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Der Dauerläufer tritt ab: Gelson Fernandes.

Karriereende

Gelson Fernandes sagt adieu

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Der 33-jährige Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt beendet nach der Saison seine Profikarriere und kehrt in die Schweiz zurück.

Mit dem Gedanken an das Ende seiner Karriere hat Gelson Fernandes bereits eine Weile gespielt. Im großen FR-Interview vor mehr als zwei Monaten hatte er so etwas schon angedeutet, da laborierte er an einem Sehnenriss im Hüftbeuger, der ihn mehrere Monate außer Gefecht setzte. Normalerweise war der polyglotte Schweizer mit kapverdischen Wurzeln, der in seiner abwechslungsreichen, 17 Jahre währenden Karriere für elf Klubs überall in Europa gespielt hat, selten schwerer verletzt. „Vielleicht“, sagte er damals, „ist das auch ein Signal von Gott. Ich glaube an so was. Vielleicht braucht man manchmal so einen Hinweis.“ Jetzt hat der empathische und für das Gefüge jeder Mannschaft enorm wertvolle Fernandes Nägel mit Köpfen gemacht: Nach dieser Saison ist Schluss.

„Ich wollte den Zeitpunkt und die Umstände immer selbst bestimmen und nicht aufhören, weil es nicht mehr anders ging“, erklärte der ewig gut gelaunte Globetrotter, der sieben Sprachen spricht und an drei Welt- und Europameisterschaften teilnahm. Nur wegen des Geldes habe er nicht spielen wollen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Die Eintracht hat mir viel gegeben.“ Drei Jahre hat der kluge Kopf in Frankfurt gespielt, für Coach Adi Hütter war er stets fast schon „ein Spielertrainer“ und rechte Hand, er ordnete viel auf dem Platz und lief noch viel mehr. Der defensive Mittelfeldspieler, wahrlich kein filigraner Kicker, ist ein Vorbild, ein Teamplayer, einer, auf den Verlass ist. Nach 67 Länder- und mehr als 500 Vereinsspielen kehrt er in die Schweiz zurück, dort hat er seinen Lebensmittelpunkt: „Das habe ich meine Töchtern versprochen.“  

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