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Glasner und Schmadtke
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Oliver Glasner (l.) und Jörg Schmadtke (r.) im Jahr 2019. (Archivfoto)

Bundesliga

Eiszeit zwischen Eintracht-Trainer Glasner und Wolfsburg-Sportchef Schmadtke

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Die Beziehung zwischen dem heutigen Trainer von Eintracht Frankfurt und dem Geschäftsführer des VfL Wolfsburg war völlig abgekühlt. Das Wiedersehen am Sonntag wird wohl geschäftsmäßig.

Wolfsburg/Frankfurt – Oliver Glasner, neuer Trainer von Eintracht Frankfurt, hat den VfL Wolfsburg in die Champions League gecoacht. Aber zu Jubelorgien hat das dennoch nicht geführt. Man verabschiedete sich freudlos. Die Beziehung zu Sportchef Jörg Schmadtke: unter Null. Das Verhältnis zu einzelnen Spielern: abgekühlt. Kapitän Joshua Guilavogui trat gar verbal nach: „Ich bin froh, dass er weg ist.“ Guilavogui war indes völlig nachvollziehbar von Glasner selten berücksichtigt worden, weil Xaver Schlager und Maximilian Arnold besser waren. Jetzt fällt Schlager mit einem Kreuzbandriss lange aus, Guilavogui darf spielen, macht das gut und ist zufrieden.

Jörg Schmadtke sieht auch zufrieden aus in diesen Tagen des Tabellen-Anführens. Sein neuer Trainer Mark van Bommel hat nicht nur das peinliche DFB-Pokalaus nach Wechselfehler in den beiden Sportgerichtsverhandlungen souverän gemeistert. Der Niederländer war der einzige Zeuge, dem das Bundesgericht Glauben schenkte. Er hat zudem Glasners Vermächtnis einer hervorragend organisierten Mannschaft noch perfektioniert. „Ballbesitzfußball, technische Finessen, immer zusammen mit defensiver Stabilität“, lobte Schmadtke den Chefcoach am Sonntag im Fußballstammtisch „Doppelpass“. So viel öffentliche Zuneigung hat der Neu-Frankfurter Glasner vom mächtigen Manager nie erfahren. Die beiden mochten sich einfach nicht.

Eintracht Frankfurt: Oliver Glasner und Jörg Schmadtke im Eiszeitmodus

Im Fall von Schmadtke keine Besonderheit, sondern Tradition. Nicht besser war die Manager-Trainer-Beziehung in Hannover mit Mirko Slomka, in Köln mit Peter Stöger oder in Wolfsburg mit Glasner-Vorgänger Bruno Labbadia. Der Bundesligamanager des Jahres 2017 kontert entsprechende Vorwürfe mit der ihm eigenen Süffisanz: „Fakt ist, dass die Trainer mit mir auch immer Erfolg haben.“ Reibung erzeugt im Hause Schmadtke keine Nestwärme, aber Leistung.

Bekommt viel Lob: Mark van Bommel.

Glasner drückt sich rückblickend maximal diplomatisch aus: Er sei „dem VfL und auch Jörg Schmadtke dankbar“ für die Chance, eine Bundesligamannschaft zu trainieren, „alles andere habe ich schon vergessen“. Bei seiner Rückkehr nach Wolfsburg wollen sich Schmadtke und Glasner immerhin geschäftsmäßig die Hand geben. Schmadtke: „Wir werden uns ganz normal begrüßen.“

Tja, und Fußball gespielt wird dann natürlich auch. Schmadtke und van Bommel hat schon ein paar gute Argumente gesammelt, warum der Trainerwechsel richtig war. (Jan Christian Müller)

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