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Die Neuzugänge Sebastian Rode (l.) und Georgios Tzavellas bei einer Pressekonferenz in der Commerzbank-Arena.
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Die Neuzugänge Sebastian Rode (l.) und Georgios Tzavellas bei einer Pressekonferenz in der Commerzbank-Arena.

Neueinkäufe präsentiert

Das Glück der frühen Kaderplanung

Eintracht Frankfurt präsentiert die Neuzugänge Sebastian Rode und Georgios Tzavellas und will nun lieber Geld einnehmen als ausgeben. Meint: "Wir werden noch Spieler abgeben", wie es Klubboss Bruchhagen formuliert. Von Felix Helbig

Von Felix Helbig

Was Glück bedeutet, ist oft eine Frage des Betrachtungswinkels. Auch wenn man nebeneinander auf einem Podium sitzt. Der Trainer von Eintracht Frankfurt zum Beispiel ist doch ganz schön glücklich darüber, dass der griechische Nationalcoach Otto Rehhagel den eben erst verpflichteten Linksverteidiger Georgios Tzavellas im letzten Moment noch aus seinem Kader für die WM in Südafrika gestrichen hat. Er freue sich darüber, sagt Michael Skibbe am Freitag im Bauch des Frankfurter Stadions, schließlich könne er den 22-Jährigen dann "schneller in die Mannschaft integrieren". Tzavellas sitzt daneben und sieht das natürlich ein wenig anders. Glücklich, sagt er, sei er darüber jedenfalls nicht.

Nun gehört es zu den unwahrscheinlicheren Varianten, dass die Griechen bis ins WM-Finale gegen - sagen wir einmal - Honduras vordringen und Tzavellas also ziemlich lange am Kap hätte verweilen müssen. Dennoch ist ein vollkommen ausgeruhter Spieler dem Trainer natürlich lieber.

Tzavellas soll nach einer "sehr guten Saison" (Skibbe) bei Panionios Athen immerhin den abgewanderten Eintracht-Kapitän Christoph Spycher ersetzen, also möglichst schnell zum Stamm der Eintracht zählen. Mit seinem Co-Trainer Edwin Boekamp habe er ihn "über die gesamte Rückrunde hinweg intensiv beobachtet", sagt Skibbe, dazu wurden "umfangreiche Informationen" eingeholt, bis sich "ein gutes Gefühl" einstellte und die Eintracht 1,2 Millionen Euro für Tzavellas nach Athen überwies. "Er ist ein Spieler mit einem Potenzial an Möglichkeiten wie Schwegler", sagt Skibbe. "Bei ihm ist noch mehr möglich, als wir bisher gesehen haben".

Das ist ganz ähnlich beim anderen Neuzugang, den die Eintracht am Freitag vorstellte. Sebastian Rode allerdings ist noch einmal drei Jahre jünger als Tzavellas, er soll der Mannschaft eher perspektivisch weiterhelfen. "Er ist eines der herausragenden Talente der Region, es ist wichtig für einen Traditionsklub wie Eintracht Frankfurt, solche Spieler zu integrieren, ehe sie bei anderen Bundesligaklubs unterschreiben", sagt Skibbe. Entsprechende Angebote gab es für Rode, der bislang bei Kickers Offenbach spielte und schon Erfahrungen als Linksverteidiger und im defensiven wie offensiven Mittelfeld gesammelt hat. Aber nach einem "guten Gespräch" mit Skibbe habe er sich für die Eintracht entschieden, so Rode. Außerdem habe er natürlich "immer schon ein wenig auf die Eintracht geschielt". So wie sich das für herausragende Talente der Region eben gehört.

Keine zwei Sichten gibt es indessen auf das Glück der frühen Kaderplanung. Auch wenn Klubchef Heribert Bruchhagen, einmal darauf angesprochen, "vorsichtshalber das Wort ergreifen" mag, ehe der Trainer es tut. Eben jene Planung erklärt er nämlich für abgeschlossen, abgesehen lediglich von der "Gemengelage" um die Genesung von Ioannis Amanatidis und die Vertragsverlängerung von Halil Altintop. Das sei der "einzige Entscheidungsspielraum", der noch bleibe, wobei ihm sein Gefühl sage, "dass Altintop bleibt". Ähnlich steht es wohl bei Marcel Heller, nicht aber bei ungenannten anderen Spielern. "Wir werden noch Spieler abgeben", sagt Bruchhagen.

Der gelösten Stimmung bei Skibbe wie Bruchhagen tut das einstweilen keinen Abbruch. Auch das ist ja ein großes Glück für Eintracht Frankfurt.

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