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Zu spät abgehoben: HSV-Torhüter Jaroslav Drobny muss den Kopfball seines Teamkollegen Mladen Petric zum  ??4:1 passieren lassen.
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Zu spät abgehoben: HSV-Torhüter Jaroslav Drobny muss den Kopfball seines Teamkollegen Mladen Petric zum ??4:1 passieren lassen.

Souverän im Pokalspiel

Ein ganz normaler Kantersieg

Eintracht Frankfurt zieht mit einem überzeugenden 5:2-Erfolg über den Hamburger SV in die dritte Runde des DFB-Pokals ein. Am Millerntor auf St. Pauli will die Mannschaft am Samstag noch mal nachlegen.

Von Ingo Durstewitz und Thomas Kilchenstein

Natürlich schallte irgendwann der Pokal-Evergreen durchs Oval, wonach alle zusammen im Frühjahr nach Berlin fahren, natürlich ließen sich die Spieler der Frankfurter Eintracht auch standesgemäß feiern von den insgesamt 39.400 Zuschauern im Stadtwald, doch die ganz große, die überschwängliche, überschäumende Begeisterung blieb aus. Fast ist man geneigt zu folgern, die Hessen haken einen verdienten und ungefährdeten 5:2 (3:1)-Sieg wie jenen in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den hoch gehandelten Hamburger SV schon ganz routiniert ab. „Wir haben als Team überzeugt“, sagte Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler ganz trocken. „Wir haben das fortgesetzt, was wir in den vergangenen Wochen begonnen haben.“

Theofanis Gekas, Torschütze vom Dienst, war mal wieder zur rechten Zeit zur Stelle

Gut spielen, zumeist gewinnen also. Von den zurückliegenden fünf Pflichtspielen hat die Eintracht vier für sich entschieden. „Wir strotzen vor Selbstvertrauen“, sagte Benjamin Köhler, der dieses Mal im defensiven Mittelfeld hatte aushelfen müssen, weil der von Trainer Michael Skibbe in den Rang des Gladiators gehobene Kapitän Chris aufgrund muskulärer Probleme hatte passen müssen. „Und dann läuft die Kugel wie am Schnürchen.“ Mittelfeldmann Patrick Ochs flankierte: „Wir sind gut drauf, wir sind mit breiter Brust aufgetreten.“

Die Frankfurter kassieren für den Einzug ins Achtelfinale 530.000 Euro. Aber erst die nächsten Runden, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen, werden finanziell richtig lukrativ.

Natürlich war es wieder einmal der Frankfurter Torschütze vom Dienst, der die Eintracht auf Achtelfinal-Kurs schoss: Theofanis Gekas. Der Mann ist ein Phänomen, selten zu sehen, kaum am Spiel beteiligt, und wenn, dann mit eher durchwachsenem Erfolg. Doch wehe, er kommt in die Nähe des Tores. Dann herrscht Alarmstufe rot für den Gegner. Gekas erzielte nach präziser Flanke von Halil Altintop das zweite (20.) und nach Zuspiel von Sebastian Jung das dritte Tor (45.) der Hessen. Gerade das 3:1 kurz vor der Halbzeit war eminent wichtig. „Wir haben im richtigen Moment zugeschlagen und immer noch einen draufgesetzt“, sagte der abermals stark aufspielende Ochs.

Den Reigen eröffnete der Brasilianer Caio, der nach genau zehn Minuten für den an der Leiste verletzten und fürs nächste Spiel in St. Pauli ausfallenden Alexander Meier aufs Feld geschickt wurde und exakt drei Minuten später mit einem fulminanten Linksschuss die Führung erzielte. Für Schüsse wie diese ist Caio bekannt, dafür ist er einst nach Frankfurt geholt worden. Allerdings spielte er in den folgenden 80 Minuten wie so oft in Frankfurt: zu langsam, mit wenig taktischem Gespür, vor allem trifft er oft die falsche Entscheidung im richtigen Moment.

Die Hamburger, die am zweiten Spieltag noch 3:1 in Frankfurt gewonnen hatten, kamen gar nicht richtig ins Spiel ? einmal staubte Mladen Petric zum 1:2 ab (23), zweimal trafen die Gäste die Latte. Das war’s auch schon.

„Da haben viele wohl am Anfang gedacht, das ist ein Freundschaftsspiel“, schimpfte Kapitän Heiko Westermann. Auch Michael Oenning, der den mit einer hartnäckigen Grippe in seinem Hotelzimmer gebliebenen Cheftrainer Armin Veh vertrat, wetterte: „Wir haben das Spiel nie richtig ernst genommen.“

Am Samstag will die Eintracht die Hamburger Woche mit ’nem Sieg in St. Pauli beenden

Nach dem Wechsel entschloss sich dann Petric dazu, für die Highlights zu sorgen – er traf binnen 60 Sekunden auf beiden Seiten: einmal ins eigene (65.), dann ins Frankfurter Tor. Den Schlusspunkt setzte Halil Altintop mit einem an Gekas verursachten Strafstoß (87.).

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, wir haben gut und mutig nach vorne gespielt“, sagte Trainer Skibbe. „Ich hoffe, dass wir diesen Rückenwind jetzt mit nach Hamburg mitnehmen können“, sagte Trainer Skibbe. Am Millerntor auf St. Pauli wird die Hamburger Woche am Samstag zum Abschluss gebracht. „Da“, sagte Köhler, „wollen wir noch mal nachlegen.“

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