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Mit dem Näschen für Tore: Laura Freigang.
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Mit dem Näschen für Tore: Laura Freigang.

Eintracht-Stürmerin Laura Freigang

Frankfurter Treueschwur

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Laura Freigang gibt nach ihren Länderspieltoren die Garantie ab, in Frankfurt zu bleiben – dabei dürfte sie längst das Interesse größerer Klubs geweckt haben.

Ganz am Ende spazierte Martina Voss-Tecklenburg mit einem breiten Grinsen durch die Abendsonne. Von der im Umbau befindlichen Gegentribüne der Wiesbadener Arena runter in die Katakomben, wo die Bundestrainerin sich ein letztes Mal bei ihren Spielerinnen für das nächste erhellende Länderspiel bedankte. Beide Härtetests gegen Norwegen (3:1) und Australien (5:2) hatte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft positiv gestaltet – und sogar einem falsch positiven Corona-Test bei Felicitas Rauch (VfL Wolfsburg) getrotzt.

Zu den Gewinnerinnen gehörte wieder einmal Laura Freigang, die beide Male traf. Die 23-Jährige steht nun bei sieben Toren in sechs Einsätzen. „Ich gehe mit einem positiven Gefühl aus dem Lehrgang“, sagte die in der Startelf stehende Stürmerin, die seit ihrem Debüt scheinbar an der Tradition der vielen Frankfurter Torjägerinnen – allen voran Rekordtorschützin Birgit Prinz – anknüpfen will. Trotz ihrer Topquote gab sie sich betont bodenständig. Denn: „Wenn man sich meine Tore mal ansieht, habe ich keines aus größerer Distanz als zweieinhalb Meter gemacht.“ Da widersprach sogar ihre Trainerin: „Fakt ist, da muss man erstmal stehen. Laura hat ein Näschen dafür. Gerade in engen Räumen kurz vor dem Tor, wenn es eine braucht, die da den Fuß, den Kopf oder das Knie hinhält, dann ist sie da.“

Diese Qualität kann in einem Turnier bekanntlich Gold wert sein, weiß die frühere Nationalstürmerin Voss-Tecklenburg (125 Länderspiele/ 27 Tore) selbst am besten. Generell sieht sie aber „ganz viele Dinge, an denen Laura noch arbeiten muss“. Durchsetzungsvermögen, Ballbehauptung, Kombinationsspiel. Was der Bundestrainerin gefällt: „Sie möchte sich stets weiterentwickeln. Sie ist hartnäckig, bringt aber eine gewisse Frechheit und Lockerheit mit und lässt sich nicht sofort verrückt machen, wenn ihr im Spiel etwas nicht direkt gelingt.“

Wecken nicht allein die blanken Zahlen - sie hat auch zwölf Bundesligatore geschossen - Begehrlichkeiten größerer Klubs? Freigang druckste bei dieser Frage nicht lange herum: „Bei der Eintracht haben wir ein größeres Projekt, bei dem ich dabei sein will. Ich habe nicht vor, im Sommer irgendwo hinzugehen. Mein Vertrag läuft noch mehr als zwei Jahre. Mir gefällt es in Frankfurt.“ Anders als bei den Männern sind solche Lippenbekenntnisse im Frauenfußball durchaus ernst zu nehmen. Insofern ist der Treueschwur mit Blick auf den aufgestellten Mehrjahresplan für die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt eine Menge wert.

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