Dreifache Torschützin: Laura Freigang.
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Dreifache Torschützin: Laura Freigang.

DFB-Pokal

Fröhliches Scheibenschießen

  • vonKatja Sturm
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Eintracht Frankfurt schlägt den Regionalligisten Karlsruher SC 8:0 und holt sich ein bisschen Selbstvertrauen zurück.

Zuletzt hakte es bei den Eintracht-Fußballerinnen. Vor allem die Bundesliga-Niederlagen beim SC Sand und zu Hause gegen den SC Freiburg brachten die Frankfurterinnen ein ganzes Stück von dem Weg ab, den sie eingeschlagen hatten, als sie sich als 1. FFC im Sommer unter das Dach der SGE begaben. Fünf Punkte trennen die Hessinnen bereits von dem dritten Platz, der diesmal noch zur Teilnahme an der Champions League berechtigen würde.

Das Pokalduell in der zweiten Runde am Samstag beim Regionalligisten Karlsruher SC sollte nach der Länderspielpause deshalb auch eine Aufbaupartie sein, bei der möglichst viele Spielerinnen vor Wiederbeginn der Ligarunde eine gehörige Portion Selbstbewusstsein tanken wollten. Die Chance nutzte das Team von Trainer Niko Arnautis bestens und zog mit einem 8:0 (4:0)-Erfolg ins Achtelfinale des nationalen Wettbewerbs ein. Toptorjägerin Laura Freigang sorgte dabei allein für drei Treffer (3., 43., 90. Minute). Laura Feiersinger per Foulelfmeter (11.), Geraldine Reuteler (21.), Kapitänin Tanja Pawollek (56.) und Shekiera Martinez mit einem Doppelpack (60./73.) folgten vor 200 Zuschauern dem Vorbild der gebürtigen Kielerin. Die Dominanz seiner Mannschaft und das klare Halbzeitergebnis eröffneten Arnautis die Möglichkeit, in seiner Elf danach kräftig durchzuwechseln und so einige seiner Führungskräfte für härtere Aufgaben zu schonen.

Feiersingers Comeback

„Wir haben uns vorgenommen, im Pokal diesmal weit zu kommen“, sagte der Coach nach dem Spiel. „Deshalb haben wir uns in Erinnerung gerufen, dass wir uns in der Vergangenheit auch gegen Mannschaften schwerer getan haben, die nicht in der Bundesliga waren.“ So ging dem Achtelfinal-Aus 2019 gegen Bayer Leverkusen nur ein 1:0-Erfolg über den Drittligisten RB Leipzig voraus; 2018 gab es ähnlich knappe Auftritte gegen die damaligen Zweitligisten FSV Hessen Wetzlar und 1. FC Saarbrücken.

Diesmal machten die Frankfurterinnen früh deutlich, dass es nicht zu einer Wiederholung derartiger nicht standesgemäßer Präsentationen kommen sollte und sie unbedingt „zurück auf die Siegerstraße“ wollten. „Die, die das Spiel begonnen haben, waren von Anfang an 100-prozentig da“, lobte Arnautis.

Grund zur Selbstkritik fanden die Spielerinnen trotzdem. „Mit einem 8:0 kann man schon zufrieden sein, aber wir hatten noch ein paar Chancen mehr“, sagte Freigang. Ihre österreichische Vornamenskollegin Feiersinger, die verletzungsbedingt seit Mitte September ausgefallen war und gegen den KSV für 60 Minuten aufs Spielfeld zurückkehrte, verbuchte „einen soliden und erwachsenen Auftritt“.

Bevor am 8. November abends (18.30 Uhr) in der ARD-Sportschau die Auslosung fürs Achtelfinale ansteht, treffen die Eintracht-Spielerinnen um 14 Uhr auswärts in der Bundesliga auf den Tabellenelften MSV Duisburg. Mit dabei sein könnte dann auch wieder die Slowenin Lara Prasnikar, die sich wegen mehrerer positiver Coronatests in ihrem Nationalteam aktuell in ihrer Heimat in Quarantäne befindet

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