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Frankfurter Fußballerinnen wollen den Boom spüren

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Von: Katja Sturm

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Flanke vor vollen Rängen: Frankfurts Lara Prasnikar.
Flanke vor vollen Rängen: Frankfurts Lara Prasnikar. © Imago/Beautiful Sports

Auch die Eintracht-Frauen hoffen auf mehr Zuschauer bei den Heimspielen der Frauen-Bundesliga, weil der bei der EM in England erzeugte Hype bundesweit das Interesse vergrößert hat.

Als die Bundesliga-Fußballerinnen von Werder Bremen zuletzt im Frankfurter Stadion am Brentanobad gastierten, ging es in der Spielstätte richtig rund: Als sich die Eintracht mit einem 4:0-Erfolg am letzten Spieltag das Ticket zur Qualifikation für die Champions League sicherten, waren 4520 Besucher und damit mehr als zu jeder anderen Partie in der vergangenen Spielzeit gekommen. Bei einem Schnitt von 1500 bedeutete das auch für den Zuschauerkrösus ein sehr besonderes Erlebnis in der 5000 Gäste fassenden Spielstätte.

An dieses würden die Hessinnen gerne in jeder Hinsicht anknüpfen, wenn die zu den Abstiegskandidaten zählenden Norddeutschen am Sonntag (13 Uhr) nach Frankfurt kommen. Womöglich kann auch Nationalspielerin Laura Freigang wieder eingreifen, die nach ihrer Schulterverletzung Teile des Trainings absolvierte.

Die Eintracht will bei ihrem Heimspiel weiter von dem positiven Schwung aus der EM in England profitieren. Der Hype hat tatsächlich flächendeckend höheres Interesse ausgelöst: Nach den ersten beiden Spieltagen vermeldete die Liga mit insgesamt 47 238 Zuschauern bereits genauso viel Resonanz wie in der gesamten Hinrunde 2020/21. Angefangen hatte die Saison ja mit der Rekordkulisse von 23 200 Fans beim Auftakt der Eintracht in der Arena im Stadtwald. Die alte Bestmarke von 12 464 wurde auf Anhieb übertroffen.

Auch eine Woche später verzeichneten alle Gastgeber vierstellige Werte, den höchsten die TSG Hoffenheim, die 7109 Interessierte gegen den VfL Wolfsburg in die Sinsheimer Arena lockte. Selbst der nicht vom übermäßigen Zulauf verwöhnte FC Bayern hatte seinen Campus mit 2500 Plätzen beim 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen ausverkauft. Aktuell liegt der Schnitt pro Spiel nach DFB-Angaben bei 3937. Zum Vergleich: Nur 811 waren es in der Vorsaison.

Wie viele Interessierte an diesem Feiertagswochenende zur Eintracht strömen werden, ließ sich nach Angaben von Pressesprecher Paul Schönwetter im Vorfeld schlecht einschätzen. Bei 1500 Tickets lag der Vorverkauf; allerdings waren zu dem Zeitpunkt noch Kontingente für Sponsoren und andere Gruppen geblockt. Der Klub hofft, dass es mindestens 2000 Zuschauer werden.

Bei den Dauerkarten lässt sich zunehmende Begeisterung feststellen. Waren Eintracht-Vorgänger 1. FFC Frankfurt zuletzt noch etwa 70 Anhänger pro Jahr treu, haben diesmal bereits 350 feste Plätze reserviert. Die Ticketerlöse machen bei den Adlerträgerinnen wie auch bei den anderen Vereinen aber nur etwa drei bis fünf Prozent der Einnahmen aus.

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