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Wir der Eintracht lange fehlen: Gelson Fernandes.

Eintracht Frankfurt

Gelson Fernandes und die Ironie des Schicksals

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Der Eintracht-Mittelfeldspieler Gelson Fernandes fällt lange aus. Plötzlich ist auch Vallejo wieder ein Thema.

Der aufmunternde Gruß der Kollegen kam prompt: „Wir sind alle bei dir“, sendete Angreifer Goncalo Paciencia stellvertretend für den Rest der Fußballer des Bundesligisten Eintracht Frankfurt in die Welt des Internets hinaus. „Du bist einer von uns.“ Gemeint war Gelson Fernandes, der verletzte Schweizer, der sich im USA-Trainingslager an der Westküste Floridas eine Sehne am Hüftbeuger riss, daraufhin sofort nach Deutschland zurückflog und sich in München einer Operation unterzog.

Ironie des Schicksals: Gelson Fernandes’ Cousin Edimilson Fernandes, der bei Ligakonkurrent Mainz 05 ebenfalls im defensiven Mittelfeld spielt, zog sich im spanischen Trainingslager der Rheinhessen einen Innenmeniskusriss im linken Knie zu und wird Anfang kommender Woche ebenfalls in München operiert. Bei optimalem Heilungsverlauf wäre Edimilson Fernandes voraussichtlich in vier bis sechs Wochen wieder spielfähig. So schnell geht es bei seinem Verwandten längst nicht.

Drei bis vier Monate wird es bei Gelson Fernandes dauern, ehe die Stammkraft (20 Pflichtspiele) wieder auf dem Platz stehen kann. Im Gespräch mit dem Schweizer „Blick“ redete der ehemalige Nationalspieler der Eidgenossen davon, „unglaubliche Schmerzen“ verspürt zu haben. Nun wird sich der 33-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, mühsam wieder herankämpfen müssen.

Der Eintracht fehlt damit bereits der zweite Abräumer vor der Abwehr, der Spanier Lucas Torro ist wegen eines Innenbandanrisses im Knie ebenfalls weit weg von einem Einsatz. Werden die Hessen auf dem Transfermarkt reagieren? Geringer sind die Chancen sicher nicht geworden, wenngleich Trainer Adi Hütter auch den bisherigen Libero Makoto Hasebe eine Reihe nach vorne ins defensive Mittelfeld ziehen könnte. In diesem Fall könnte auch Verteidiger Jesus Vallejo wieder ein Thema werden, der selbst gerne nach Frankfurt möchte, für den bisher aber „kein Bedarf“, (Vorstand Fredi Bobic) gesehen wurde. Eine Hasebe-Verschiebung ins Mittelfeld, die mögliche Einführung der Viererkette und eine Ausleihe des Innenverteidigers Simon Falette könnten diese Einschätzung verändern.

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