagter Lokalität gelangt. Und eben dort geschah etwas, das hätte es so vor einem Jahr unter dem kroatischen Lauwarmwasserfetischisten nicht gegeben. Tatsächlich griffen die Kicker zum Wein. Am Abend vor einem Spiel. Konnte das gutgehen? Antwort: 0:1-Pleite. Und der Adi soll Gerüchten zufolge prompt mal für kommende Woche die Runde Roten abbestellt haben. 

Bleibt zum Abschluss eigentlich nur eines zu sagen: Goodbye, du Florida Boy, es war nett mir dir. Gude, du Frankfurter Bub, schön dich wieder zu haben.

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