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Chicken Wings mit Chiliisoße. Das kann dann auch mal scharf sein.

Kolumne

Feuerrote Schädel

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Von scharfen Typen, extremen Soßen und amerikanischen Kulinarien. Die Kolumne aus dem Trainingslager der Eintracht.

In solch einem Trainingslager gibt es ganz verschiedene Teams. Natürlich jenes auf dem Rasen kickende, dann das die Übungseinheiten anleitende, dazu das medizinische und das die Presse mit den wichtigsten Infos versorgende. Und zu guter Letzt natürlich auch das schreibende, filmende und fotografierende Team der Frankfurter Medienhäuser. Diese Truppe, in Florida sind es genau sieben Leute, verbringt weite Teile des Tages miteinander. Am Trainingsplatz sowieso, manch einer anschließend auch in einer Shoppingmall oder einem netten Café am Strand, vor allem aber beim gemeinsamen Abendessen.

Das fördert mitunter ganz nette Geschichten zu Tage. Nachdem also schon fast alles ausprobiert war, was die US-amerikanischen Küchen so hergeben - Burger, Pizza, Fisch, Nudeln, Steak -, fiel die Wahl schließlich auf Chicken Wings. Ließ sich auch ganz gut an, diese auf Geflügel spezialisierte Lokalität, reichlich Auswahl gab es jedenfalls schon mal.

Ein Kollege, der Name und das Medium tun nichts zur Sache, hatte sich schon bei vorherigen Trainingslagern den Ruf als scharfer Typ – wir reden über Essen, alles andere will an dieser Stelle nicht beurteilt werden – erarbeitet. Als Beispiel sei die fast schon berühmt-berüchtigte, weil den Schweiß auf die Stirn treibende Pizza Inferno samt Extra-Peperoni im südtirolischen Gais genannt.

Dieser Kollege also schlug auch in der Wing-Bude zu. Er entschied sich für die Soße Extrem. Auch die Frage der Kellnerin („Sicher?“) konnte ihn nicht bremsen. Ein Fehler. 15 Minuten und einen Bissen später: „Boah, das ist ja heftig. Ach du schei ...“ Und weiter: „Probiert auch mal.“ Gesagt, getan. Und bereut. Da saß nun also die Frankfurter Medienmeute, brennende Zungen, feuerrote Schädel, und staunte nicht schlecht, als der tapfere Kollege sein Mahl fleißig weiter verspeiste. Ein scharfer Typ eben.

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