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Weiß, dass der Weg nach oben ein ganz weiter ist: Eintracht-Coach Oliver Glasner.
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Weiß, dass der Weg nach oben ein ganz weiter ist: Eintracht-Coach Oliver Glasner.

SGE

Kommentar: Eintracht Frankfurt ist glücklich im Niemandsland

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Warum eine Saison ohne Abstiegssorgen und mit ein paar europäischen Glanzlichtern für Eintracht Frankfurt eine runde Sache wäre. Ein Kommentar.

Frankfurt - Nach dem streng nach Abstiegskampf riechenden Duell im einstigen Playmobilstadion zu Fürth ist der Frankfurter Trainer Oliver Glasner zwar eher flüchtig-beiläufig, aber allen Ernstes gefragt worden, ob man nun, nach dem Last-Minute-Sieg beim Tabellenletzten, den Blick wieder nach oben, womöglich gar gen Europa richten könne. Der 47-Jährige konnte seine Entgeisterung ganz gut verbergen, „ach, nein“, entfuhr es ihm nur. Und dann erklärte er seine Politik der kleinen Schritte.

Ach, nein, diese Eintracht-Mannschaft wird in dieser Saison kaum zu mehr imstande zu leisten sein, als sich auf einem Mittelfeldplatz festzukrallen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf mit vielen Wellenbädern und noch mehr fußballerischer Hausmannskost, mit bemerkenswert schlichten, aber doch charakterstarken Auftritten wäre eine Platzierung im Niemandsland des Klassements und ohne große Sorgen völlig in Ordnung.

Eintracht Frankfurt: Findungsphase noch lange nicht abgeschlossen

Es wäre auch nichts Überraschendes, nicht selten fiel der Klub nach einer herausragenden Saison erst einmal ein wenig ab, musste sich neu sortieren, finden und erfinden. Zumal vor dieser Spielzeit viel Neues auf den Verein einprasselte, er einen Umbruch auf allen Ebenen gestalten muss – auch im Team. Obwohl nur zwei Leistungsträger (Tormaschine André Silva und Kreativkopf Amin Younes) von Bord sind, ist die Findungsphase noch lange nicht abgeschlossen und dauert erstaunlich lang. Das sieht man Woche für Woche auf dem Platz.

Die spielerischen Unzulänglichkeiten sind sehr wohl überraschend, und wenn Trainer Glasner nun die Parole ausgibt, sich bis zur Winterpause durchlavieren zu müssen und er selbst also auch nicht mit signifikanten Fortschritten rechnet, lässt das tief blicken.

Übergangssaison für Eintracht Frankfurt

Nein, diese Saison ist für Eintracht Frankfurt eine des Übergangs, eine zum Zusammenfinden. Sollte es die ehrliche und authentische, aber oftmals so hilflose Mannschaft schaffen, den Abstiegskampf in der Liga zu vermeiden, dafür aber auf den internationalen Spielfeldern das Feuer zu entfachen, ein paar Glanzlichter einzustreuen und für die eine oder andere magische Nacht im Stadtwald oder sonst wo in Europa zu sorgen, wäre das wohl auch für die zuletzt verwöhnten Frankfurter Fußballfans eine annehmbare, runde Sache. Mehr ist nicht drin.

Ob die Eintracht in der neuen Spielzeit, die ja noch ganz weit weg ist, wieder angreifen kann, steht logischerweise noch in den Sternen. Sie wird nach der Saison auf jeden Fall so manch sündhaft teuren Spieler wie Stefan Ilsanker verabschieden und der Mannschaft erneut frisches Blut zuführen. Die Hoffnung ist, dass die jetzt neuen Spieler dann ihre Eingewöhnungszeit hinter sich haben und das Team zudem mit Augenmaß verstärkt werden kann.

Eintracht Frankfurt: Wirtschaftlich wird auch das neue Jahr schwierig

Das Tandem um Sportvorstand Markus Krösche und Kadermanager Ben Manga wird zeigen müssen, dass es harmoniert und kluge Transfers mit Fantasie unterhalb der Kategorie Topspieler eintüten kann. Denn wirtschaftlich wird auch das neue Jahr schwierig, der Lizenzspieleretat, vor zwei Jahren noch auf einem Rekordhoch von mehr als 90 Millionen Euro, wird erneut sinken und sich auf dem Niveau von vor drei, vier Jahren einpendeln, bei rund 50 Millionen Euro. Das ist kein Grund zum Klagen. Es kann auch die erneute Chance sein, aus wenig viel zu machen. (Ingo Durstewitz)

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