Verstoß

Ex-Eintrachtler Luka Jovic droht Gefängnis in Serbien

Stürmer von Real Madrid soll gegen Hygieneregeln in seinem Heimatland verstoßen haben. Muss er für sechs Monate hinter Gittern?

Dem früheren Frankfurter Fußballprofi Luka Jovic droht in seiner Heimat Serbien wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen Corona-Regeln eine Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft habe Anklage gegen den Angreifer von Real Madrid erhoben und sechs Monate Gefängnis gefordert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tanjug am Donnerstag. Nach serbischem Recht muss das Gericht nun über die Annahme der Anklage gegen den 22-Jährigen entscheiden.

Der Angreifer, der von 2017 bis 2019 in 54 Bundesligaspielen 25 Tore für Eintracht Frankfurt nerzielte, war im März nach der coronabedingten Pause des Spielbetriebs in Spanien nach Serbien geflogen, wo er sich für zwei Wochen in eine häusliche Quarantäne begeben sollte. Medienberichten zufolge soll der Nationalspieler aber in der Hauptstadt Belgrad feiern gegangen sein. Jovic hatte hingegen von einem Gang zur Apotheke gesprochen.

Jovic hatte sich damals für sein Verhalten gerechtfertigt und entschuldigt. „Es tut mir sehr leid, dass einige Leute ihre Arbeit nicht professionell gemacht und mir keine spezifischen Anweisungen gegeben haben, wie ich mich während meiner Isolation verhalten soll“, schrieb er in sozialen Netzwerken. „Ich entschuldige mich bei allen, wenn ich mich in irgendeiner Weise in Gefahr gebracht habe. Ich hoffe, dass wir gemeinsam all dies überwinden können“, ergänzte er.

Der staatliche Sender RTS berichtete, Jovic habe die Möglichkeit gehabt, eine Geldbuße von umgerechnet knapp 30 000 Euro zu zahlen. Er habe diese Option nicht wahrgenommen. Der Angreifer war im Sommer 2019 für 60 Millionen Euro von der Eintracht zu Real Madrid gewechselt. (dpa)

Rubriklistenbild: © Óscar J.Barroso

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