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Ante - du nicht auch noch!

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Eintracht-Kommentar: Der Erfolg frisst seine Kinder

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Nach den Abgängen von Luka Jovic und Sebastien Haller ist die angreifende Abteilung der Eintracht ausgedünnt. Rein rechnerisch fehlen den Hessen im Vergleich zur Vorsaison satte 47 Tore. Ein Kommentar. Ein Kommentar.

Frankfurt - Trainer Adi Hütter war schon in der Kabine, Daichi Kamada hatte gerade sein viertelstündiges Gespräch mit den Reportern hinter sich gebracht, die anderen Fußballer von Eintracht Frankfurt erfrischten sich vermutlich längst unter der Dusche, da stand Ante Rebic noch immer am Rande des Trainingsplatzes. Rund 40 Fans umringten ihn, baten in der Mehrzahl um Unterschriften und Selfies, einige aber hatten noch einen aus ihrer Sicht weit wichtigeren Wunsch: Bitte, bitte, Ante. du nicht auch noch.

Nach den Abgängen von Luka Jovic und Sebastien Haller ist die angreifende Abteilung der Eintracht arg ausgedünnt. Rein rechnerisch fehlen den Hessen im Vergleich zur Vorsaison satte 47 Tore. Zehn weitere von Rebic könnten noch dazukommen, sollte es tatsächlich so kommen und der 25-Jährige schließt sich – wie vermutet – einem anderen Verein an. Der Erfolg frisst seine Kinder.

Eintracht Frankfurt: Adlerlass nach starker Saison

Die Eintracht ist sicher nicht der erste aufstrebende Verein, der einen Aderlass nach einer starken Saison erleben muss, auch geben sich die Verantwortlichen öffentlich noch immer tiefenentspannt, das vorhandene Geld für neue Spieler mit Qualität ausgeben zu können. Verhandlungsführer Fredi Bobic und seinem Spielerentdecker Ben Manga wird zurecht allenthalben eine Menge Vertrauen entgegengebracht. Das haben sie sich erarbeitet und verdient.

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Doch Stand jetzt, und nichts anderes kann nun mal aktuell bewertet werden, sind die Frankfurter jener Bundesligist, der sich im Vergleich zur vergangenen Saison rein personell am deutlichsten verschlechtert hat. Zwei Topspieler sind weg, drei erwünschte, ehemalige Leihspieler noch nicht wieder da. Gerade ein Mann wie Kevin Trapp, der vom Ehrgeiz getriebene Torhüter, wird sich in trainingsfreien Minuten in Paris sehr wohl überlegen, ob er mit der Eintracht seine hohen Ziele von regelmäßigen Europapokalabenden erreichen kann oder ob er doch lieber woanders sein Geld verdienen sollte. Angeblich soll der FC Porto auch an ihm Interesse zeigen.

Eintracht Frankfurt: Absagen auf dem Transfermarkt

Zumal die Eintracht trotz des vorhandenen Geldes in diesem Sommer schon beim ein oder anderen Kandidaten durchgerasselt ist. Max Kruse und Marko Grujic wollten sie in Frankfurt unbedingt, sie spielen kommende Saison lieber in Istanbul und Berlin.

Für den neuen Angreifer Nummer eins, der natürlich kommen wird, rechnen sie bei der Eintracht mit Ausgaben von 20 bis 25 Millionen Euro. Damit kann ein Torjäger verpflichtet werden, der mehr als nur eine gute Perspektive mitbringt. Ein gestandener Profi mit nachgewiesener Grundqualität für zehn bis 15 Treffer in einer Saison muss es sein, logisch. Stürmer der Extraklasse aber, die eine ganze Mannschaft auf ein höheres Niveau hieven, wie es Jovic und Haller taten, sind rar gesät und kosten wohl noch mehr Geld. Auch sind deren Ansprüche oft höher angesiedelt, als sie diese bei der Eintracht erfüllt bekommen könnten. Entweder im sportlichen Bereich wie bei Luka Jovic oder im finanziellen wie bei Sebastien Haller.

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