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Eintracht Frankfurt: Glasner ist guten Mutes in der Causa Kostic

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Von: Ingo Durstewitz

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Filip Kostic.
Filip Kostic im Eintracht-Trainingslager © Arne Dedert/dpa

Eintracht-Coach Glasner spricht über Kostic – und Smolcic spielt „Hinteregger-Gedächtnispässe“. Beobachtungen aus dem Trainingslager.

GEFÜHLE: Entweder Mario Götze. Oder Filip Kostic. Das sind die Dauerbrennerthemen im Trainingslager der Eintracht in Österreich, das am Samstag (16.07.2022) zu Ende geht. Nun hat sich Oliver Glasner noch einmal zum serbischen Nationalspieler Kostic geäußert. Der Trainer hatte sich ja schon in den Minuten des großen Triumphs von Sevilla mehr oder weniger festgelegt und gesagt, er glaube nicht, dass dies das letzte Spiel von Filip Kostic im Eintracht-Dress gewesen sei. „Mein Gefühl hat sich nur bestätigt“, sagt Glasner jetzt. Aus Gesprächen, Wahrnehmungen und Beobachtungen entwickele sich ein Gespür für Situationen.

„Filip fühlt sich sehr wohl bei uns, er wurde mit uns Europa-League-Sieger, ist mit uns zum Spieler der Saison der Europa League gekürt worden. Er weiß das zu schätzen und weiß, welchen Stellenwert er hat“, sagt der Coach. „Er hat auch schwierigere Zeiten durchgemacht, die hat er nicht vergessen.“ Was letztlich passiere und ob Kostic am Ende dennoch gehe, das wisse er, Glasner, auch nicht. „Ich kann nichts ausschließen, aber mein Gefühl sagt mir, er wird für die Eintracht noch mehrere Spiele machen.“ Klare Sache also: Vom Feeling her ein gutes Gefühl.

Eintracht Frankfurt: Bayern-Neuzugang (18) macht „sehr ordentlichen“ Eindruck

BEOBACHTER: Undankbare Rolle für so manchen Fußballer bei den Trainingsspielen elf gegen elf, da bleibt drei Feldspielern nur die Rolle des stillen Beobachters, sie schauen von draußen zu. Gute Gefühle kommen da eher nicht auf. Zuletzt waren das Goncalo Paciencia, Timothy Chandler und Marcel Wenig, der junge Neuzugang von den Bayern.

Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler mache einen „sehr ordentlichen“ Eindruck, habe aber, wie Glasner sagt, „noch ein paar fußballerische Themen“ zu bearbeiten, etwa die Ballmitnahme; an die höhere „Spielgeschwindigkeit“ müsse er sich ebenfalls noch gewöhnen. Aber Wenig sei ein kluger Kerl. „Von seiner Persönlichkeit her ist er schon weiter als andere 18-Jährige.“ Wahrscheinlich wird er Spielpraxis in der U21 sammeln.

„Hinteregger-Gedächtnispässe“ im Eintracht-Trainingslager

FREISCHWIMMER: Staunend registrierte Coach Glasner einen Pass von Hrvoje Smolcic im Trainingsspiel. „Ein diagonaler Ball, flach durch die Schnittstelle auf Stürmer Rafael Borré“, fasste er anerkennend zusammen, genauso müsse es sein, genau solche Bälle habe auch einer gespielt, der jetzt einen auf Stürmer in der vierten Liga in Sirnitz machen will.

„Das war ein Martin-Hinteregger-Gedächtnispass“, lobte Glasner den aus Rijeka gekommenen Kroaten. Smolcic brauche gewiss noch etwas Zeit, „aber er setzt Sachen schnell um“. Man habe auch nicht den „Riesendruck“, den Linksfuß gleich im ersten Pflichtspiel in die Startelf zu stellen. „Wenn er so weit ist, werden wir ihn ins kalte Wasser werfen. So wie Tuta in München damals.“ Der ist heute Abwehrchef. (dur)

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