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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt.
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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt.

Transferplanungen

Kostic vor Abschied? Bobic kennt Vertragsdetails von Frankfurt-Star

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Hertha BSC Berlin soll großes Interesse an Filip Kostic, Linksaußen von Eintracht Frankfurt, haben. Der Ausgang ist jedoch offen.

Frankfurt/Berlin – Nachdem Markus Krösche in den vergangenen Wochen im Verborgenen die Fäden zog und die wichtigste Personalie, die des neuen Cheftrainers, erfolgreich abschloss, wird er am Dienstag offiziell sein Amt bei Eintracht Frankfurt antreten.

Dann wird der 40-Jährige als Sportvorstand des Europapokalteilnehmers aus dem Hessischen in die Öffentlichkeit treten, zum Sprachrohr und Gesicht auf dem sportlichen Sektor werden. Tschüss Fredi Bobic, Vorhang auf für Markus Krösche.

Eintracht Frankfurt: Teamplayer Krösche neu bei der SGE

Durch den Wechsel an höchster Stelle erhoffen sich die Mitarbeiter eine andere Unternehmenskultur, ein anderes Miteinander, die Zeit der Kühle und Alleingänge soll vorüber sein. Krösche gilt als loyal und verbindlich, als Teamplayer. Auch die Hire-and-Fire-Mentalität soll ausgedient haben, sie hat zur Folge, dass nach Bobics Abgang viele andere ebenfalls das Weite suchen.

Für Krösche wird die Arbeit jetzt erst richtig losgehen. In Absprache mit dem neuen Coach Oliver Glasner sowie Kaderplaner Ben Manga gilt es, die Mannschaft so zu gestalten, dass sie die zusätzlichen Belastungen durch die Europa League bewerkstelligen kann, ohne im Bundesligaalltag die gewiss nicht kleiner werdenden Ambitionen aus den Augen zu verlieren. Vieles liegt da aktuell noch im Unklaren, es ist ein Spiel mit vielen Variablen und Ungewissheiten.

Eintracht Frankfurt: Interessenten für Aymen Barkok

Der Kern des Teams bleibt zusammen, doch „das Transferfenster ist lange offen“, wie Vorstand Axel Hellmann sagt. Und es ist nicht ungewöhnlich, dass erst gegen Ende der Wechselphase so richtig Bewegung in den Markt kommt, zumal ja noch die Europameisterschaft ansteht. Da können sich einige Profis präsentieren und ins Schaufenster stellen.

Im Aufgebot der Eintracht gibt es Akteure, die begehrt sind. Kaum jemand rechnet ernsthaft damit, dass alle Topspieler in der kommenden Saison noch an Bord sind. Zuvorderst gilt das für 28-Tore-Stürmer André Silva, aber auch Filip Kostic, Daichi Kamada oder Evan Ndicka stehen im Fokus. Selbst Aymen Barkok ist, auf anderem Niveau als die heißen Eisen wie Silva und Co., ein Verkaufskandidat, Interessenten gibt es einige. Die Eintracht müsste den 23-Jährigen jetzt veräußern, um noch Geld zu machen, weil er 2022 ablösefrei wechseln könnte. Oder sie müsste den Kontrakt verlängern. Das wird davon abhängen, ob Trainer Glasner auf den unsteten Edeltechniker baut. Er wird sich selbst ein Bild machen.

Hartnäckig halten sich zudem Meldungen, wonach sich Hertha BSC unbedingt mit Linksaußen Kostic verstärken will. Für den 28-Jährigen würde es ganz genau ein Argument geben, das für die Berliner sprechen könnte: die finanzielle Ausstattung des Vertrags. Kostic würde aber lieber zu einem internationalen Topklub wechseln. Pikant ist das Hertha-Interesse aber auf jeden Fall, weil der alte Frankfurter und neue Berliner Sportchef Bobic nicht nur alle Vertragsdetails kennt, sondern es ja auch angeblich eine Zusage an Kostic gegeben habe, wonach er die Eintracht jetzt im Sommer verlassen könne.

Eintracht Frankfurt: „Summen unrealistisch“

Davon wissen die übrigen Vorstände nichts, weshalb sie die Personalie entspannt sehen: Wer Kostic will, muss eine Menge Geld zahlen. Zudem haben die Verantwortlichen mittlerweile eine gewisse Erfahrung und Nonchalance in der Causa Kostic, weil der serbische Nationalspieler gefühlt jedes Jahr weg war – am Ende aber die großen Angebote ausblieben und er doch blieb. Kostic fühlt sich in Frankfurt ausgesprochen wohl, hofft aber auf einen großen Vertrag. Ausgang offen.

Zumal es nun im Sommer nicht so sein wird, dass irgendwelche Mondpreise aufgerufen oder bezahlt werden. „Manchmal denke ich, dass alle vergessen haben, dass wir Corona haben“, sagt Eintracht-Finanzchef Oliver Frankenbach. „Diese Summen, über die teilweise spekuliert werden, halte ich für unrealistisch.“ Fakt ist aber auch, dass sich die Spitzenvereine die Topstars immer noch einiges kosten lassen.

Eintracht Frankfurt: Dominik Kohr weiter bei Mainz 05

Die Aufgabe von Markus Krösche wird also auch sein, für den Fall der Fälle gewappnet zu sein, ein plötzlicher Wechsel sollte die Eintracht nicht unvorbereitet treffen, Alternativen müssen abrufbar sein. Insofern ist es gut, dass der höchst anerkannte Ben Manga geblieben ist. Im Führungszirkel der Eintracht sind sie heilfroh, den Direktor Profifußball mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet zu haben, er gilt als Sicherung des Status quo, gibt die Gewissheit, dass nichts verrutscht und die Eintracht weiter auf hohem Niveau im Spielermarkt unterwegs sein wird. Die Zusammenarbeit mit Krösche, dessen sind sich alle sicher, könne eine fruchtbare werden und noch mal neue Perspektiven erschaffen. Interessant in diesem Zusammenhang: Das Verhältnis zwischen Manga und Bobic soll nach Mangas Zusage an die Eintracht merklich abgekühlt sein, obwohl der Chefscout als Vertrauter Bobics galt.

Ganz sicher nicht mehr mit dabei sein wird in der neuen Saison Dominik Kohr. Der Mittelfeldmann wird noch mindestens ein Jahr für Mainz 05 spielen, in Frankfurt sah der 27-Jährige keine Perspektive. Insgeheim hatte er gehofft, dass Adi Hütter seinen Ziehsohn Djibril Sow mit nach Mönchengladbach nehmen würde. Das hat sich zerschlagen. Für den fußballerisch limitierten Kohr ist die Konkurrenz im Frankfurter Mittelfeld zu groß und das Vertrauen der Sportliche Leitung in ihn zu gering – gegen den Willen des neuen Trainers wäre er sicher nicht weiter verliehen worden. (Ingo Durstewitz)

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