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Danny da Costa
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Danny da Costa ist derzeit von Eintracht Frankfurt an den FSV Mainz 05 ausgeliehen.

SGE

Eintracht: Lassen ausgerechnet Kohr und da Costa den Traum von der Champions League platzen?

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Die Ex-Eintracht-Spieler Dominik Kohr und Danny da Costa könnten der SGE mit Mainz 05 in die Champions League-Suppe spucken.

Sie kennen diese besonderen Spiele aus eigener Erfahrung, unter der Woche, abends, wenn das Flutlicht den Platz erhellt, wenn die Hymnen des Fußballs ertönen, die der Champions League und der Europa League, wenn die Anspannung noch ein Stückchen größer ist als sonst. Danny da Costa und Dominik Kohr haben das erlebt, diese Spiele im Europacup gegen Branchengrößen aus London und Mailand, oder gar in der Königsklasse gegen Manchester United. Das bleibt in Erinnerung, da will jeder Fußballer so oft und so schnell wie möglich wieder hin.

Für Kohr und da Costa, beide 27, liegt all das nicht in allzu weiter Ferne, im September könnte es so weit sein. Die Königsklasse, wie aufregend – wenn, ja wenn, die Kumpels, die sich seit Jugendzeiten kennen und schätzen, am Sonntag mit Mainz 05 nicht ausgerechnet bei Eintracht Frankfurt gewinnen sollten und den Hessen damit den Einzug in die Champions League erschweren würden.

Eintracht-Gegner Mainz: Neuer Trainer, neue Chance

Bekanntlich ist das Duo im Winter auf Leihbasis für ein halbes Jahr vom aktuellen Tabellenvierten aus dem Hessischen einmal über den Rhein in die Domstadt ausgeliehen worden, in diesem Sommer kehrt es – höchstwahrscheinlich – zurück. Da Costa hat noch bis Ende Juni 2022 einen gültigen Vertrag bei der Eintracht, Kohr gar bis 2024. Freilich sind die beiden Kicker nicht dafür bekannt, auf dem Rasen langsam zu machen, sie werden mit ziemlicher Sicherheit auch ihre Ex-und-bald-wieder-Kollegen nicht schonen. In Mainz haben sie ihr Halbjahresglück gefunden, sie sind Stammspieler. Da Costa beackert die rechte Seite, nur einmal in Bremen spielte er nicht, weil seine Frau das erste Kind zur Welt brachte. Und Kohr ist im zentralen Mittelfeld der Fixpunkt des Mainzer Spiels, hatte am Montag gegen Hertha BSC (1:1) die zweitmeisten Ballkontakte aller Nullfünfer.

„Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Jungs. Die haben uns das gegeben, was wir erhofft haben. Fußballerische Qualität, aber auch menschliche Qualitäten“, sagt Mainz-Trainer Bo Svensson. Der Hunger auf Erfolg sei jederzeit zu spüren bei den beiden Frankfurter Leihprofis, „und mehr konnte man nicht erwarten“. Das Spiel von da Costa lebe von dessen „Intensität, von seiner Körperlichkeit“, findet der Erfolgstrainer, was gleichermaßen für Kohr gilt. Svenssons Fazit: „Beide haben bestimmt Sachen, die sie besser machen können, aber im großen Ganzen haben sie es sehr, sehr gut gemacht.“

Dominik Kohr.

Dass die Mainzer eine Chance auf eine Weiterbeschäftigung der beiden Profis haben, ist nicht ausgeschlossen, vorerst aber werden sie im Sommer einen weiteren Anlauf bei der Eintracht nehmen - unter anderen Vorzeichen, versteht sich. In der Gunst von Eintracht-Noch-Coach Adi Hütter stand das Freundedoppel ziemlich weit unten. Während Kohr sportlich bei der Eintracht nie so richtig seine Qualitäten abrufen konnte, kam da Costa nach seinem Einjahreshoch in der Saison 2018/19 inklusive der 50 Einsätze im Laufe der Zeit mehr und mehr aus dem Tritt. Auch Unstimmigkeiten mit Hütter spielten eine Rolle.

Eintracht Frankfurt: Mainz ein schwerer Gegner

Kommende Saison ist Hütter bekanntlich in Gladbach und ein neuer Trainer in Frankfurt, da können die Spieler nahezu bei Null starten und ihre Chance suchen, zumal die Eintracht ohnehin darauf aus sein dürfte, ihren derzeit ziemlich knappen Kader angesichts anstehender Europa-Aufgaben wieder ein bisschen üppiger zu gestalten. Und warum sollte etwa ein Danny da Costa nicht den Konkurrenzkampf mit Erik Durm und – mit Abstrichen – Almamy Touré aufnehmen wollen? Unmöglich scheint da nichts. Enger könnte es dagegen für Kohr im Mittelfeldzentrum werden, wo neben den aktuellen Eintracht-Stammkräften Makoto Hasebe, Sebastian Rode und Djibril Sow auch der aus St. Pauli zurückkehrende Draufgänger Rodrigo Zalazar seine Minuten ergattern will. „Wir wissen, was in uns steckt. Wenn wir mal in Fahrt kommen, können wir jeder Mannschaft helfen“, sagt Kohr selbstbewusst. Also: abwarten und abliefern.

Ob er eine Chance auf einen Verbleib des Duos in Mainz sehe, wurde Svensson jüngst noch gefragt. Seine Antwort: „Ich weiß gar nicht, inwiefern das möglich ist. Ich bin sehr froh, beide für die restlichen Saisonspiele hier bei uns zu haben und weiß, dass ich mich total auf sie verlassen kann. Was nach der Saison kommt, werden wir sehen.“

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