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Luciano Spalletti an der Seitenlinie.

Inter Mailand

Gegen Eintracht Frankfurt fehlen Inter Mailand wichtige Spieler

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Luciano Spalletti kämpft mit personellen Problemen bei Inter Mailand.

Wer Luciano Spalletti an der Seitenlinie eines Fußballfeldes beobachtet, gerät schon ein wenig ins Schmunzeln. Der Trainer von Inter Mailand, er nimmt dort gerne Züge eines Hampelmanns an. Mal reißt er die Hände wild gestikulierend nach oben, dann vergräbt er sein Gesicht in ihnen oder klatscht sich so dolle auf die Oberschenkel, dass die Beine gefühlt von blauen Flecken übersät sein müssten. Eines ist klar, am Spielfeldrand ist Luciano Spalletti ein ganz schöner Hitzkopf.

Abseits davon kommt der 60-Jährige als ziemlich sympathischer Kerl daher. Einer, der Kritik gerne weglächelt und vor allem im Gespräch ruhig und sachlich analysiert. So auch vor dem heutigen Achtelfinalrückspiel der Europa League zwischen Inter und Eintracht Frankfurt (21 Uhr). Da stellte sich Spalletti eine halbe Stunde lang bei der Pressekonferenz den Fragen der Reporter, die sich zuvorderst um die Besetzung seiner Startelf drehten.

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Wer ist alles fit? Wie lange wird die Kraft bei zuvor angeschlagenen Profis reichen? Wer läuft als Mittelstürmer auf? Spalletti antwortete gelassen: „Wir haben viele Ausfälle, das ist nicht optimal. Aber das darf kein Thema sein. Es werden elf Spieler auf dem Rasen stehen, die gewinnen wollen.“ Es gehe viel eher darum, die enorme Wichtigkeit des Moments zu erkennen, denn „sonst werden wir gegen die Eintracht einen hohen Preis zahlen“.

Klar ist, dass der Coach auf zwei gelbgesperrte Profis, Außenbahnflitzer Kwadwo Asamoah und Stürmer Lautaro Martinez, verzichten muss. Zudem ist Mittelfeldabräumer Radja Nainggolan verletzt und Stürmerstar Mauro Icardi weiterhin verbannt. Auch wird sich der kroatische Spielmacher Marcelo Brozovic wegen leichter Oberschenkelbeschwerden vorerst wohl auf der Bank wiederfinden. Ein Risiko will Spalletti vor dem sonntäglichen Stadtderby gegen den AC Milan gewiss nicht eingehen.

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Ganz am Ende der Pressekonferenz wurde der Trainer mit der glänzenden Glatze noch einmal deutlich. Es ging da um den Flaschentritt von Trainerkollege Adi Hütter im Hinspiel, der dem Frankfurter Coach nun eine Sperre für das Duell in Mailand einbrachte. Spalletti, dem Hampelmann an der Seitenlinie, fehlte für diese Verbannung auf die Tribüne jegliches Verständnis. Er sagte: „Es ist eine Schande. Ich habe unvergessliche Erinnerungen an solche europäische Spiele. Das wird Hütter ähnlich gehen. Die fairste Sache wäre, wenn alle guten Spieler und die Trainer dabei sein könnten.“ Irgendwie sympathisch, diese Aussage.

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