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Ging in Dortmund auch mit unter: Christopher Lenz (links), hier gegen BVB-Kapitän Marco Reus.
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Ging in Dortmund auch mit unter: Christopher Lenz (links), hier gegen BVB-Kapitän Marco Reus.

Christopher Lenz zum Fehlstart

„Es war eine Katastrophe, gegen die Eintracht zu spielen“

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht-Neuzugang Christopher Lenz über die fehlende Galligkeit, scharfe Töne im Training und den Mut, offensiver zu verteidigen.

Zum Pressegespräch erscheint Eintracht-Linksverteidiger Christopher Lenz, vor dieser Saison von Union Berlin nach Frankfurt gewechselt, gut gelaunt. Obwohl der 26-Jährige gerade aus der Videositzung kommt, die eher einer kleinen Horrorshow glich, nahm sie doch die deftige 2:5-Schlappe von Dortmund ins Visier. Der ablösefreie Zugang, der in Dortmund 45 Minuten in der Viererkette spielte, spricht sehr offen über...

...das bevorstehende Heimspiel am Samstag gegen den FC Augsburg: Druck hat man immer, aber ich bin ein positiver gestimmter Mensch. Wenn ich daran denken würde, dass es schiefgeht, würde mich das nur runterziehen. Wir haben Lust darauf zu zeigen, dass wir ein anderes Gesicht haben. Da haben wir echt Bock drauf.

...die ausufernde Videositzung am Dienstag:

Man geht schon nicht mit so einem guten Gefühl in so eine Videoanalyse, weil man weiß, dass wir ein Scheiß-Spiel und viel zu viele Fehler gemacht haben. Aber es hilft uns trotzdem, denn es geht nicht um den Einzelnen, der den Fehler macht, sondern darum, dass jeder für jeden einstehen kann. Wichtig ist zu sehen, warum man den Fehler gemacht hat und dass es im besten Fall kein zweites Mal vorkommt.

...die vielen individuellen Fehler: Jeder Fußballer hat mal Aktionen, die nicht so gut sind. Als Außenverteidiger haust du eine Flanke nicht gerne hinters Tor. Oder als Torwart lässt du den Ball nicht mit Absicht durch die Hände rutschen. Aber das passiert halt. Trotzdem hinterfragt sich da jeder von uns. Ich denke generell, wir müssen wieder galliger werden und Bock darauf haben, Einzelduelle zu gewinnen.

...die etwas zu laxe Einstellung: Der Trainer hat das auch angesprochen. Er hat klar gesagt: In der letzten Saison war es eine Katastrophe, gegen die Eintracht zu spielen. Man hatte immer das Gefühl, jeder steht dir gleich auf dem Fuß, jeder verfolgt dich, jeder ist sofort hinter dir. Vielleicht ist es das, was fehlt. Aber im Endeffekt weiß ich, dass jeder von den Jungs das kann. Vielleicht muss man einfach den Schalter umlegen und nicht so viel darüber nachdenken, was neu ist und was gemacht werden muss, sondern einfach machen. Dann bist du wieder im Spiel. Für mich ist es auch einfacher, hin- und herzulaufen und nicht hinten zu stehen und abzuwarten. Da hast du das Gefühl, du bist dabei, dann bist du im Zweikampf wacher. Wenn du aktiv bleibst und auf die eigenen Stärken vertraust, wird man ein anderes Gesicht zeigen. Und: Wir müsse auch im Training mal, ein, zwei härtere Töne anschlagen und verbal aufrütteln.

...die von Trainer Oliver Glasner geforderte Kompaktheit: Das Wichtigste bei dem Ganzen ist: Mut. Wenn du als Verteidiger den Mut hast, nach vorne zu gehen und den Stürmer durchzudecken, hat es der Stürmer nie einfach. Natürlich machst du dann hinter dir den Platz wieder so ein bisschen auf, aber wir haben da hinten auch so viele Leute, die ein unglaubliches Tempo haben und in Eins gegen Eins-Situationen gut sind. Das muss man, finde ich schon, wagen. Wenn du zu viel Sicherheitsdenken hast, ist das nicht gut, oft gibt man dadurch das Mittelfeld auf. In Dortmund sind wir oft hinterher gelaufen, dann fehlt dir die Kraft, wenn du selbst an den Ball kommst. Solche Spiele habe ich mit Union Berlin in der letzten Saison einige erlebt.

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