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Wünscht sich mehr Präzision im Passspiel: SGE-Trainer Adi Hütter.

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Eintracht Frankfurt: Endlich wieder gleiche Waffen

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt zieht Lehren aus der Klatsche in München und will gegen Bremen schlampige Abspiele vermeiden.

  • Eintracht Frankfurt bereitet sich auf Werder Bremen vor.
  • Keine Zuschauer im Stadion gegen Werder Bremen.
  • SGE traf gegen Bayern München viele falsche Entscheidungen

Frankfurt - Die Klatsche von Fröttmaning war kaum zehn Minuten alt, da hatte Sebastian Rode, bester Frankfurter Mann am vergangenen Samstag, schon die Parole für die neue Woche ausgegeben: „Das darf uns nicht lange beschäftigen.“

Eintracht Frankfurt: Vorbereitung auf Werder Bremen beginnt

Am Sonntag waren die beinahe schon standesgemäßen fünf Gegentore von München noch mal kurz das Thema, eine Fehler-Analyse muss ja sein, doch dann war die Partie gegen die übermächtigen Bayern schon weitgehend abgehakt. „Diese Niederlage wirft uns nicht um“, widmete sich auch Vorstand Fredi Bobic gleich wieder der Tagesaktualität. Allzu lange wollte sich kein Eintracht-Profi mit dem ungleichen Kräftemessen mehr beschäftigen. Es galt, die Köpfe freizubekommen – am Montag war kein Training angesetzt. Heute beginnt dann schon die Vorbereitung auf den nächsten Gegner, den SV Werder Bremen. Eine Mannschaft, die schon eher der Kragenweite von Eintracht Frankfurt entspricht – ein Duell mit halbwegs gleichen Waffen.

An die vergangenen drei Begegnungen mit den Norddeutschen, zweimal in der Liga, einmal im Pokal, haben drei Frankfurter Spieler ganz besondere Erinnerungen, wenn auch nicht immer positiv. Makoto Hasebe etwa verursachte vor fast genau einem Jahr in allerletzter Minute einen Elfmeter, den Milot Rashica in der Nachspielzeit zum 2:2 nutzte. Dabei hatte André Silva zwei Minuten zuvor den vermeintlichen Siegtreffer zum 2:1 erzielt. Auch Filip Kostic dürfte sich an ein Spiel gegen Bremen erinnern, Anfang März dieses Jahres sah er im Pokal-Viertelfinale gegen Werder in der 90. Minute nach einem Foul an Ömer Toprak die Rote Karte. Er wurde für vier Pokalpartien gesperrt, frühestens im Viertelfinale im März 2021 darf er wieder ran.

Positive Erinnerungen an Bremen hat hingegen Stefan Ilsanker: Im Weserstadion gelangen dem Abräumer binnen neun Minuten im Juni erstaunlicherweise zwei Tore zum 3:0-Erfolg. Es waren seine einzigen Treffer für die Hessen bislang.

Eintracht Frankfurt: Keine Zuschauer gegen Werder Bremen

Selbst wenn am kommenden Samstag ein Widersacher ins leere Stadion im Stadtwald kommt, der von der Papierform her schlagbar wirkt, so werden die Frankfurter doch ein paar Lehren aus dem Bayern-Spiel ziehen müssen. Sportdirektor Bruno Hübner hat ja, wie andere auch, nicht zu Unrecht „viele falsche Entscheidungen“ der Eintracht-Spieler „im letzten Drittel“ moniert. Gerade die wichtigen, weil entscheidenden Bälle in die Spitze waren zu „schlampig und unkonzentriert“ gespielt worden, kritisierte auch Trainer Adi Hütter. Selbst wenn Werder in der Abwehr nicht die Qualität der Überbayern aufweist, so wissen auch sie, kompakt zu stehen und schlecht oder zu spät gespielte Bälle abzufangen.

Es wird, das ist kein Geheimnis, auf die Kreativkräfte im Frankfurter Team ankommen, also auf Daichi Kamada. Oder vielleicht sogar auf Amin Younes, der auch in München gute Ansätze gezeigt hat und mit seinen „kleinen Bewegungen“ (Hütter) für Überraschungsmomente sorgen könnte. Am Frankfurter Selbstvertrauen hat das 0:5 nicht gerüttelt: „Wir sind gut drauf“, sagt Stürmer Bas Dost unbeirrt. (von Thomas Kilchenstein)

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