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Frankfurts Fußballerinnen auf dem richtigen Weg

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Von: Katja Sturm

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Im Luftduell; Tanja Pawollek von Eintracht Frankfurt.
Im Luftduell; Tanja Pawollek von Eintracht Frankfurt. © foto2press/Imago

Eintracht Frankfurt untermauert mit 3:1-Pflichtsieg gegen Werder Bremen vor 2000 Fans die Ansprüche in der Frauen-Bundesliga.

So etwas wie Routine kann sich bei den Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt derzeit nicht einschleichen. Nach einer Vorbereitung, in der Cheftrainer Niko Arnautis zusammengezählt nur etwa zwei Wochen lang seine Kadermitglieder zusammen hatte, und drei Spieltagen in der Bundesliga ist schon wieder eine Länderspielpause angesagt. Die Bilanz, die die Hessinnen davor ziehen konnten, klingt positiv: Mit sieben Punkten rangieren sie auf dem dritten Tabellenplatz. Den zweiten Saisonerfolg in Folge verbuchten die Adlerträgerinnen am Sonntag, als sie im heimischen Stadion am Brentanobad Werder Bremen mit 3:1 (1:0) besiegten. Géraldine Reuteler (35. Minute), Nicole Anyomi (46.) und Lara Prasnikar (85.) stellten den Triumph sicher. Sophia Kleinherne (70.) hatte einen Eckball so unglücklich abgefälscht, dass dieser im Tor ihrer Torhüterin Stina Johannes landete.

„Die Mannschaft hat vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte Arnautis. „Wir haben es nur verpasst, das zweite oder dritte Tor zu schießen.“ Nach der Pause habe man es „unnötig“ spannend gemacht, was nicht zur überwiegenden Dominanz der SGE auf dem Rasen passte.

„Wir wussten, dass Bremen ein unangenehmer Gegner ist“, erklärte Barbara Dunst. „Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir die Zweikämpfe vom ersten Moment an voll annehmen müssen.“ Das sei bis zum Beginn der zweiten Halbzeit auch gut gelungen. Dann jedoch habe man die eigenen Tugenden eine Viertelstunde lang vernachlässigt. „Daran müssen wir noch arbeiten“, so Dunst.

Nicht weniger interessant war die Frage, wie viele Zuschauer kommen würden. Den Auftakt hatte die SGE vor der Rekordkulisse von 23200 Fans in der Arena absolviert, jetzt kehrte sie wieder in ihre übliche Spielstätte in Rödelheim zurück. „Bis Freitag hatten wir erst 1600 Karten verkauft“, sagte Eintracht-Pressesprecher Paul Schönwetter. Obwohl das regnerische Wetter nicht gerade einladend wirkte, kamen schließlich 2000 Besucher zusammen. Mehr Publikum hatten die Gastgeberinnen in der vergangenen Saison nur beim letzten Duell gegen Werder gehabt, als es um den dritten Platz in der Abschlusstabelle und das damit verbundene Ticket für die Champions-League-Qualifikation ging.

Freigang sagt beim DFB ab

Torjägerin Laura Freigang, die noch an ihrer Schulterverletzung aus dem Spiel gegen die Bayern laboriert, wurde diesmal noch geschont. Auch für das Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich in Dresden (Freitag 20.30 Uhr/ARD) hat die 24-Jährige vorsichtshalber abgesagt. 14 weitere Eintracht-Spielerinnen werden dagegen ihre Reisen zu den verschiedenen Nationalmannschaften antreten, darunter etwas überraschend auch die neue Keeperin Johannes, die bislang noch nie in der A-Auswahl des DFB zwischen den Pfosten stand.

Weiter geht’s in der Liga am 16. Oktober, wenn für die Eintracht das Gastspiel beim Tabellenneunten SGS Essen ansteht. Ab diesem Dienstag wird am Rebstock aber erst mal wieder mit einem Rumpfkader trainiert. Routinen müssen außen vor bleiben.

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