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Dicker Rüffel für Stürmer Vaclav Kadlec.
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Dicker Rüffel für Stürmer Vaclav Kadlec.

Pokalspiel in Aue

Endlich offensiv

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt wird im Pokal in Aue wieder agieren müssen. Trainer Veh zählt Stürmer Kadlec an - er ist mit der Leistung und Einstellung des Tschechen nicht zufrieden.

Aue also. Da war doch was. Na klar. August 2012, gefühlte 35 Grad, 1. Pokal-Hauptrunde, Platzverweis für Kevin Trapp, 0:3 am Ende. „So was darf uns nicht mehr passieren“, sagt Marco Russ. „Wir haben noch was wett zu machen“, assistiert Bastian Oczipka. Seinerzeit spielte Erzgebirge Aue noch in der zweiten Liga und Eintracht Frankfurt war unter Armin Veh gerade erst erstklassig geworden. „Aber von damals“, sagt Veh heute, gut drei Jahre später, spielt ja nur noch der Torwart.“ Martin Männel, 27, steht tatsächlich noch zwischen Pfosten, und in dieser Saison in der Dritten Liga verrichtet der gebürtige Brandenburger seinen Job besonders gut: In 14 Spielen hat er lediglich zehn Tore kassiert, davon vier im letzten Spiel.

Alles schön und gut, aber bei Eintracht Frankfurt ist die Marschroute eindeutig: „Es muss unser Anspruch sein, unser Spiel durchzubekommen. Wir wollen unbedingt weiterkommen“, sagt Veh, zumal es für das Erreichen der dritten Runde im Dezember garantierte 527 000 Euro gibt.

Eintracht Frankfurt ist natürlich haushoher Favorit beim Tabellenzehnten, zudem werden mehr als 2500 Eintracht-Fans die Mannschaft ins Erzgebirge begleiten. Und Veh nimmt die Aufgabe in Aue ernst, so ernst, dass er Fragen zum am Freitag anstehenden Spiel gegen den FC Bayern zur Seite wischt. „Das Bayern-Spiel habe ich nicht im Kopf. Ich konzentriere mich ganz auf Aue.“ Das Gefährliche an solchen Spielen David gegen Goliath sei „die besondere Konstellation dritte Liga gegen erste Liga“, sagt Veh. „Aue hat nichts zu verlieren.“ Frankfurt dagegen viel. Vor allem das gerade leicht aufblühende Selbstvertrauen nach dem Sieg bei Hannover 96. „Es geht nix über Siege. Nur nach Siegen geht es der Mannschaft besser.“

Eintracht muss das Spiel machen

Nun erwartet der Trainer im etwas mehr als 15 000 Zuschauer fassenden Stadion in Aue ein anderes Auftreten seines Teams als in Hannover. Eine derartige Sicherheitstaktik wie in Niedersachsen „verbietet sich“ praktisch von selbst. „Wir müssen wesentlich mehr agieren als reagieren“, sagt Veh. „Das System kann das gleiche, die Ausrichtung muss aber eine andere sein.“

Die Eintracht wird das Spiel machen müssen, sie wird angreifen müssen. Das ist eine Chance für Stürmer Luc Castaignos, der zuletzt zuschauen musste. Womöglich könnte für ihn Bastian Oczipka pausieren, der in Hannover den linken Flügel beackerte, als gelernter Außenverteidiger aber wenig Torgefahr versprühte. „Da fehlt auf links einer, der in den Strafraum geht.“ Auf eine weitere Bewährungschance kann Slobodan Medojevic hoffen, der sich nach seiner Einwechslung am Samstag als äußerst belebendes Element erwies.

Grundsätzlich aber will Armin Veh keine Experimente wagen. Das gilt besonders für Vaclav Kadlec, der es zuletzt ja nicht einmal mehr in den 18 Mann umfassenden Kader schaffte. Veh ließ kein Zweifel daran, dass er mit der (Trainings-)Leistung und Einstellung des Tschechen nicht zufrieden ist. Einen Platz im Kader oder in der ersten Elf „muss man sich auch verdienen“, sagte der Fußball-Lehrer und verwies beispielhaft auf Medojevic, der obwohl lange ohne Einsatzchancen im Training immer Gas gegeben habe. „Das kann ich verlangen. Jeder hat die Möglichkeit, sich anzubieten.“ Diesen Willen sieht der Coach offenbar bei Vaclav Kadlec nicht, dessen Körpersprache beim täglichen Üben auch nicht so ist, dass er direkt ins Team drängen würde. Spieler wie Castaignos, Luca Waldschmidt, auch Joel Gerezgiher stehen in der mannschaftsinternen Hierarchie derzeit vor Kadlec. Veh: „Früher musste man sich Gedanken machen, überhaupt noch mal irgendwo unterzukommen, wenn man so lange nicht gspielt hat. Heute gibt es genug Vereine und Länder, in denen man Geld verdienen kann.“ Eine große Zukunft bei Eintracht Frankfurt dürfte Vaclav Kadlec nicht haben.

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