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Chris
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Chris

"Zweikampf-Ungeheuer" Chris

Der Gladiator wankt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Trainer Michael Skibbe bangt vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV um seinen besten Mann. Chris zwickt der Oberschenkel.

Eintracht-Trainer Michael Skibbe bangt vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV um seinen besten Mann. Chris zwickt der Oberschenkel.

Michael Skibbe ergriff noch einmal das Wort, nachdem eigentlich schon alle Fragen beantwortet waren. „Eines möchte ich noch sagen“, hob der Trainer der Frankfurter Eintracht an und erzählte, dass er sich die samstägliche Partie gegen den FC Schalke 04 in aller Ruhe nochmals im Fernsehen angesehen habe. Seine Erkenntnis? „Wie Chris da in die Zweikämpfe gegangen ist“, Skibbe hielt inne und blies die Wangen auf, um seine Worte zu unterstreichen, „wie Chris da reingegangen ist, das geht schon in Richtung Gladiator.“

Der Fußballlehrer sprach voller Bewunderung über den Kapitän der Eintracht, den die FR schon am Montag ehrfürchtig als „Zweikampf-Ungeheuer“ bezeichnet hatte. Chris sei „unverzichtbar, unentbehrlich, nicht zu ersetzen.“ Dummerweise steht in den Sternen, ob der 32-Jährige im DFB-Pokalspiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen den Hamburger SV mitspielen kann, denn Chris zwickt der Oberschenkel. „Er hat ein ungutes Gefühl“, betonte Skibbe.

„Es droht kein Faserriss“

In den vergangenen Tagen ist Chris eingehend untersucht worden, weil die Verantwortlichen und der Spieler befürchteten, dass womöglich die schon einmal operierte Bandscheibe in Mitleidenschaft gezogen worden sei und die Beschwerden ins Bein ausstrahlten. Am Dienstag ließ er sich in die Röhre schieben, doch die Computertomographie brachte glücklicherweise keinen Befund. „Alle medizinischen Untersuchungen haben nichts Schlimmes ergeben“, erklärte Skibbe. Deshalb will der Coach lange warten, ehe er entscheidet, ob der Anführer aufs Feld darf. Chris darf sich selbst aufstellen. „Er ist dieser eine Spieler, der am Nachmittag zu mir kommen und sagen kann: Ich spiele. Und dann wird er auch spielen.“

Skibbe will den defensiven Mittelfeldmann irgendwie zum Einsatz bewegen. „Wenn er auf dem Platz steht und das Adrenalin durch seine Adern fließt, dann kennt Chris keine Schmerzen, dann merkt er gar nicht, dass er angeschlagen ist. Die Idee ist also, Chris auf den Platz zu kriegen.“ Nur: Um welchen Preis?

Skibbe beschwichtigte. Die muskulären Probleme könnten sich nicht verschlimmern. „Es droht kein Faserriss.“ Sollte er doch passen müssen, wäre das ein „immenser Verlust“. Dann würde Georgios Tzavellas wieder ins Team rücken, ansonsten bliebe der Linksverteidiger auf der Bank. „Es gibt keine Not, die Schalke-Elf zu ändern“, sagte Skibbe.

Die Eintracht will mit aller Macht in die nächste Runde einziehen, „denn dann wächst auch die Attraktivität der Fernseheinnahmen“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Der 62-Jährige sieht im Pokal „ohne Zweifel die größte Chance, international dabei zu sein“. Dieser These mochte sich Skibbe, der im Falle eines Elfmeterschießens die Schützen selbst bestimmen wird („Das ist meine Verantwortung und eine Hilfe für die Spieler“), nicht anschließen. „Ich würde eher sagen, es ist der kürzeste Weg.“ Aber eben auch ein unberechenbarer. „Im Pokal heißt es: Friss oder stirb.“ Eine schlechte Leistung, ein bisschen Pech – „und schon ist das der Knockout.“

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