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Mannschaftsbild mit Maskottchen.

Fans im Trainingslager

Eishockey statt Fußball

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Das Trainingslager der Eintracht in Florida ist vorbei, damit endet auch für die meisten der mitgereisten Fans ihr Aufenthalt im Sunshine State.

Nach dem Abschluss des Trainingslagers der Frankfurter Eintracht geht es auch für die mitgereisten Fans  wieder zurück in die Heimat. Das kalte Deutschland wartet. Rund 60 Eintrachtler hatten den Verein in die Staaten begleitet, das ist eine beachtliche Zahl.

Beachtlich deswegen, weil es zwar immer Fans gibt, die der SGE in die Trainingslager hinterherfahren. Aber eben nicht in dieser Größenordnung – und bei dieser Entfernung. Doch der Aussicht auf Sonne im Januar konnten dann so manche nicht widerstehen.

Viele kleine Geschichten

Ein bunter Querschnitt der Frankfurter Fanszene war anwesend. Die größte Abordnung stellten die Ultras, Fanclubs wie Sossenheim, Griesheim, Calimeros Aschaffenburg, Kinsteere, Thüringen, Furoro oder Bockenheim waren vertreten, auch das Presswerk Rüsselsheim. Und der EFC aus Edinburgh. Dazu viele Einzelpersonen. Sie alle wählten die unterschiedlichsten Anreisewege, mal über Charlotte, mal über London und Philadelphia, mal direkt. Sie machten eine Rundreise durch Florida oder guckten regelmäßig beim Training zu. Auch gefeiert wurde selbstverständlich. Zum Abschluss gingen einige noch zum NBA-Spiel der Basketballer von Orlando Magic, um live mitzuerleben, wie die Stimmung in deutschen Fußballstadien niemals werden sollte.

Und so mancher glänzte durch ganz besondere Geschichten. So gab es einen Eintrachtler, der bis zum Mittwoch vor Beginn des Trainingslagers gar nicht mitfliegen wollte. Dann wurde er schwach, saß am Samstag im Flieger – und musste nach dem ersten Spiele wieder heim, weil die Mutter 60 wurde. Manchmal ist Fußball dann doch nicht alles. Und apropos Mutter: Eine war mit ihrem Sohn vor Ort, doch am Donnerstag nicht beim Spiel gegen Sao Paolo. Stattdessen trieben sich beide in Tampa beim Eishockey herum. Warum? Sie dachten, das Eintracht-Spiel wäre am Freitag. War es ja auch – nach deutscher Zeit.

Dieses Malheur konnte den Eintracht-Fans aus den USA nicht passieren. Auch von ihnen waren wieder viele mit dabei, zum Beispiel von den Fanclubs Daytona, Washington oder Pazifik. Andere kamen sechs Stunden aus Sacramento angeflogen, aus Texas oder New Jersey. Sie freuten sich, den Pokalsieger erneut aus der Nähe zu sehen. Einer wird das im März oder April auch in Deutschland können. Dann fliegt er nach Frankfurt. In Florida konnte er nämlich nur das zweite Spiel gegen Flamengo sehen, zum ersten hat ihn seine Frau nicht fliegen lassen. „Jetzt habe ich einen gut bei ihr“, freut sich der gute Man auf seinen Heimatbesuch.

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