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In der Schlussphase der Europa League Partie zwischen Frankfurt und Mailand brennen Eintracht-Fans im Block Pyrotechnik ab.

Pyrotechnik in Mailand

Frankfurt droht Fan-Ausschluss wegen Pyrotechnik

In der Schlussphase der Partie gegen Inter Mailand brennen im Fanblock von Eintracht Frankfurt Pyro-Fackeln. Das könnte einen Fan-Ausschluss beim nächsten Auswärtsspiel bedeuten.

Bei Eintracht Frankfurt haben sich in den Jubel über das Erreichen des Europa-League-Viertelfinals auch Misstöne wegen eines drohenden Fan-Ausschlusses gemischt. „Es ein No-Go. Wir wissen, dass wir vorbestraft sind“, sagte Keeper Kevin Trapp nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg bei Inter Mailand mit Blick auf erneute Pyrotechnik-Eskapaden eines Teils der Anhängerschaft. Teamkollege Sebastian Rode meinte: „Es ist ärgerlich.“

„Wir betonen immer, dass wir die Fans brauchen, besonders auswärts. Das hat uns auch heute wieder geholfen“, sagte Nationaltorwart Trapp weiter: „Es ist einfach schade, dass es manche nicht verstehen. Wenn 15 000 hierher mitreisen und sich auf ein Spiel freuen und Einzelne es kaputt machen, dann ist das einfach Schwachsinn. Dafür habe ich kein Verständnis.“

Eine kleine Gruppe unter den Eintracht-Anhängern hatte in der Schlussphase der durch Luka Jovics frühes Tor (5.) entschiedenen Partie Pyrotechnik gezündet. Laut Informationen mitgereister Anhänger wurden neben Leuchtfackeln auch drei Leuchtraketen abgefeuert. Eine Leuchtrakete prallte ans Dach des Guiseppe Meazza Stadions und von dort in einen angrenzenden Inter-Fanblock, eine weitere landete kurz nach Schlusspfiff auf dem Rasen.

Die Reaktion eines Großteils der mitgereisten Fans auf den Einsatz der Pyrotechnik fiel negativ aus. Zahlreiche Anhänger äußerten mit Gesängen ihren Unmut und quittierten die Leuchtfackeln und -raketen mit Pfiffen. Daheimgebliebene Eintracht-Fans erlebten das Europa-League-Spiel gegen Inter und seine Begleitumstände in Frankfurter Fußballkneipen mit.

Leuchtrakete fliegt auf den Rasen

Bereits beim Gruppenspiel bei Lazio Rom im Dezember waren die Frankfurter Fans mit einem ähnlichen Vergehen negativ aufgefallen. Auch dort wurde, nachdem zahlreiche Lazio-Fans den Eintracht-Anhang mit Hitlergrüßen provoziert hatten, Leuchtraketen in Richtung der Lazio-Fans und in Richtung des Platzes geschossen. Zum Auswärtsspiel der Eintracht in Mailand waren 20.000 Fans aus Frankfurt gereist. 

Die Ethikkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hatte den Klub damals mit einer Ausschlusssstrafe für das nächste internationale Auswärtsspiel belegt, die Strafe jedoch für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Diese könnte jetzt greifen. Zudem musste die Eintracht damals eine Geldstrafe in Höhe von 80 000 Euro zahlen. (dil/sid)

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