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Bankdrücker Johannes Flum will seine Chance nutzen.
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Bankdrücker Johannes Flum will seine Chance nutzen.

Eintracht Frankfurt

Flum greift an

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der Eintracht-Mittelfeldspieler Johannes Flum ist alles andere als zufrieden mit seiner bisherigen Rolle und hofft nun auf einen Einsatz von Beginn an: „Ich will unbedingt spielen“.

Für den Frankfurter Mittelfeldspieler Johannes Flum war das Auswärtsspiel am vergangenen Samstag in Ingolstadt eine ziemlich zwiespältige Angelegenheit. Natürlich hat sich der 27-Jährige gefreut, dass er endlich mal etwas mehr als nur ein paar Minuten mittun durfte, immerhin ein bisschen mehr als eine halbe Stunde. Und er spielte ja auch wirklich nicht schlecht, im Gegenteil, er drehte am Schwungrad, versuchte was und traute sich was zu.

Trotzdem ist es letztendlich irgendwie unglücklich gelaufen: Als er reinkam, stand es noch 0:0. Als das Spiel beendet war, hatte die Eintracht mit 0:2 verloren. „Das ärgert mich total“, sagt der Mann aus Waldshut. An Johannes Flum lag das am allerwenigsten. Das weiß er. Trotzdem wurmt es ihn. Es geht ihm da weniger um seine persönliche Bilanz als um den ausgebliebenen Mannschaftserfolg.

Der Mittelfeldallrounder hat in Ingolstadt eine ganz ansprechende Leistung gezeigt, nach 57 Minuten kam er in die Partie, die keine gute und recht zerfahren war, und er hat das ansprechend gemacht, ist in die Offensive gegangen, hatte den Blick nach vorne gerichtet und das Team angetrieben. „Er hat für frischen Wind gesorgt“, befand Trainer Armin Veh. Auch Flum war recht zufrieden: „Ich bin ganz gut reingekommen, hätte aber gerne noch mehr bewegt, ein Tor vorbereitet oder geschossen.“ Das hat nicht geklappt, dafür klingelte es im eigenen Kasten. Daran war er schuldlos. Der Kurzauftritt hat ihm Mut gemacht: „Das hat mir Auftrieb gegeben.“

Hinter Johannes Flum liegt keine einfache Zeit, mal wieder keine einfache Zeit. In der vergangenen Saison kam er auf gerade einmal sieben Einsätze, davon keinen einzigen von Beginn an, siebenmal wurde er eingewechselt, meistens kurz vor Schluss. Nur ein einziges Mal spielte er länger als eine Halbzeit, am drittletzten Spieltag gegen Hoffenheim wurde er nach 36 Minuten eingewechselt. Sein Arbeitsnachweis in einem Jahr belief sich ansonsten auf 168 Minuten – das sind nicht einmal zwei ganze Spiele.

Nur drei Kurzeinsätze

Unter Thomas Schaaf war er abgemeldet. Und kurz vor der Resignation.

Flum war heilfroh, die Episode  Schaaf überstanden zu haben, was er freilich nicht ahnte: Unter Armin Veh ging es für ihn genauso weiter. Auch unter dem früheren Trainer spielt der Ex-Freiburger bisher nur eine untergeordnete Rolle, kommt auf eine Spielzeit von 42 Minuten – verteilt auf drei Kurzeinsätze. Das ist ziemlich wenig.

Weshalb, weiß Flum nicht so genau. Er will das aber nicht dramatisieren, auf Armin Veh hält er nach wie vor große Stücke. Dass er nicht zum Zug kommt, ärgert ihn dennoch. Er wäre auch ein schlechter Sportler, wenn es anders wäre. Er habe sich trotzdem nie hängen oder ins Bockshorn jagen lassen, auch wenn die Situation nicht leicht ist. „Ich gebe immer alles, ich gebe im Training Gas. Ich will unbedingt spielen.“

Vielleicht kommt die Chance schon bald. Das ist eigentlich überfällig, schon zuletzt war kaum mehr nachzuvollziehen, weshalb Makoto Hasebe immer weiter spielen durfte. Der Japaner suchte auf dem Spielfeld nach Orientierung und Halt – fand beides aber nicht. Nun scheint er seinen Platz verloren zu haben. Das könnte Flums Chance sein. Bereit wäre er.

Johannes Flum möchte gerne mithelfen, die Kurve zu bekommen. „Ich weiß, dass wir es besser können“, sagt er. Und er zweifelt nicht am grundsätzlichen Niveau der Mannschaft. „Wir haben die Qualität.“ Er würde gerne seinen Teil beitragen. Wenn man ihn denn nur lassen würde. 

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