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Noch der Beste: Simon Falette. dpa

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Eintracht Frankfurt blamiert sich in Paderborn: Die Spieler in der Einzelkritik

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    Thomas Kilchenstein
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Müde und ausgelaugt: Auch der Hinrundenkehraus beim SC Paderborn verläuft für Eintracht Frankfurt ernüchternd. Die Einzelkritik.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Simon Falette:Am letzten Hinrundenspieltag stand er dann zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt auf dem Platz. Zuvor war er in 30 Spielen ohne Einsatz geblieben. Erledigte seinen Job gewohnt unerbittlich und hart, der eine oder andere Wackler war dabei, ist aber nach der langen Zeit ohne Wettkampf verständlich. Dennoch: bester Frankfurter. Sagt einiges, wenn der, der ein halbes Jahr gar nicht gespielt hat, gleich der Stärkste ist.

So lala

Filip Kostic:Manchmal hatte es den Anschein, als wolle er es alleine mit allen Paderbornern aufnehmen. So nach dem Motto: Wenn keiner was macht, mache ich es alleine. War aber auch nicht von Erfolg gekrönt. Ein sinnloses Foul in der Nähe des eigenen Strafraums – durch den fälligen Freistoß fiel prompt das 0:2.

Evan Ndicka:Unauffällige Partie ganz hinten links, selten am Ball, Vorstöße sind seine Sache nicht. Eigentlich – bereitete dennoch das 1:2 vor, als er mal mutig nach vorne ging. Dass er als gelernter Innenverteidiger den Vorzug auf der Außenbahn vor Erik Durm bekommt, sagt auch viel über den Stellenwert des Ex-Dortmunders aus.

Bas Dost:Selten am Ball, kann die Kugel aber immerhin gut abschirmen und weiterleiten. Mit ein, zwei halben Möglichkeiten, dann machte er den Anschlusstreffer (71.). Immerhin.

Danny da Costa:Ohne Schwung, wirkt merkwürdig gehemmt, sicherlich auch eine Frage des (fehlenden) Selbstvertrauens. Konnte auch eine Position weiter vorne kaum Akzente setzen. Beim 0:2 kam er zu spät. Gegen Ende der Partie mit zwei guten Möglichkeiten – einmal drüber, einmal vorbei.

Daichi Kamada:Sollte noch mal frischen Wind bringen, das klappte nur am Anfang. In der Endphase tauchte er unter.

Mijat Gacinovic:Wuselig, umtriebig, das kennt man von ihm. Er versucht wenigstens etwas. Die Linie, die Struktur fehlt nach wie vor, reißt sich vieles, was er errichtet, selbst wieder ein. Mit einem ganz guten Freistoß, der knapp vorbeiging (45.).

Djibril Sow:Eingewechselt, aber ohne nennenswerte Aktionen. Nicht Fisch, nicht Fleisch.

Schwächelnd

Timothy Chandler:Mit ein, zwei brauchbaren Flanken, aber auch einigen schlechten. Hinten halbwegs solide, aber insgesamt ist das von allem zu wenig. Am Ende total platt.

Dominik Kohr:Vor dem 0:2 gab er artig Geleitschutz, trabte nur hinterher. Mit einem völlig sinnfreien Freistoß. Ohne Bindung und Zutrauen. So reicht das nicht.

Gelson Fernandes:Gleich zu Beginn mit einem schlimmen Rückpass in die Beine eines Paderborners. Völlig von der Rolle, hechelt nur von einem Gegenspieler zum nächsten. Keine Hilfe fürs Team, zur Halbzeit erlöst.

André Silva:Wirkte wie Fremdkörper, ohne Bindung, mit hanebüchenen Fehlpässen. Seine mit Abstand beste Szene war sein Lupfer zu Ndicka vor dem 1:2.

Makoto Hasebe:Ganz weit weg von seiner Bestform, schwamm bedenklich. Schon zu Beginn mit Problemen im Zweikampf gegen Antwi-Adjei (7.), auch gegen Pröger nicht konsequent genug (35.). Da hätte es schon klingeln können, machte es aber kurze Zeit später. Schonlau köpfte ein, 2:0 (41.), die Vorentscheidung – und Hasebe kam mal wieder zu spät.

Felix Wiedwald:Denkbar unglücklicher Abend. Beim 0:1 mit einem Blackout, ließ den Ball über seinen Kopf im Tor einschlagen. Auch beim 0:2 zu zögerlich, da sah er nicht gut aus. Später bei einem Freistoß im Glück. Mit zwei guten Paraden – aber die reißen es dann nicht mehr raus.

(dur/kil)

Eintracht Frankfurt will sich im Winter verstärken und buhlt derzeit um die Gunst von Ragnar Ache. Der 21 Jahre alte Stürmer steht derzeit bei Sparta Rotterdam unter Vertrag. 

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