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Für Michael Skibbe gehört Caio "zum engeren Kreis" für das Spiel gegen Bremen.
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Für Michael Skibbe gehört Caio "zum engeren Kreis" für das Spiel gegen Bremen.

Eintracht gegen Werder

Nur der Fußball zählt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Sieh an, die Eintracht. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. In Frankfurt wird ausnahmsweise mal nicht über den Trainer, sondern über das Bremen-Spiel gesprochen. Von Ingo Durstewitz

Am Mittwoch sprachen Heribert Bruchhagen und Michael Skibbe endlich mal mit einer Zunge. Der eine, der durchgefrorene Eintracht-Trainer, sagte nach dem Üben am Morgen: "Jetzt geht es wieder um Fußball. Das soll auch so bleiben. Das werden wir schon hinkriegen." Der andere, Eintracht-Boss Bruchhagen, übermittelte fernmündlich aus Leverkusen, wo er zum 60. Geburtstag von Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser weilte: "Ich sehne den Donnerstag herbei, dann steht der Fußball wieder im Mittelpunkt."

Eintracht Frankfurt hat im neuen Jahr gleich mal ein schönes Wintertheater hingelegt, das Ganze gipfelte in einem nicht besonders glaubwürdigen Friedensbeschluss. Wie lange der Burgfrieden hält? Wer weiß es schon. Bruchhagen hat die Befürchtung, dass "Michael nach Niederlagen wieder zum großen Schlag ausholt". Wieso, weshalb, warum? Bruchhagen vermutet: "Er will sein Image im Sinne von Felix Magath schärfen." Auch gut.

Skibbe beschäftigt sich dieser Tage nicht mehr mit der perspektivischen Entwicklung seines Arbeitgebers, sondern mit der kurzfristigen. Zwei Tage sind es nur noch bis zum Rückrundenstart in Frankfurt gegen Bremen. Der Coach hat seine Mannschaft schon so ziemlich im Kopf, das fällt auch nicht schwer, Skibbe zählt gerade einmal 14 bundesligataugliche Spieler. Bis auf zwei Positionen steht das Team. Wer nach dem Ausfall von Ümit Korkmaz, der noch immer an den Folgen eines Zehenbruchs laboriert, links offensiv spielen wird, ist noch nicht raus.

Skibbe kann zwischen Caio und Benjamin Köhler wählen. Köhler machte in den beiden Vorbereitungsspielen nicht unbedingt die beste Figur. "Da war er eher verhalten", fand auch Skibbe. "Ihm geht die eigene Torgefahr ab." Caio hat Skibbe, wie er sagt, "noch nicht abgeschrieben", und doch ist es so, dass der Brasilianer nicht entscheidend vorangekommen ist, die Vorbereitung absolvierte er mehr als unauffällig. Und Skibbes Urteil fällt auch recht deutlich aus: "Es wird ganz schwer für ihn, in die Stammelf reinzurutschen", er gehöre aber sehr wohl "zum engen Kreis", da könne er, wie jetzt am Samstag, durchaus mal eine Alternative für die Startelf sein. Immerhin.

Schlapper Russ muss bangen

Die andere offene Planstelle ist in der Abwehr. Marco Russ kann seine Leistungsfähigkeit nicht zu 100 Prozent abrufen, ein hartnäckiger Magen-Darm-Virus hatte ihn in der vergangenen Woche heimgesucht und geschwächt. Die intensiven Läufe in der Türkei stand er nur mit größter Mühe durch. "So eine Krankheit raubt Substanz", sagt der Coach. Sollte sich Skibbe gegen ihn entscheiden, würde Maik Franz in die Innenverteidigung und Sebastian Jung nach rechts hinten rücken. Russ spielt ohnehin nicht seine beste Runde, seine Leistungen waren schwankend, "mit Ups und Downs", findet der Fußballlehrer. Russ habe gutes Potenzial, "er ist ein guter Fußballer", sagt Skibbe. "Aber im Überschwang der Souveränität wird er manchmal lässig. Bei ihm ist es keine Frage der Qualität."

Und dann ist da ja noch die Frage, wer hinter Oka Nikolov auf der Bank sitzen wird. Ralf Fährmann oder Markus Pröll. Pröll ergattert ein Extralob vom Trainer: "Er macht seine Sache sehr gut." Nun müsse er abwägen, "ob ich den Perspektivspieler oder den erfahrenen Mann, der wohl den Verein verlässt, auf die Bank setze". Das hört sich ein bisschen so an, als ob Fährmann die Nase vorn habe. Vielleicht aber auch nicht.

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