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Frustriert: Theresa Panfil.

Eintracht-Frauen

Falsche Richtung

  • vonKatja Sturm
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Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt ärgern sich über eine 0:1-Niederlage gegen Potsdam.

Lange Zeit galten die Duelle zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam als Klassiker schlechthin im Frauenfußball. Am Freitagabend trafen die Hessinnen nach ihrem Wechsel unter das Dach der Eintracht im Sommer zum ersten Mal in den Trikots mit dem Adler auf den Erzrivalen. Es sollte eine enttäuschende Premiere für die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis werden: Die Gäste siegten bei diesem Geisterspiel unter Flutlicht im Stadion am Brentanobad mit 1:0 (0:0) und festigten damit den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga. Dieser berechtigt am Ende der Saison zum Einzug in die Champions League. Die Frankfurterinnen, die bei einem Erfolg vorbeigezogen wären, verharren mit 14 Zählern und damit wieder fünf Punkten weniger vor den weiteren Spielen an diesem Wochenende auf dem vierten Rang.

Umso ärgerlich war das Ergebnis für die heimische Formation, da sie zum Zeitpunkt des entscheidenden Treffers die Regie in der intensiv geführten Begegnung übernommen hatte. Zudem servierte sie der erst kurz zuvor eingewechselten Torschützin Gina-Maria Chmielinski den Ball in der 76. Minute selbst durch einen unglücklichen Klärungsversuch. Zuvor hatte die Eintracht-Torhüterin Merle Frohms vor allem in der ersten Hälfte mit starken Paraden mehrmals eine frühere Führung der Gäste verhindert. Doch auch die Frankfurterinnen hatten ihre Chancen. Dabei konnte sich vor allem Kapitänin Tanja Pawollek hervortun, während die beste Scorerin der Eintracht-Elf, Laura Freigang, von der starken Turbine-Defensive weitestgehend aus dem Spiel genommen wurde.

„Der Gegner hat immer dann Torchancen bekommen, wenn wir Fehler gemacht haben“, sagte Pawollek. „Aber wenn wir unsere Dinger machen, sieht das Spiel ganz anders aus.“ Auch Frohms zeigte sich enttäuscht: „Es sollte ein richtungsweisendes Spiel werden“, betonte sie. „Meiner Meinung nach haben wir das spielerisch nicht schlecht gemacht.“ Doch in den Zweikämpfen sei man zu nachlässig gewesen und auch ein bisschen naiv. „Gegen so einen Gegner ist das gefährlich. Die Potsdamerinnen haben auf einen Fehler von uns gelauert und den dann eiskalt genutzt.“

Das Glück, das diesmal den Kontrahentinnen hold gewesen war, wünschen sich die Eintracht-Frauen für die nächste Aufgabe. Denn dann, am Freitag (19.15 Uhr), gastieren sie beim Double-Sieger VfL Wolfsburg, und dort gehört mehr als nur eine gute Form dazu, um dem Favoriten ein Bein stellen zu können.

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