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Voll im Fokus: Halil Altintop.
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Voll im Fokus: Halil Altintop.

Frankfurter Träume

Europa im Visier

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die Eintracht will noch ein bisschen länger träumen - und Altintop halten.

Natürlich ist in den Tagen nach diesem fulminanten Auftritt von Dortmund viel über die Hintergründe des Frankfurter Höhenflugs debattiert worden. Der Glauben an die eigene Stärke, wurde angeführt, das Selbstvertrauen, die offensive Außendarstellung, die gute Arbeit von Trainer Michael Skibbe - und natürlich die Trainingsmethoden.

Patrick Ochs, der Renner auf rechts, verstieg sich in einem Interview mit dem Kicker gar zu einer ganz verwegenen These: "Wir trainieren wie der FC Barcelona." Damit hat es Ochs immerhin bis auf die erste Seite des Fachblatts geschafft. Glücklicherweise fügte er noch an, dass er die Eintracht nicht auf einer Stufe mit dem spanischen Eliteklub sehe. Barça gilt ja nur als beste Mannschaft des Universums. So weit sind sie in Frankfurt also nicht. Noch nicht.

Die Eintracht träumt ja auch nur ein bisschen von der Europa League, sonderlich realistisch scheint der Beitritt zu Europa noch immer nicht, aber wer weiß es schon. "Träumen ist ja erlaubt", sagt Patrick Ochs. Die Eintracht ist aber fraglos auf einem guten Weg, sie ist stabil, sie spielt - vor allem auswärts - einen guten, schnellen, direkten Fußball, sie besticht durch große Ballsicherheit und -kontrolle. In Dortmund zelebrierten die Hessen ein halbes Dutzend Angriffe, die einen mit der Zunge schnalzen ließen. Im Training wird genau diese spielerische Komponente geschult bis zum Exzess. Zu Hause, wie am Sonntag gegen den SC Freiburg, tut sich die Eintracht allerdings schwerer, das ist nicht verwunderlich. Da sind die Räume enger, da fällt das Kombinieren viel schwerer. Und so richtig zündende Ideen haben die Frankfurter denn doch eher selten.

In Dortmund sah man auch deutlich, dass Halil Altintop sicherlich die erhoffte Verstärkung wird. Der 27-Jährige hatte drei hochkarätige Torchancen, zwei davon vergab er recht leichtfertig, einmal hatte er mächtig Pech. Aber er war ein steter Unruheherd, immer gefährlich für den Gegner, er lief viel, malochte und behauptete die Bälle. Das war schon aller Ehren wert. Trainer Michael Skibbe will nun drei, vier Wochen abwarten, die Entwicklung beobachten, aber dann sollte die Eintracht schnell zusehen, dass sie in Verhandlungen mit dem türkischen Nationalspieler tritt. Denn sein Arbeitsverhältnis ist lediglich bis zum Sommer befristet. "Und wenn er die ersten Tore geschossen hat, stehen gleich fünf andere Vereine auf der Matte", orakelt Skibbe.

Für Altintop sei das Engagement bei der Eintracht eine gute Sache, "er hat die Chance, sich interessant zu machen". Die Eintracht, glaubt der Trainer, könne aber dennoch gute Chancen haben, den Stürmer zu halten. "Ich weiß, dass er sich hier sehr wohlfühlt. Und das ist für ihn sehr wichtig. Das ist ein wichtiges Pfund, mit dem der Verein wuchern kann."

Skibbe denkt ohnehin schon an die Zukunft. Er legt, das ist bekannt, großen Wert auf einen Verbleib von Torwart Oka Nikolov, den er gemeinsam mit Kapitän Christoph Spycher als "Stabilisator im Teamgefüge" ansieht. Deshalb ist Skibbe genauso bemüht, den Schweizer Nationalspieler an die Eintracht zu binden. Der Vertrag des bald 32-Jährigen läuft nach dieser Saison aus. "Er ist einer der Köpfe der Mannschaft, er muss gehalten werden", sagt der Coach. Die ersten Gespräche gab es bereits. Es spricht einiges dafür, dass Spycher auch nach der WM in Frankfurt spielen wird.

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