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Ganz spätes Happyend

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Von: Katja Sturm

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Traf wieder nach langer Flaute: Eintrahctlerin Lara Prasnikar (re.), hier im Spiel gegen Bremen. Foto: dpa
Traf wieder nach langer Flaute: Eintrahctlerin Lara Prasnikar (re.), hier im Spiel gegen Bremen. Foto: dpa © dpa

Eintrachtlerinnen tun sich sehr schwer beim dünnen 1:0-Sieg über Bayer Leverkusen.

Noch eine ganze Weile nach dem Schlusspfiff skandierten Fans Lara Prasnikars Namen. Selbst der 24-Jährigen taten die Ohren weh, so laut war es gewesen, als die Eintracht-Fußballerinnen und ihr Anhang auf den Siegtreffer der Slowenin reagiert hatten. In der zweiten Minute der Nachspielzeit und damit quasi in letzter Sekunde war der Frankfurterin in der Bundesliga-Heimpartie gegen Bayer Leverkusen per direktem Freistoß durch die Mauer hindurch endlich das erlösende Tor gelungen. 1:0 (0:0) hieß es dadurch am Ende in dem Duell, in dem die Gastgeberinnen am Samstag vor 2486 Zuschauern im Stadion am Brentanobad zwar über weite Phasen dominiert, aber den Ball trotz zahlreicher Chancen lange nicht im Kasten unter bekommen hatten. Als es schon fast keine Hoffnung mehr gab, die nach dem Pokal-Aus gegen Leipzig angekündigte Wiedergutmachung zu schaffen, durften die Hessinnen doch noch jubeln.

„Wir haben es ganz schön spannend gemacht“, gab Prasnikar zu. „Aber das ist am Ende egal. Das Wichtigste ist, dass die drei Punkte hier bleiben.“ Für die Schützin selbst stellte die erfolgreiche Aktion auch in persönlicher Hinsicht eine Befreiung dar. Der letzte Treffer der Nationalspielerin für ihren Verein datiert von Anfang Oktober aus der siegreichen Begegnung mit Werder Bremen. Prasnikar hatte sich deshalb schon ein wenig Sorgen gemacht. „Man sagt immer: Mach dir keinen Druck. Aber als Stürmerin willst du immer Tore schießen.“ Im entscheidenden Moment „wusste ich genau, wo ich den Ball platzieren will“, so Prasnikar. Es klappte wie geplant.

Der Gipfel wartet

Vor der Spitzenpartie des damit in der Liga weiterhin noch ungeschlagenen Tabellenzweiten am Samstag (13 Uhr) beim Ersten und Meister VfL Wolfsburg verhinderte die Torjägerin damit, dass sich die negativen Gefühle, die das Scheitern im DFB-Pokal-Achtelfinale begleiteten, verfestigten und Krisenstimmung aufkam. Dennoch konnte Cheftrainer Niko Arnautis nicht nur Positives aus dem Gesehenen ziehen. „Wir haben als Mannschaft gut verteidigt und wenig zugelassen“, sagte der 42-Jährige. Das Team habe bis zum letzten Moment an sich geglaubt. Doch zahlreiche Möglichkeiten zuvor wurden durch Ungenauigkeiten vergeben. Ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die Auftritte der Adlerträgerinnen zieht und das es zu beseitigen gilt, will man konstant und in allen Wettbewerben eine größere Rolle spielen.

Im Fall des Aufeinandertreffens mit der sehr engagiert auftretenden und recht stabil stehenden Werkself ist zu berücksichtigen, dass Géraldine Reuteler bereits in der achten Minute den Ball über die Torlinie befördert hatte. Bayer-Spielerin Caroline Siems schien jedoch rechtzeitig geklärt zu haben, sodass der Treffer nicht gegeben wurde. Sonst hätte die Partie einen ganz anderen Verlauf nehmen können.

Prasnikar hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit innerhalb von wenigen Minuten gleich drei Chancen, die Führung zu erzielen, wurde jedoch zweimal von der gegnerischen Keeperin Friederike Repohl pariert und schoss einmal knapp über das Ziel hinaus. Doch auch das war nach dem Happyend des Nervenspiels erst mal vergessen. „Die Freude“, so die Frau des Tages, „ist einfach unglaublich.“

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