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In erstaunlicher Frühform: Takashi Inui (links), hier im Zweikampf mit Aleksandar Ignjovski.
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In erstaunlicher Frühform: Takashi Inui (links), hier im Zweikampf mit Aleksandar Ignjovski.

Eintracht Frankfurt

Frisch und ausgeruht

Die Eintracht-Profis sind zurück in der Heimat und machen einen guten Eindruck – auch Carlos Zambrano. Bei der Eintracht sind sie mit der körperlichen Verfassung ihres Rückkehrers sehr zufrieden.

Von Peter Lohrum

Dass Carlos Zambrano am Dienstag zum ersten Mal in dieser Vorbereitung mit der Mannschaft trainiert hat, war nun wirklich keine Überraschung. Schließlich hat der peruanische Nationalspieler einen Vertrag mit der Frankfurter Eintracht. Das ist unstrittig. Im Gegensatz zu der einen oder anderen Klausel, deren Inhalt in den letzten Wochen an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Darin ist dann verankert, wann er zu welchem Preis den Klub verlassen kann, möglicherweise noch in dieser Transferperiode bis Ende August. Für die Eintracht ist dies freilich keine wirkliche Alternative.

„Für uns ist dieses Thema durch“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner am Dienstagmittag, noch bevor Trainer Armin Veh ein weiteres Gespräch mit dem offenkundig von ausländischen Klubs, vor allem aus der Türkei, umworbenen Spieler führte. Hübner war bemüht, endlich einen Schlussstrich unter die Angelegenheit zu ziehen. Aus Sicht des Managers spielt Zambrano zumindest in der bald beginnenden Saison weiter für die Eintracht.

Beim Freundschaftsspiel an diesem Mittwoch beim Hessenligisten Eintracht Stadtallendorf wird der 26 Jahre alte Zambrano aber definitiv nicht dabei sein, und dies hat nichts mit der Vertragssituation zu tun. Ein Einsatz nach nur zwei Trainingseinheiten komme eindeutig zu früh, sagt der Trainer, selbst wenn alle bei der Eintracht mit der körperlichen Verfassung ihres Rückkehrers sehr zufrieden sind. Der Laktattest habe „sehr gute Werte“ ergeben, sagte der Manager. „Vielleicht liegen Chile und Peru so hoch, dass die roten Blutkörperchen gesteigert werden“, flachste der Trainer, „Carlos hat jedenfalls einen guten Eindruck hinterlassen.“ In Chile hat Zambrano die Copa America gespielt, in seiner peruanischen Heimat zuletzt drei Wochen Urlaub verbracht. Vom selbst benannten Übergewicht, „wie immer fünf Kilo“, hat der Trainer bei Zambranos erstem Auftritt auch nichts bemerkt. „Da hat er geflunkert“, sagt Veh, Zambrano sei „ganz gut in Form“.

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Genau wie die ganze Mannschaft. Nach dem freien Wochenende in Anschluss an das Trainingslager in Österreich hinterließen die Spieler bei der ersten Übungsstunde in der Heimat einen frischen, ausgeruhten Eindruck. Bei Trainingsspielchen mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen lief der Ball ausgezeichnet durch die eigenen Reihen. Es komme nun darauf an, in dieser Woche in Bezug auf Schnelligkeit und Spitzigkeit den nächsten Schritt zur nötigen Fitness zu machen, sagte der Trainer. Mit dem ihm aktuell zur Verfügung stehenden Kader ist Veh zufrieden, deshalb erträgt er das Warten auf neue Spieler mit großer Gelassenheit.

Ungeduld hält sich in Grenzen

Die Ungeduld in Bezug auf zwei weitere neue Spieler, die in absehbarer Zeit zur Mannschaft stoßen sollen, hält sich beim Frankfurter Trainer in engen Grenzen. Zwar hofft Veh, dass der neue Torwart, aller Voraussicht nach Lukas Hradecky von Bröndby IF, „auf der Zielgeraden dabei ist“, aber den ganz großen Druck verspüre er nicht. „Wir haben mit Heinz Lindner einen guten Mann“, sagt Veh. Ganz ähnlich sieht es für die Position im offensiven linken Mittelfeld aus, wo sich Takashi Inui in einer erstaunlichen Frühform präsentiert hat. Nachdem der Wechsel des Schalker Nationalspielers Sidney Sam aus medizinischen Gründen geplatzt ist, haben sich die Frankfurter entschlossen einen anderen Weg zu gehen, eine kleinere Lösung zu finden. Kein sogenannter „gestandener Profi“ soll kommen, sondern ein entwicklungsfähiger junger Spieler, „der sicher noch seine Zeit zur Eingewöhnung braucht“. Dementsprechend komme es bei der Verpflichtung nicht auf ein paar Tage an. Die „Bild“ hat nun zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen einen serbischen U20-Weltmeister als Kandidaten ins Spiel gebracht, zunächst Andrija Zivkovic von Partizan Belgrad, jetzt Mijat Gacinovic von Vojvodina Novi Sad. „Kein Kommentar zu Namen“, lautete der knappe Kommentar von Manager Hübner.

Castaignos schneller zurück

Schneller als ursprünglich befürchtet, könnte auch Luc Castaignos in den Kreis der Mannschaft zurückkehren. Am Dienstag absolvierte der Neuzugang vom FC Twente Enschede, der sich genau eine Woche vorher beim Freundschaftsspiel gegen Leeds United einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte, schon am Rande des Platzes ein Spezialprogramm mit Rehatrainer Michael Fabacher. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte der 22 Jahre alte Holländer, will allerdings in den nächsten Tagen trotzdem nichts überstürzen. „Es ist ein gefährliche Verletzung“, glaubt er, „da muss man genau in seinen Körper hinein hören.“ Der Trainer will Castaignos Zeit genug geben, um die Verletzung komplett auszuheilen. „Aber es ist auch für uns erstaunlich, wie weit er schon ist“, sagt Veh.

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