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Muss langsam zu seiner Form finden: Luka Jovic.
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Muss langsam zu seiner Form finden: Luka Jovic.

SGE

Ziel Champions League: Schwächeln verboten für Eintracht Frankfurt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Will die Eintracht Frankfurt ganz oben dranbleiben, darf sie sich kaum mehr Ausrutscher leisten. Nächste Partie ist gegen den VfB Stuttgart.

  • Eintracht Frankfurt kämpft um die Champions League.
  • Die SGE darf in den kommenden Wochen nicht schwächeln, wenn die Königsklasse erreicht werden soll.
  • Nächste Partie für Eintracht Frankfurt ist gegen den VfB Stuttgart.

Frankfurt - In der Vorbereitung der Talkrunde Sky 90 hat die Moderation Jessica Libbertz versucht, sich dem Privatmenschen Adi Hütter zu nähern. Viel ist ihr da nicht zu Ohren gekommen, außer dass er am Herd eine ganz gute Figur abgeben soll, der Eintracht-Trainer.

Man hätte über den Familienvater aus Österreich durchaus noch herausfinden können, dass er liebend gerne Vorarlberger Käsknöpfle seiner Mutter isst, in Frankfurt den Opernplatz mag und natürlich das Waldstadion, in seiner Jugendzeit tatsächlich zu Abba und Boney M. trällerte, sein Idol Diego Armando Maradona war, er zu seiner aktiven Zeit Clarence Seedorf dufte fand, gerne Golf spielt, am Morgen zu einem Espresso nicht nein sagt und abends ein Gläschen Wein nicht verachtet. Und, ja, kochen kann er auch. „Schnitzel, Gulasch, Pasta – das kriege ich alles hin.“ Prompt lud er das Moderatoren- und Expertenteam der Sendung zum Essen mit ihm als Chefkoch zu sich nach Hause ein, „nach Corona natürlich.“

Eintracht Frankfurt: Hütter bei „Sky90“

Der 51-Jährige hat sich als Stargast der Talkrunde gut präsentiert, professionell und souverän, nahbar und sympathisch, ohne anbiedernd oder populistisch zu sein. Und er wählte bewusst das Format, um die Spekulationen über einen möglichen Vereinswechsel zu beenden. „Ich bleibe“, sagte er fest. „Da gibt es überhaupt keine Diskussion.“ Ein klares Statement, das so nicht unbedingt zu erwarten war und intern mit Wohlwollen aufgenommen wurde.

Auf diesem Sektor herrscht, anders als auf Führungsebene, wo Fredi Bobic noch immer kein Bekenntnis abgegeben hat, Ruhe und Planungssicherheit. Hütter wirbt für einen Verbleib des Sportchefs, der sich freilich als eine Art Projektleiter mit begrenzter Verweildauer sieht und von Hertha BSC umgarnt wird; in Berlin lebt Bobics Familie. „Es wäre für den ganzen Verein wichtig, wenn Fredi bleibt, weil er diese Ruhe und Ausstrahlung hat“, sagte Hütter. Generell schätzt er in Frankfurt das vertrauensvolle Miteinander und die kurzen Wege. „Die Zusammenarbeit bei der Eintracht hat Niveau und Klasse.“

Das Fundament steht: Der Trainer bleibt, Kaderplaner Ben Manga wird befördert, der Vorstand ist stabil und der sich öffentlich zurückhaltende Aufsichtsrat hat die Gesamtkomposition im Blick und ein wachsames Auge auf die Geschehnisse – auch im Hinblick auf die Zukunft von Fredi Bobic. Der 49-Jährige soll mit aller Macht zum Bleiben bewegt werden. Ob es gelingt?

Eintacht Frankfurt: Entscheidende Phase

Die Eintracht ist bislang gut durch die Krise gekommen, und sie hat weiterhin die große Chance, sich mit der ersten Champions-League-Teilnahme sportlich wie wirtschaftlich in eine andere Phalanx zu katapultieren. „Die Favoriten sind andere. Aber wenn sich eine Chance auftut, muss man sie auch packen“, betonte Adi Hütter. „Wir wollen es unbedingt und können es schaffen.“ Die Eintracht spielt unter seiner Ägide eine herausragende Runde, hat nach 23 Runden so viele Punkte auf dem Konto wie seit mehr als 30 Jahren nicht. Die königliche Aussicht ist vorhanden, daran ändert auch das ärgerliche, weil unrunde 1:2 in Bremen nichts. Für die Eintracht gilt es nun, dranzubleiben, sich von diesem Rückschlag nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

Da ist in erster Linie der Trainer gefordert, der ein Gespür dafür hat, ob der eine oder andere die Nase vielleicht etwas höher trägt als zuvor. Nach dem Negativerlebnis im Norden hat er zumindest angedeutet, dass er mit der Einstellung nicht zu 100 Prozent zufrieden war. Er wird daher in dieser Woche im Training wieder sehr genau beobachten und, wenn es sein muss, resolut dazwischenfunken.

Eintracht Frankfurt: Nächstes Spiel gegen den VfB Stuttgart

Insofern kommt der Partie am Samstag gegen den agilen Neuling VfB Stuttgart eine besondere Bedeutung zu, da muss die Eintracht zeigen, ob sie auf Kurs bleibt und die Schlappe in Bremen nur ein Ausrutscher war oder ein Leistungsabfall nebst Einbruchgefahr droht.

Für die Eintracht beginnt nun die entscheidende Phase, elf Partien sind noch zu absolvieren, und die haben es in sich. Die Frankfurter müssen, exklusive Bayern, noch gegen alle Team aus dem oberen Tableau antreten, nach dem Stuttgart-Heimspiel geht es gegen Leipzig, Union Berlin, Dortmund, Wolfsburg und Mönchengladbach. Zudem stehen vier unangenehme Auswärtsspiele (Leipzig, Dortmund, Gladbach, Leverkusen) an. Da muss die Eintracht Farbe bekennen, eine Schwächephase kann sie sich nicht erlauben, wenn sie ganz vorne dabei bleiben will.

Der Trainer wird weiterhin ein gutes Händchen brauchen, um die Mission zu einem guten Ende zu bringen. In dieser Saison hat er viele kluge Entscheidungen getroffen, und auch die richtigen Momente für gewisse Veränderungen erkannt. So beorderte er Erik Durm nach Monaten auf der Tribüne auf einmal in die Startformation, den Spielleiter Makoto Hasebe baute er im Mittelfeld wieder ein, genauso wie Marathonmann Djibril Sow; Zerstörer Stefan Ilsanker nahm er hingegen heraus.

Eintracht Frankfurt: Hütter verjüngte die Mannschaft

Hütter verjüngte die Mannschaft im laufenden Wettbewerb, setzte auf Evan Ndicka und hatte den Mut, den jungen Tuta für den abgewanderten Kapitän David Abraham zu nominieren. Er stellte auf zwei Zehner und eine Spitze um, päppelte Amin Younes behutsam auf und ließ ihn erst spielen, als der 27-Jährige so weit war, der Mannschaft zu helfen. Aymen Barkok hingegen rotierte schnell ins Team und genauso schnell wieder heraus.

Der Trainer hat es auch geschafft Luka Jovic bei Laune zu halten, wenngleich der Stürmer nicht von Real zur Eintracht zurückgekehrt ist, um auf der Bank zu sitzen. Auch bei Jovic, der die drei trainingsfreien Tage für einen – erlaubten – Trip in seine serbische Heimat nutzte und mit seinem Sohnemann Geburtstag feierte, wird Hütter den rechten Augenblick abpassen, um ihn einzubauen – bis dahin muss der körperlich noch immer nicht auf Toplevel agierende 23-Jährige aber vor allem eines: seine eigene Leistung deutlich steigern.

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